Nach vier Jahren begeistert der Roadster mit noch mehr Dynamik

Vor ziemlich genau vier Jahren ging die völlig neue SL-Klasse an den Start. Jetzt erhält der Roadster die erste umfassende Produktaufwertung. Neben einigen dezenten Retuschen an der Außenhaut wurden außerdem Motoren, Antrieb und Fahrwerk sportlicher abgestimmt.

Optik kaum verändert
Die optischen Änderungen sind äußerst moderat: Ein neuer Stoßfänger mit drei großen Kühlluftöffnungen, eine stärkere Pfeilung und Nebelscheinwerfer mit Chromringen betonen die Kraft des Zweisitzers und lassen ihn optisch breiter wirken. Der matt silbern lackierte Kühlergrill hat jetzt drei Lamellen. Neue Leichtmetallräder und Heckleuchten runden die Maßnahmen ab.

Aufgewertetes Interieur
Ebenso behutsam sind die Änderungen im Innenraum. Dazu zählen eine weichere Narbung der Lederpolster, neue Interieurfarben, eine neu gestaltete Hutze mit Doppelziernaht über den Rundinstrumenten, eine neue Digitaluhr und ein neuer Schalter in Aluminiumoptik zur Bedienung des Variodachs.

Mehr Kraft unter der langen Haube
Im SL 500 kommt ab sofort ein 5,5-Liter-V8-Motor mit 388 PS und 530 Newtonmeter zum Einsatz. Damit eilt der Roadster von null auf 100 km/h in 5,4 Sekunden (Vorgängermodell: 6,2 Sekunden). Trotz der um 26 Prozent erhöhten Leistung bleibt der Kraftstoffverbrauch mit 12,2 Liter je 100 Kilometer nahezu unverändert. Auch der Sechszylindermotor des SL 350 ist mit 272 PS um elf Prozent stärker und verbraucht mit 10,3 Litern sogar einen Liter weniger als der Vorgänger. Der SL 350 beschleunigt in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h und ist damit über eine halbe Sekunde schneller als bisher. An der Spitze des Modellprogramms steht weiterhin der V12-Biturbomotor des SL 600. Seine Leistung wuchs auf 517 PS, das maximale Drehmoment auf 830 Newtonmeter. Mit dem Zwölfzylindermotor beschleunigt die SL-Klasse in nur 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Der Vorgänger brauchte hierfür ,noch" 4,7 Sekunden.

Kraftvoller Motorsound
Alle drei Motorvarianten der SL-Klasse verfügen über neu entwickelte Abgasanlagen mit einem speziell komponierten, kraftvollen Motorsound. Die V6- und V8-Modelle der neuen SL-Klasse stattet Mercedes-Benz serienmäßig mit dem Siebengang-Automatikgetriebe 7G-Tronic aus. Die Wunschausstattung 7G-Tronic Sport bietet im manuellen M-Modus um bis zu 30 Prozent schnellere Schaltvorgänge; zudem lassen sich die Gänge ähnlich wie in der Formel 1 über Lenkradpaddels wechseln.

Noch besser im Kurvenkarussel
Schließlich wurde beim SL das aktive Fahrwerk Active Body Control (Serie im SL 500 und SL 600) überarbeitet. So sollen sich die Karosseriebewegungen gegenüber dem Vorgängermodell deutlich verringern. Mit dieser Modifikation verspricht Mercedes mehr Dynamik bei unverändert hohem Komfort. Eine neu abgestimmte Lenkung mit direkterer Übersetzung sorgt darüber hinaus für erhöhte Handlichkeit.

Leichter Preisanstieg
Wie bei Produktaufwertungen üblich, sind die Preise für den Roadster je nach Modell zwischen 900 und 2.000 Euro gestiegen. So kostet der SL 350 nunmehr 81.548 Euro, der SL 500 ist 102.544 Euro teuer und für den SL 600 werden stattliche 134.096 Euro fällig.
(mh)

SL-Stern aufpoliert