Immer mehr junge Frauen entdecken das Internet für den Autokauf

Am 9. November veranstaltete der Internet-Fahrzeugmarkt mobile.de bereits zum zweiten Mal eine Expertenrunde zum Thema ,Auto und Frauen". Dabei standen die Mobilitätsansprüche junger Frauen und Mütter im Vordergrund. Zu den Referenten gehörten Prof. Dr. Kortus-Schultes (Hochschule Niederrhein), Carsten Willms (ADAC) sowie Autohausinhaberin Carola Römer.

Round Table von mobile.de
Anlässlich des mobile.de Round Tables stellte Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes vom Kompetenzzentrum Frau und Auto an der Hochschule Niederrhein eine aktuelle Studie vor, die belegt: Junge Frauen zeigen sich preissensibel und haben das Internet auch in Sachen Autokauf fest in ihr Leben integriert. Zwar bleibt die wichtigste Informationsquelle mit einem Anteil von 60 Prozent bislang noch der Autohändler, 39 Prozent der befragten Autofahrerinnen gaben jedoch an, im letzten halben Jahr eine Online-Fahrzeugbörse besucht zu haben. Bereits jede Fünfte würde ihr nächstes Auto über einen Internet-Fahrzeugmarkt wie mobile.de kaufen. Die wichtigsten Nutzungsgründe sind dabei die günstigen Preise, die große Auswahl und die guten Vergleichsmöglichkeiten. mobile.de ist in der Zielgruppe der Frauen besonders beliebt und liegt mit monatlich mehr als 1,2 Millionen Nutzerinnen laut Marktstudie AGOF internet-facts 2006 deutlich vor anderen Anbietern.

Schubkästen für die Pumps und klappbare Kindersitze
Das bevorzugte Fahrzeugsegment bei jungen Frauen sind die Klein- und Kompaktwagen. Darüber hinaus kaufen die 18- bis 39-Jährigen wesentlich häufiger Gebrauchtfahrzeuge als Neuwagen. Anders die Situation bei den über 50-Jährigen: Ältere Frauen favorisieren beim Autokauf einen Neuwagen. Carola Römer, Autohausinhaberin aus Münster, weiß ,Frauen neigen beim Autokauf seltener als Männer zu Bauchentscheidungen und legen größeren Wert auf das Preis-Leistungsverhältnis, den Kraftstoffverbrauch, die Sicherheit und einfache Bedienung." Neben Schubkästen für die Pumps gehören dazu vor allem klappbare, integrierte Kindersitze, große Rückspiegel, unempfindliche Sitzbezüge und ein abschaltbarer Beifahrerairbag, um auch das Baby sicher auf dem Vordersitz transportieren zu können.

60 Prozent Fehlbedienungsquote bei Kindersitzen
Obwohl Frauen großen Wert auf Sicherheitsaspekte legen und vor allem in den jungen Altersklassen deutlich weniger Verkehrsverstöße als männliche Autofahrer begehen, verunglücken jährlich in Deutschland immer noch 12.000 Kinder im Auto der Eltern. Carsten Willms, der als Verkehrsexperte des ADAC am mobile.de Round Table teilnahm, wies darauf hin, dass 51 Prozent der Kinder über 6 Jahren entgegen der Vorschrift angegurtet, aber ohne Kindersitz mitfahren. Gemäß der Unfallstatistik werden 10 Prozent sogar völlig ungesichert transportiert. Zudem liegt die Fehlbedienungsquote von Kindersitzen bei über 60 Prozent. Um die Anzahl der Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr zu reduzieren, sollte der Schulweg nicht mit dem Auto, sondern möglichst zu Fuß zurückgelegt werden. ,So lernen die Kinder schon früh, aktiv am Verkehrsgeschehen teilzunehmen und das Verkehrsaufkommen rund um die Schulen beruhigt sich", erklärt Willms.

Mobilität während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft gibt es in Sachen Mobilität nach Aussage des Verkehrsexperten keinerlei Einschränkungen – es sei denn, der Arzt äußert im Einzelfall Bedenken. Entscheidend ist, dass sich die Frau wohl fühlt und immer mit einem Dreipunktgurt angeschnallt fährt. Dabei muss der Gurt unterhalb des Bauches geführt werden. Hilfreich können hier spezielle Systeme für Schwangere sein, die die richtige Gurtführung gewährleisten.

Bedeutung junger Frauen für die Automobilbranche
Aktuelle Jugendstudien belegen, dass junge Frauen immer weniger in traditionellen Rollen verharren und innovative Strategien entwickeln, um Partnerschaft und Mobilität sowie Kinder und Karriere zu vereinbaren. ,Dabei spielt auch das Auto eine große Rolle und es wird zukünftig immer entscheidender sein, dass sich die Automobilbranche gezielt mit den Bedürfnissen von Frauen auseinandersetzt", erklärt Doreen Schlicht, Initiatorin des Round Tables, das Engagement von mobile.de. Schon heute treten Frauen
nicht mehr nur als Führerschein-Besitzerinnen und Autofahrerinnen, sondern zunehmend als Halterinnen in Erscheinung. Während das Kraftfahrtbundesamt Mitte der 80er Jahre gerade einmal 16 Prozent Fahrzeughalterinnen zählte, wurde knapp ein Drittel des aktuellen Fahrzeugbestandes von derzeit rund 14 Millionen Fahrzeugen in Deutschland auch von Frauen gekauft. Prof. Dr. Kortus-Schultes sieht hier noch erhebliches Steigerungspotenzial, das vor allem die jungen Frauen und Mütter in den nächsten Jahren erschließen werden.
(cn)

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