SUV mit beeindruckenden Werten: 326 PS, 760 Newtonmeter, 236 km/h

Audi schickt seinen Q7 mit einem 4,2-Liter-Diesel ins Rennen. Mit der bereits aus dem A8 bekannten 326-PS-Maschine nimmt der Q7 die Führungsrolle bei den Diesel-SUVs ein. Wie alle Aggregate im Q7 ist auch der Achtzylinder-Diesel ein Mitglied der V-Motorenfamilie von Audi. Sein Bankwinkel beträgt 90 Grad, der Zylinderabstand 90 Millimeter und die Gesamtlänge 520 Millimeter. Der große TDI hat auf der Getriebeseite einen wartungsfreien Kettenantrieb für die vier Nockenwellen und die Nebenaggregate.

Leichtbau im Vordergrund
Das Kurbelgehäuse besteht aus so genanntem Vermikular-Graphitguss. Bei diesem High-Tech-Werkstoff ist der Kohlenstoff in Lamellenform eingelagert. Das verleiht dem Material hohe Festigkeit und ein geringes Gewicht. Die Kurbelwelle ist aus Chrom-Molybdän-legiertem Stahl geschmiedet, die Kolben sind aus Aluminium gegossen. In die Commonrail-Einspritzanlage sind kleine und leichte Piezo-Inline-Injektoren integriert. Sie schalten schnell und präzise und können bis zu fünf Einspritzvorgänge pro Arbeitstakt mit 1.600 bar realisieren.

6,4 Sekunden auf Tempo 100
Zwei Turbolader mit variabler Turbinengeometrie sollen für Druck von unten heraus sorgen. Das scheint zu gelingen: Von 1.800 bis 2.500 Umdrehungen werden 760 Newtonmeter auf die Kurbelwelle geschickt. Bei 3.750 Touren leistet der V8-Motor 326 PS. Von null auf 100 km/h spurtet der SUV in 6,4 Sekunden und erreicht eine Spitze von 236 km/h.

Sechsstufen-Tiptronic
Die Kraft fließt serienmäßig über das Sechsstufen-Automatikgetriebe Tiptronic auf den Allradantrieb quattro. Das dynamische Schaltprogramm DSP managt die Gangwechsel und orientiert sich dabei am Fahrstil und den Gegebenheiten der Strecke. Die Schaltung verfügt zudem über ein Sportprogramm für schnelleres Schalten sowie optionale Wippen am Lenkrad.

Selbstsperrendes Mittendifferenzial
Wie alle Audi Q7 besitzt auch der 4.2 TDI ein selbstsperrendes Mittendifferenzial. Bei normaler Fahrt schickt es die Antriebskraft im Verhältnis von 40 zu 60 auf die Vorder- und Hinterachse. Lässt an einer Achse der Grip nach, wird die Kraft automatisch dorthin geschickt, um eine gute Traktion zu gewährleisten. Beim starken Diesel ist die Adaptive Air Suspension – eine Kombination aus Luftfederung und elektronisch geregelter Dämpfung mit dynamischer Wankstabilisierung – serienmäßig montiert.

Härte nach Bedarf einstellbar
Das Fahrwerkssystem kann entweder per Knopfdruck auf sportliche oder komfortable Dämpfung eingestellt werden oder das automatisch tun. Zusammen mit dem Offroad- und dem Lift-Modus ermöglicht der Unterbau, die Höhenlage der Karosserie in fünf Stufen zu variieren. Im Offroad-Modus beträgt die Bodenfreiheit 205 Millimeter. Für bequemeres Beladen lässt sich das Heck um 71 Millimeter absenken.

Sechs-Kolben-Bremsanlage vorn
Der Q7 4.2 TDI rollt auf 18-Zoll-Alus mit 255er-Reifen. Die vier Bremsscheiben sind innenbelüftet. An der Vorderachse haben sie einen Durchmesser von 350 Millimetern, hinten sind es 358 Millimeter. In den vorderen Bremssätteln bringen jeweils sechs Kolben den Bremsdruck auf die Scheiben.

Leder serienmäßig an Bord
Zur Serienausstattung des Q7 4.2 TDI gehört ein Lederpaket wahlweise mit Dekoreinlagen in Aluminium oder Holz. Die vorderen Sitzflächen lassen sich elektrisch beheizen. Hinzu kommen ein Bordcomputer, ein Tempomat, ein Multifunktionslenkrad und das Bediensystem MMI Basic. Ein praktisches Detail ist die elektrisch angetriebene Heckklappe, deren Öffnungswinkel sich je nach Bedarf programmieren lässt.

Spur-Wächter passt auf
Der Q7 4.2 TDI kann mit verschiedenen Komfort-Features bestellt werden: So gibt es, wie bereits von anderen Herstellern wie BMW oder Citroën bekannt, einen Spurassistenten. Audi nennt das System Lane Assist. Ab etwa 65 km/h warnt er durch leichte Lenkradvibration, wenn die Spur ohne zu Blinken verlassen wird. Zu den weiteren High-Tech-Extras gehört eine Rückfahrkamera. Ein radargestützter Tempomat samt aktiver Abstandskontrolle ist mit dem Bremsassistenten kombiniert. Neu bei Audi ist der Side Assist: Er überwacht den toten Winkel mit Radartechnik und warnt, falls ein Fahrzeug beim Spurwechsel im Wege wäre.

Ab 70.500 Euro
Der Q7 4.2 TDI steht ab dem Frühsommer 2007 bei den Händlern. Sein Grundpreis beträgt 70.500 Euro.

Bildergalerie: Stärkstes Diesel-SUV