Von der Kältewelle überraschte Autofahrer sorgen für Notrufrekord beim ADAC

Minusgrade in Deutschland halten die Gelben Engel in Atem. Nie zuvor mussten die Pannenhelfer des ADAC so oft ausrücken wie in der ersten Novemberwoche 2006. Gründe für diesen Ausnahmezustand gibt es viele – zudem multiplizieren schlechte Wetterbedingungen das Unfallrisiko. 23.258 liegen gebliebenen Autofahrern eilte der ADAC am Montag, 30. Oktober 2006, zur Hilfe – die höchste Einsatzzahl der "Gelben Engel" seit Erfassung der täglichen Hilferufe. In Nord- und Ostdeutschland musste der ADAC im Schnitt dreimal so oft ausrücken wie an einem normalen Wintertag, und für die kommenden Wochen wird Ähnliches erwartet.

Neuregelungen der StVO beachten
Damit die Pannenhelfer erst gar nicht zum Einsatz kommen, sollten Autofahrer ihr Fahrzeug jetzt auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Hier macht es Sinn, die Neuregelungen der neuen Straßenverkehrsordnung (StVO) zu beachten, die seit Mai 2006 in Kraft sind: "Bei Kraftfahrzeugen ist die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen. Hierzu gehören insbesondere eine geeignete Bereifung und Frostschutzmittel in der Scheibenwischanlage." ,Wer wegen fehlenden Frostschutzmittels im Blindflug durch den Winter reist, riskiert ein Bußgeld", sagt Karsten Engel, Vorsitzender der A.T.U.-Geschäftsleitung. ,Solche Unannehmlichkeiten lassen sich vermeiden, wenn der Wagen rechzeitig auf den Winter vorbereitet wird."

A.T.U.-Rundum-Paket für 9,90 Euro
Mit einem Wintercheck sind Autofahrer für die kalte Jahreszeit gerüstet: In den A.T.U.-Filialen werden bundesweit zum Sonderpreis von 9,90 Euro Flüssigkeitsstände, Radaufhängung, Brems- und elektrische Anlagen, Keilriemen, Beleuchtung und vieles mehr kontrolliert und gewartet. Reparaturen erfolgen im Sofort-Einbau. Dabei verwenden die Kfz-Experten ausschließlich Ersatzteile in Originalteil-Qualität. Mit Hilfe von modernster Technik und fachlichem Know-How wird nur getauscht, was getauscht werden muss, so die Werkstattkette.


Do it yourself
Scheibenwaschanlage und Kühler müssen vor Frost geschützt werden. Vergewissern Sie sich darum vor dem ersten Frost, ob Sie beiden Flüssigkeiten genügend Frostschutzmittel beigemischt haben. Insbesondere, wenn dem Kühlwasser während des Sommers reines Wasser beigemischt wurde, reicht der Frostschutz häufig nicht mehr aus. Haben Sie Zweifel über das richtige Mischverhältnis, sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen. Wenn Ihr Fahrzeug nach einer kalten Nacht nicht anspringt, ist wahrscheinlich die Batterie zu schwach. Vorbeugend sollte die Batterie regelmäßig überprüft werden. Werkstätten verfügen über ein spezielles elektronisches Batterieprüfgerät, mit dem der Batteriecheck professionell, schnell und zuverlässig durchgeführt werden kann. Damit der Kunde immer über den aktuellen Zustand seiner Batterie informiert ist, wird ihm anschließend das ausgedruckte Messprotokoll ausgehändigt.

Zugefrorenen Schlössern vorbeugen
Besonders in der dunklen Jahreszeit muss die Autobeleuchtung einwandfrei funktionieren. Denken Sie nach längeren Fahrten über matschige Straßen an eine Reinigung der Leuchten, da Ihnen sonst schnell der Durchblick verloren geht. Damit Ihre Türschlösser nicht einfrieren, empfiehlt sich die Verwendung von Schlossöl. Der kleine Eisbrecher hilft nicht nur bei bereits zugefrorenen Schlössern, sondern beugt auch erneutem Einfrieren vor. In besonders harten Fällen greifen Sie zum Türschlossenteiser – das Konzentrat mit Schmiermittel hilft sofort. Auch bei Türgummis kommt das böse Erwachen meist erst dann, wenn sich die Tür nicht mehr öffnen lässt. Wer vorsorgen möchte, reibt die Gummis schon jetzt mit einem Hirschtalg-Pflegestift ein.
(cn)

Bildergalerie: Fit für den Winter