Alter VW Bulli vollgepackt mit Zukunfts-Technologien

Das Elektronik-Forschungslabor von Volkswagen im kalifornischen Palo Alto zeigt einen Blick in die Zukunft. Verpackt ist die Vorschau in einem guten Bekannten aus den 60er Jahren: dem Samba-Bus. Allerdings präsentiert sich dieser Bus, der noch auf dem ersten Transporter von 1950 basiert, nur auf den ersten Blick in seiner alten Form.

Bus namens Chameleon
Im Innenraum überrascht er mit einer Flut an Innovationen in Sachen Audio, Video, Sensorik, Navigation, Licht- und Solartechnik. Noch nie zuvor gab es so viele verschiedene Projekte vereint in einem einzigen Fahrzeug. Mehr als 15 Ideen wurden in dem Bus mit dem Namen "Chameleon" umgesetzt. Um den Bus umweltfreundlich voranzubringen, wird er ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben. Seine Energie erhält das Aggregat aus im Fahrzeugboden verbauten zukunftsweisenden Lithium-Polymer-Batterien und von Solarzellen auf dem Dach.

Digitaler Tacho
Die alte Tachoeinheit wurde aus dem Armaturenbrett entfernt und durch ein digitales Rundinstrument ersetzt, welches die Aufgaben aller alten Anzeigen übernimmt. Weiterhin dient es als Kommandozentrale, mit der sich weitaus mehr Dinge anstellen lassen, als sich über Geschwindigkeit und Drehzahl zu informieren. Das Infotainmentsystem dient der Online-Navigation mit detailgetreuer 3D-Darstellung, als MP3-Player mit Spracherkennung, als Einparkassistent, oder als Bildschirm für die Rückfahrkamera.

Frontscheinwerfer mit LED-Technik
Neben den Heckleuchten und den Blinkern strahlen beim 2006er Samba sowohl Abblend- als auch Fernlicht mit LED-Technik. Die LED leuchten hell, halten ein ganzes Autoleben und lassen sich durch ihre kleine Bauweise in nahezu jede erdenkliche Form bringen.

Heimkino mit 80-Zoll-Monitor
Auch an die Passagiere im Fond wurde gedacht. Hinter den vorderen Sitzen wurde eine Heimkino-Anlage mit einem riesigen 80-Zoll-Bildschirm installiert. Durch die 21 Fenster war es im Chameleon eigentlich viel zu hell für ein Fernsehgerät. Gelöst wurde das Problem mit der Sony ChromaVue High Contrast Technik, die speziell für helle Räume entwickelte wurde und gute Kontraste bietet. Somit soll ein atemberaubendes Kinoerlebnis im Auto entstehen.

Handflächen-Scan
Weiterhin bietet der Super-Samba ein neues schlüsselloses Schließsystem an, bei dem die Handflächen gescannt werden. Das ist noch sicherer als das Abtasten von Fingerabdrücken und ermöglicht nebenbei eine Unterscheidung von Personen, die das Fahrzeug öffnen dürfen, und solchen, die es bewegen dürfen.

Weitwinkelkamera am Heck
Dank der Weitwinkelkamera am Heck des Versuchsträgers gibt es beim Einparken keinen toten Winkel mehr. Zusätzlich kann zwischen vier verschiedenen Kameraeinstellungen gewählt werden. So ist sichergestellt, dass das historische Schmuckstück keine Kratzer bekommt.

Programmierbarer Stoßstangen-Sticker
Viele andere interessante Neuerungen, wie der beliebig programmierbare Sticker auf der hinteren Stoßstange runden das Bild ab. Dabei handelt es sich um eine hauchdünne hochflexible Folie, die wie ein Monitor in der Lage ist, Texte und Bilder darzustellen. Je nach Lust und Stimmung des Fahrers kann er so den nachfolgenden Fahrzeugen deutlich machen, wie er sich gerade fühlt, oder was er zu sagen hat.
(hd)

Super-Samba