Der Offroad-Klassiker geht in das Modelljahr 2007 mit vielen Neuerungen

Auf den ersten Blick mag man es kaum wahrnehmen, doch wird die Allrad-Ikone Jeep Wrangler vollkommen runderneuert in das Modelljahr 2007 gehen. Erstmalig zu sehen war der überarbeitete Offroad-Akrobat auf der Detroit Auto Show vom 8. bis zum 22. Januar 2006. Für den Herbst 2006 ist die Markteinführung in Deutschland vorgesehen.

Vollkommen neu und doch der Alte
Das Wrangler-Gesicht mit den sieben Längsstreben im Kühlergrill und den klassischen Rundscheinwerfern blieb dem Klassiker erhalten. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass die Blinker nicht mehr in den Kotflügeln, sondern unter den Scheinwerfer liegen. Außerdem wurden die Nebelscheinwerfer in den Stoßfänger aus schwarzem Kunststoff integriert. Darüber hinaus bildet die Stoßstange mit dem vorderen Unterbodenschutz eine besonders robust wirkende Einheit. Neu sind schließlich die Kotflügel, die Türgriffe, die Außenspiegel und die Motorhaube.

Weniger Hubraum, mehr Leistung
Unter eben jener Motorhaube arbeitet statt des bisherigen 4,0-Liter-Benziners ein neuer 3,8-Liter-V6-Ottomotor. Dieser leistet statt der bisherigen 177 nun 205 PS. Über die Fahrleistungen des Offroaders mit dem neuen Antrieb gibt es von Jeep noch keine Angaben.

Geländetauglichkeit verbessert
Unverändert bleibt die klassische Geländewagen-Konstruktion mit Leiterrahmen und Starrachsen vorne und hinten. Die Geländetauglichkeit der automobilen Bergziege wurde jedoch leicht verfeinert. Dazu tragen unter anderem verstärkte Dana-Steckachsen vorne und hinten, neue elektrisch aktivierbare Differenzialsperren sowie mehr Bodenfreiheit dank der größeren Räder bei.

Mehr Sicherheit, Platz und Komfort
Mit dem abschaltbaren Stabilitätsprogramm ESP und nunmehr vier Airbags wurde außerdem die aktive und passive Sicherheitsausstattung erhöht. Eine breitere Spur und ein längerer Radstand sollen die Onroad-Fahreigenschaften verbessern. Dank dieser Fahrwerksänderungen wurde auch das Platzangebot im Innenraum in allen Dimensionen erhöht. Das vollkommen neu gestaltete Cockpit wirkt deutlich moderner, aufgeräumter und edler. Das Interieur wurde mit zusätzlichen Komfortdetails aufgewertet. Neu sind elektrische Fensterheber, ein Navigationssystem mit großem Display und eine MP3-fähige Audioanlage.

Modulares Hardtop
Für Frischluft-Freunde bietet die neue Wrangler-Generation einige Leckerbissen: So besteht das Hardtop aus drei abnehmbaren Teilen. Es gibt eine vordere Dachhälfte, die sich nochmals in eine linke und rechte Hälfte teilen lässt. Die hintere Dachhälfte bildet zusammen mit den hinteren Seitenfenstern und der Heckklappe eine Einheit und ist im Ganzen abnehmbar. Alternativ kann man den Wrangler auch mit Softtop bestellen, welches neuerdings über ein großes Schiebedach verfügt. Insgesamt ist der neue Jeep Wrangler eben das, was er immer schon war: Ein Freizeitauto, das sich vor allem für Touren abseits befestigter Straßen eignet. Schade, dass es in Deutschland nur wenig Gegenden gibt, in denen man von diesen Eigenschaften profitieren kann.
(mh)

Neu und doch der Alte