Der dreitürige Kombi gibt sich dynamisch, futuristisch und praktisch zugleich

Mit dem C30 hat Volvo es bereits vorgemacht: Im Januar 2006 stellten die Schweden die Studie eines sportlichen Kombis mit drei Türen für lifestyle-hungrige Autofahrer vor. Auf dem Genfer Auto Salon, vom 2. bis 12. März 2006, wird Renault mit dem Altica ein ähnliches Konzept präsentieren. Anders als der seriennahe C30, ist der französische Sportkombi eine besonders verspielte Zukunftsvision, die jedoch wenig Aussicht auf eine Serienproduktion bietet.

Glaspalast mit LED-Augen
Auffällig am Altica ist seine große Panorama-Frontscheibe, die sich über das gesamte Dach erstreckt. Die Seitenscheiben der Türen wurden nach hinten in einer Art Mosaik verlängert, was für ungewöhnliche Ein- und Ausblicke sorgen dürfte. Apropos Blick: Die L-förmigen Frontscheinwerfer mit leistungsstarken Leuchtdioden integrieren geschickt die schmalen und länglichen Blinker.

Flügeltüren im Lambo-Style
Während sich die senkrecht stehende Hecktür nach links öffnet, sind die Flügeltüren an der A-Säule angeschlagen und öffnen schräg nach vorne oben. Das betont zusätzlich die sportliche Note der nur 1,36 Meter hohen Studie. Der dynamische Auftritt wird außerdem durch diverse Luftöffnungen sowie die weit ausgestellten Radhäuser und die wuchtigen 21-Zoll-Felgen betont.

Sportlich und praktisch: Der Innenraum
Der Innenraum des Altica wurde ebenfalls sportlich gestaltet. Hier dominieren Leder, Metall und rundliche Formen. Ungewöhnlich sind die frei schwebende Mittelkonsole und die ebenfalls frei stehende Lenksäule. Direkt hinter dem Sportlenkrad befindet sich ein kleines Display, dass je nach Fahrweise unterschiedliche Darstellungsformen für Geschwindigkeit und Motordrehzahlen bietet. Auf den vier Einzelsitzen sollen die Fahrgäste trotz der kompakten Außenmaße bequem reisen können. Darüber hinaus bietet der Altica einen großen Kofferraum, der dank der versenkbaren Fondsitze Platz für bis zu 1.300 Liter Gepäck bietet. Praktische Zusatz-Staufächer und Zurrgurte erleichtern den Transport von kleinen und großen Gepäckstücken.

Sparsam und antrittsstark
Angetrieben wird die Renault-Studie von einem 2,0-Liter-Turbodiesel in Kombination mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der zwangsbeatmete Selbstzünder leistet 177 PS und 380 Newtonmeter maximales Drehmoment. Damit soll der 1,3 Tonnen schwere Prototyp in 7,5 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und trotz sportlicher Fahrleistungen im Schnitt nur 5,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrauchen.

Spezielles Aerodynamik-Design
Diesen recht niedrigen Verbrauch verdankt der Altica unter anderem einer besonderen Aerodynamik. An der Abrisskante, wo sich Fahrzeug und Luftstrom trennen, leitet nämlich ein mechanisches System abwechselnd Luftströme durch einen zwei Millimeter breiten Schlitz. Das System produziert einen ,Synthetic Jet" abhängig von der Geschwindigkeit und soll bei 130 km/h den Luftwiderstand um 15 Prozent reduzieren.

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