Grande-Punto-Derivat wird ab etwa 13.000 Euro zu haben sein

Stufenhecklimousinen in der Kleinwagenklasse sind in Ländern wie Italien oder der Türkei deutlich beliebter als bei uns. Die Südländer schätzen auch wegen der Diebstahlsgefahr den geschlossenen Kofferraum. Für deutsche Liebhaber der klassischen Limousine bringt Fiat das neue Modell Linea Anfang Juli 2007 auf den Markt.

Drei Zentimeter kürzer als ein Audi A4
Der Linea ist mit 4,56 Metern einen runden halben Meter länger als der Grande Punto, auf dem der Linea basiert. Und er ist nur drei Zentimeter kürzer als die Mittelklasselimousine Audi A4. Der Radstand ist mit 2,60 Metern ebenfalls ein paar Zentimeter länger als beim Grande Punto. Das Gepäckabteil fasst 500 Liter; durch Umlegen der asymmetrisch geteilten Rücksitzbank kommt man auf 1.175 Liter.

Ein Benziner und ein Diesel
Zum Verkaufsstart gibt es zwei Motoren, einen Benziner und einen Diesel. Beim Ottomotor handelt es sich um das bekannte 1,4-Liter-Triebwerk mit 77 PS. Er bringt das Auto in 14,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h, der Verbrauch bei 6,3 Litern auf 100 Kilometer. Dieselfreunde können einen 1,3-Liter-Vierventiler wählen. Sein Turbolader mit variabler Geometrie bringt die Leistung auf 90 PS. Damit sprintet der Linea in 13,8 Sekunden auf Tempo 100, erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h und verbraucht 4,9 Liter auf 100 Kilometer. Im Herbst 2007 kommt noch ein Aggregat aus der neuen T-Jet-Motorenfamilie hinzu – ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 PS.

Drei Ausstattungen
Der Linea wird in drei Ausstattungsversionen angeboten: Active, Dynamic und Emotion. Die Einstiegsvariante Active bietet vier Airbags, elektrische Fensterheber vorn, ein axial und vertikal einstellbares Lenkrad und eine Zentralverriegelung. Die Dynamic-Ausstattung wartet zusätzlich mit zwei Airbags mehr, einer Klimaanlage, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, CD-Radio, höhenverstellbarem Fahrersitz, Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung sowie asymmetrisch geteilter und umklappbarer Rücksitzbank auf.

Ab etwa 13.000 Euro
Die Top-Version Emotion verfügt zusätzlich über eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 16-Zoll-Alufelgen, elektrische Fensterheber hinten, Lederlenkrad mit Radiobedientasten, Nebelscheinwerfer, MP3-fähigem CD-Radio sowie das Infotelematiksystem Blue&Me inklusive Bluetooth-Freisprechanlage und USB-Port. Auf Wunsch gibt es Scheibenwischer- und Lichtautomatik, einen Tempomaten, eine elektronische Einparkhilfe und eine Lederausstattung. Ob ESP in der Serienausstattung enthalten sein wird und ob es für beide Motoren angeboten wird, steht derzeit noch nicht fest. Alle Versionen des Linea bremsen aber mit Scheibenbremsen vorne und Trommelbremsen hinten – typisch für ein Kleinwagenderivat. Der Einstiegspreis wird bei rund 13.000 Euro liegen. Zum Vergleich: Der Grande Punto 1.4 mit 77-PS-Benziner ist ab 11.990 Euro zu haben.

Fiat glaubt nicht an den Hit
Fiat Deutschland glaubt nicht, dass der Linea hierzulande ein durchschlagender Erfolg wird: Für den deutschen Markt ist 2007 der Absatz von gerade mal 1.000 Einheiten geplant.

Fiat Linea ab Juli