Neue Optik und Motoren: Erstmals Benzindirekteinspritzung und mehr PS

Vier Jahre nach der Modelleinführung präsentiert Porsche die zweite Generation des Geländewagens Cayenne. Die verfügbaren Varianten heißen Cayenne, Cayenne S und Cayenne Turbo, der Turbo S ist noch nicht darunter. Die Modelle bekommen neben einer veränderten Optik neue, stärkere Motoren mit Benzindirekteinspritzung. Diese Direct Fuel Injection (DFI) senkt den Kraftstoffverbrauch bei einzelnen Modellen um über acht Prozent. Im realen Fahrbetrieb sind sogar Einsparungen bis zu 15 Prozent möglich, so Porsche. Die genauen Daten geben die Stuttgarter jedoch erst zur Messepremiere bei der Detroit Motorshow Anfang Januar 2007 bekannt. Am 24. Februar 2007 kommt der neue Cayenne dann zu den Händlern.

Basisversion um 40 PS stärker
Die Basisversion ist nun 40 PS stärker als bisher und leistet 290 PS. Der Hubraum des Sechszylinders wurde von 3,2 auf 3,6 Liter vergrößert und das Drehmoment kletterte von 310 auf 385 Newtonmeter. Für den Spurt von null auf 100 km/h benötigt der Cayenne 8,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 227 km/h. Zum Vergleich: Die Werte des Vorgängers lagen bei 9,1 Sekunden und 214 km/h.

Cayenne S mit VarioCam-Plus-Ventilsteuerung
Der Cayenne S mit einem auf 4,8 Liter Hubraum vergrößerten V8-Saugmotor erreicht dank neuer Benzindirekteinspritzung sowie Einführung der VarioCam-Plus-Ventilsteuerung ein Drehmoment von 500 statt 420 Newtonmeter. Er leistet jetzt 385 PS – das sind 45 PS mehr als bisher. Der Cayenne S beschleunigt in 6,6 Sekunden auf Tempo 100, seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 252 km/h. Der Vorgänger brauchte 6,8 Sekunden und schaffte 242 km/h.

Topmodell um 50 PS stärker
Beim Topmodell Turbo ist die Motorleistung im Vergleich zum Vorgänger um 50 PS gestiegen. Der neue, von zwei Abgasturboladern angetriebene Achtzylinder produziert 500 PS und 700 Newtonmeter. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Turbo in 5,1 Sekunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 275 km/h (Vorgänger: 5,6 Sekunden und 266 km/h).

Neue Wankstabilisierung PDCC
Für die Kraftübertragung sorgt das bekannte Porsche Traction Management (PTM), das die Motorkraft normalerweise im Verhältnis 62 zu 38 auf Hinter- und Vorderräder verteilt. Über eine Lamellenkupplung können je nach Bedarf bis zu 100 Prozent des Antriebsmoments nach vorn oder hinten geleitet werden. Wie bisher gehört das aktive Fahrwerk mit Luftfederung namens Porsche Active Suspension Management (PASM) beim Turbo zum Serienumfang. Diese Fahrwerksvariante ist jetzt um eine neue, von Porsche erstmals eingesetzte Wankstabilisierung namens Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) erweiterbar. Die kontinuierliche Wankregelung begrenzt die Seitenneigung des Fahrzeugs in Kurven und gleicht sie in fast allen Fahrsituationen vollständig aus, verspricht der Hersteller. Bei Fahrten im Gelände ermöglicht das System eine maximale Achsverschränkung und optimiert die Traktion. PDCC ist auch für Cayenne und Cayenne S lieferbar.

Nun auch dynamisches Kurvenlicht
Alle Cayenne-Modelle haben serienmäßig das Stabilitätssystem PSM mit Bremsassistent, weiterentwickelter Gespannstabilisierung sowie Offroad-ABS. Ein Sicherheitsplus sollen auch die Bi-Xenon-Scheinwerfer bringen, die beim Turbo Serie sind. Die haben nun neben statischem erstmals auch dynamisches Kurvenlicht, das ab einer Geschwindigkeit von drei Stundenkilometern aktiviert wird. Für Cayenne und Cayenne S gibt es dieses Licht auf Wunsch.

Neuer Basispreis bei 51.735 Euro
Die Basisversion Cayenne kostet nun mit 51.735 Euro rund 2.700 Euro mehr als bisher. Für die stärkere S-Version muss man nun 66.610 Euro zahlen und das Topmodell kostet 108.617 Euro. In der Preiserhöhung ist allerdings die um drei Prozent höhere Mehrwertsteuer enthalten.

Bildergalerie: Facelift und mehr Leistung