Revolutionäre Lichttechnik und transparentes Dach auf dem Genfer Autosalon

Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon vom 3. bis 13. März 2006: Die Schweizer Designfirma Rinspeed zeigt das Concept Car Zazen. Die Studie soll den Weg zur Erleuchtung künftiger Autogenerationen weisen. So erstrahlt das dritte Bremslicht wie aus dem Nichts unter dem scheinbar schwebenden, transparenten Dach. Die technische Revolution dahinter: Die transparente Heckscheibe wird zur holografischen Leuchtfläche.

Holografische Bremsleuchte
Das Wort Zazen bezeichnet im Japanischen die Zen-buddhistische Sitzmeditation. Der Name soll an eine Tugend des Zen erinnern: die Fähigkeit, überkommene Vorstellungen hinter sich zu lassen. Denn die holografische Bremsleuchte sowie die einteilige Dachkuppel aus dem Kunststoff Makrolon sollen den Anfang einer neuen Lichttechnik im Fahrzeugbau markieren.

Dachkuppel wird auf Knopfdruck undurchsichtig
Die gesamte Dachkuppel ist bis hinab zur Gürtellinie aus einem Guss aus dem transparenten Kunststoff von der Firma Bayer gefertigt. Das Geniale daran: Auf Knopfdruck wird das Material undurchsichtig und schützt so die Insassen vor allzu neugierigen Blicken. Die gleiche Technik wird auch im Innenraum verwendet, um überflüssige Tasten und Displays am Armaturenbrett auszublenden. Der Fahrer soll sich so besser aufs Wesentliche konzentrieren können. Statt betulichen Wohnzimmerambientes gibt es im Zazen transparente Kunststoff-Sitzschalen und freundlich-helles Orange.

Svarovski-Kristalle und selbst heilender Lack
Die Karosserie ist in organisch fließenden Formen gehalten. Sie soll nicht grelle Farben zur Schau tragen, sondern durch einen besonderen Weißton bestechen. Die Oberfläche wird von Millionen kleiner Swarovski-Kristalle geschmückt, die von einem selbst heilenden Polyurethan-Klarlack geschützt werden. Der Zazen könnte als exklusive Kleinserie auf unseren Straßen erscheinen.
(sl)

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