Motorsport-Spezialist stellt in Birmingham ein heißes WRX-Upgrade vor

Mitte Januar 2006 hat der britische Motorsport-Spezialist Prodrive auf der Autosport International im englischen Birmingham den Prototypen eines zweisitzigen Sportcoupés vorgestellt. Das kompakte Einzelstück beeindruckt durch eine besonders eigenwillige und kraftvolle Optik sowie mit sportlichen Fahrleistungen. Obwohl es sich zunächst um eine Studie handelt, ist eine Serienproduktion nicht ausgeschlossen.

Subaru-Motor mit über 300 PS
Für das ungewöhnliche Design des P2 zeigt sich der Brite Peter Stevens verantwortlich. Er hat den P2 auf dem Chassis des Subaru R1 aufgebaut – ein in Japan vertriebenes viersitziges Mini-Auto. Zentrales Ziel der Konstrukteure war es, ein kompaktes Coupé zu realisieren, dass vor allem Agilität und Fahrspaß bietet. Dazu verhilft dem Brit-Sportler unter anderem ein turbogeladener Zweiliter-Motor aus dem Subaru Impreza WRX STi. Neben dem Motor wurde auch der Allradantrieb von Subaru übernommen und beide Komponenten umfangreich modifiziert. So soll der Vierzylinder im P2 rund 320 PS leisten. Dieser üppigen Motorkraft steht ein Fahrgewicht von lediglich 1.100 Kilogramm gegenüber. Laut Prodrive sprintet der Sportwagen somit in unter vier Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von etwa 280 km/h.

Turbolöcher weg trainiert
Im P2 kommt unter anderem ein von Prodrive entwickeltes System namens ALS (Anti Lag System) zum Einsatz. Damit soll der Turbolader bereits bei niedrigen Drehzahlen einsetzen und so über das nahezu gesamte Drehzahlband die vollen 575 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung stellen. Nervige Turbolöcher dürften den Fahrspaß somit also kaum noch trüben und jeder Gasbefehl umgehend in Vortrieb umgesetzt werden.

Allradsystem für besseres Handling
Eine weitere Besonderheit des P2 ist ein von Prodrive ATD (Active Torque Dynamics) getauftes Allradsystem. Neben einem Zentraldifferenzial kommt hierbei außerdem ein Differenzial an der Hinterachse zum Einsatz. Beide Differenziale sollen die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zwischen dem linken und dem rechten Hinterrad variieren, mit entsprechenden Vorteilen fürs Handling. Sofern der Wagen ins Untersteuern gerät – also über die Vorderräder schiebt – wird automatisch mehr Kraft an die Hinterräder umgeleitet. Sollte der Wagen jedoch übersteuern, geht die Umverteilung der Kraft automatisch in die andere Richtung.

Serienmodell für 58.000 Euro
Diese technischen Feinheiten machen fraglos Lust auf den P2. Doch hat Prodrive keine konkreten Pläne, eine derartige Fahrmaschine in Serie zu bauen. Sollte sich jedoch ein anderer Autohersteller für die Produktion des P2 interessieren, könnte laut Prodrive ein Stückpreis von rund 40.000 britischen Pfund realisiert werden, was derzeit der stattlichen Summe von rund 58.000 Euro entspricht.
(mh)

Turbogeiles Sportcoupé