Der FJ Cruiser setzt in den USA eine lange Toyota-Tradition fort

Vor zwei Jahren glänzte er noch als Studie auf der Detroit Auto Show, diesmal kommt er als brandneues Serienmodell zur wichtigsten amerikanischen Automesse (12. bis 22. Januar 2006): der Toyota FJ Cruiser. Der neue Offroader soll eine Brücke schlagen zwischen der Geländekompetenz des Land Cruiser und den Bedürfnissen der fahrspaßorientierten, freizeitaktiven SUV-Fans.

Lange Tradition des Toyota FJ
Unter dem Kürzel FJ begann vor mehr als 40 Jahren Toyotas Siegeszug auf dem Markt für Geländewagen. Von 1960 bis 1983 wurde der FJ40 auf dem US-Markt angeboten. Er eroberte aber auch die Wüsten Afrikas und die Steppen Asiens, so Toyota. Der FJ wird auch von der UNO eingesetzt. Optisch orientiert sich der FJ Cruiser an seinem Urahn. Die Front mit den relativ eng beieinander liegenden runden Scheinwerfern zitiert die klassische Nase des FJ40. Auffällig sind auch die sehr steil stehenden Scheiben.

Land Cruiser als technische Basis
Der FJ Cruiser ist 4,67 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,82 Meter hoch. Die technische Basis für Ausflüge abseits der Großstadt liefert der aktuelle Land Cruiser. Von ihm stammen der stabile Leiterrahmen, das Fahrwerk und der Motor. Angetrieben wird der FJ Cruiser von einem 4,0 Liter großen V6-Ottomotor mit 239 PS. Die Allradtechnik stammt vom amerikanischen Toyota 4Runner. Zum Sicherheitspaket zählt neben Front-, Seiten- und Vorhangairbags auch ein ESP.

22.890 Dollar
Der FJ Cruiser kommt in den USA im März 2006 auf den Markt. Die günstigste Version mit Allradantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe kostet 22.890 US-Dollar. Das sind umgerechnet knapp 19.000 Euro, doch ein Verkauf des FJ Cruiser in Europa ist derzeit nicht geplant.

Neuer Camry mit verbesserten Motoren
Außerdem stellt Toyota die jüngste Generation des Camry vor, der in Deutschland nicht mehr angeboten wird. Die neue Version soll sportlicher und technisch anspruchsvoller geworden sein. Das Fahrwerk wurde verbessert. Die Räder wuchsen und sind nun 16 Zoll groß, was auch stärkere Bremsen ermöglicht. Die Motoren, ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit 158 PS und ein 3,5-Liter-V6 mit 268 PS, wurden ebenfalls optimiert. Ab Sommer 2006 gibt es die Limousine erstmals auch mit Hybridantrieb. Dabei wird der 2,4-Liter-Motor mit einem stufenlosen Getriebe und einem Elektromotor gekoppelt. Insgesamt hat der Camry Hybrid eine Systemleistung von 192 PS.

Studie F3R: Eine Lounge auf Rädern
Mit dem F3R zeigt Toyota außerdem eine interessante Van-Studie. Der fünf Meter lange F3R steht auf 22-Zoll-Alurädern. Die Besonderheit des Autos: Die drei Sitzreihen lassen sich blitzschnell in eine Lounge mit Designersofa und Clubatmosphäre verwandeln. Die vorderen Sitze sind drehbar, der mittlere Sitz wird umgeklappt und aus den übrigen Plätzen entsteht eine Sofa-Landschaft.

Drei Türen links, drei Türen rechts
Bis zu acht Personen finden im F3R Platz. Die drei Sitzreihen sind wie in einem Fußballstadion ansteigend angeordnet. Das schafft Raum für die Beine und sorgt für gute Sicht nach vorne. Der F3R besitzt links drei Türen und rechts drei Türen, wobei die beiden hinteren Türen gegenläufig angeschlagen sind.
(sl)

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