Turbo S mit verbesserter Aufladung bringt 71 PS mehr Leistung

Bisher gab es den Porsche-Geländewagen Cayenne mit einem 3,2-Liter-V6 oder mit einem 4,5-Liter-V8 in zwei Leistungsstufen. Der V8 leistet im Cayenne S 340 PS und 450 PS im Cayenne Turbo. Nun kommt als Krönung ein Turbo S hinzu. Der Biturbo-Motor basiert auf demselben 4,5-Liter-V8, leistet aber 521 PS, also 71 PS mehr als der Turbo. Zu diesem Leistungsplus verhelfen zwei weiterentwickelte Ladeluftkühler mit höherem Wirkungsgrad, ein etwas höherer Ladedruck und eine entsprechend angepasste Motorsteuerung. Das neue Modell erlebt seine Weltpremiere auf der Los Angeles Motorshow vom 6. bis 15. Januar 2005.

Zweitstärkstes Porsche-Auto
Das neue Modell ist auch drehmomentstärker: Das Maximum steigt um 100 auf 720 Newtonmeter. Es wird zwischen 2.750 und 3.750 U/min erreicht. Mit diesen Werten ist der Turbo S das nach dem Carrera GT zweitstärkste jemals gebaute Straßenfahrzeug von Porsche. Auf die Fahrleistungen schlägt sich die Mehrleistung allerdings kaum mehr nieder – denn die sind schon beim Turbo gut. Die Standardsprintzeit sinkt von 5,6 auf 5,2 Sekunden, und die Spitzengeschwindigkeit steigt von 266 auf 270 km/h. Der Spritverbrauch bleibt mit 15,7 Litern Super Plus unverändert. Der Motor wird wie beim Cayenne Turbo mit einem sechsstufigen Tiptronic-S-Getriebe kombiniert. Damit kann man entweder das Schalten dem Auto überlassen oder manuell die Gänge wechseln. Letzteres ist nicht nur am Wahlhebel, sondern auch über Wippschalter am Lenkrad möglich.

Vierrad-Antrieb zur optimalen Kraftübertragung
Wie die anderen Cayenne-Versionen hat der Turbo S einen permanenten Vierradantrieb. Das Porsche Traction Management (PTM) leitet im Grundmodus 62 Prozent der Kraft an die Hinterräder, den Rest an die Vorderräder. Über eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung kann das Verteilungsverhältnis je nach Fahrsituation variiert werden. Bei Bedarf gelangen so auch 100 Prozent des Motormoments nach vorn oder nach hinten. Bei Bedarf kann eine Längssperre zugeschaltet werden. Als Bestandteil des ,Advanced Offroad Technik"-Pakets ist außerdem eine Hinterachs-Quersperre verfügbar. Beide Sperren reagieren nicht nur auf mangelnde Traktion. Sensoren messen auch das Fahrtempo, die Querbeschleunigung, den Lenkwinkel oder die Gaspedalstellung. So wird stets der optimale Sperrgrad für beide Achsen berechnet.

Niveauregulierung und aktives Dämpfersystem
Das Fahrwerk ist gegenüber den anderen Cayenne-Versionen unverändert. Die serienmäßige Luftfederung ermöglicht sechs verschiedene Stufen bei der Bodenfreiheit. Die Niveauregulierung garantiert zudem eine vom Beladungszustand unabhängige, konstante Fahrzeuglage. Bei höherem Tempo senkt sich das Fahrwerk automatisch in zwei Stufen ab. Für die Dämpfung ist das Porsche Active Suspension Management (PASM) zuständig, ein System, das die Dämpfkraft kontinuierlich regelt sowie Wank- und Nickbewegungen des Fahrzeuges reduzieren soll. Der Turbo S bekommt außerdem etwas größere Bremsscheiben. Sie sollen die Bremswärme besser abführen.

20-Zoll-Räder serienmäßig
Die neue Bremsanlage erfordert den Einsatz von mindestens 19 Zoll großen Rädern. Diese Felgengröße ist aber vor allem für Winterreifen vorgesehen. Serienmäßig ist der Turbo S mit 20-Zoll-Rädern ausgerüstet. Sie tragen Reifen der Größe 275/40, die für Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h zugelassen sind. Ein Reifendruck-Kontrollsystem gehört ebenfalls zur Serienausstattung.

Exklusive Ausstattung
Äußerlich ist das neue Modell an den 20 Zoll großen Rädern und den vier Abgasrohren mit rundem Querschnitt zu erkennen. Weitere Merkmale sind der Heckschriftzug und – falls der Kunde sie gewählt hat – die exklusiv diesem Modell vorbehaltenen Lackierung in Marinblau-Metallic. Große Unterschiede gibt es hier also nicht. Doch die Ausstattung ist deutlich besser als beim Turbo. Fast alle Oberflächen sind mit Leder überzogen, die Einstellung der Vordersitze erfolgt elektrisch. Alle Sitze sind beheizbar. Die Klimaautomatik ist ebenso serienmäßig wie ein Radio-Navigationssystem mit Farbbildschirm (Porsche Communication Management, PCM), ein Surround-Sound-System von Bose, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht und eine elektronische Einparkhilfe. Im Innenraum schützen Frontairbags, Thoraxairbags sowie im Dachrahmen eingebaute Vorhangairbags die Insassen.

Knapp 16.000 Euro mehr
Der Preis für den Turbo S liegt bei 117.573 Euro. Das sind fast 16.000 Euro mehr als der Turbo kostet, für den man 101.913 Euro hinlegen muss.

Bildergalerie: Porsche Cayenne Turbo S