Der neue BMW-X3-Konkurrent fährt 2008 zu den Händlern

Schummrig dunkel ist es in der in den Berg getriebenen Tiefgarage im österreichischen Kitzbühel. Mercedes hat zu einer SUV-Veranstaltung geladen. Ganz unvermittelt wird darauf hingewiesen, dass alle Handykameras in den Hosentaschen bleiben sollen. Dann der große Moment: Ein vier mal drei Meter großes Foto des fertigen, ungetarnten Mercedes GLK schält sich aus der Dämmerung.

Er heißt GLK
Das erste, was Mercedes nach diesem Coup verlauten lässt ist, dass der Wagen offiziell GLK heißen wird. Ein Name, der sich geradezu aufdrängt. Das SUV sieht wie das perfekte Bindeglied zwischen der urig-kantigen G-Klasse und dem so genannten Fullsize-SUV GL aus. Dabei tendiert der GLK noch eher Richtung Profi-Geländewagen-G. Die Formen sind sehr klar und geradlinig. Obwohl das Foto ein schwarzes Auto zeigt, sind die Konturen gut zu erkennen. So sind selbst die Wölbungen über den Radhäusern breit und eckig. Der ganze Wagen wirkt elegant und unglaublich modern. Die steile Heckklappe erinnert in ihrer plastischen Geradlinigkeit ein wenig an das Cadillac-Design.

Interieur im Hartschaum
Nachdem wir den ungetarnten GLK von schräg vorne und schräg hinten auf Fotos sehen durften, fährt die Leinwand zur Seite. Dahinter verbirgt sich ein versteckter Raum – wie früher bei einem Computerspiel-Adventure. Und es gibt was zu entdecken: Ein mattschwarzer GLK steht dort. Wir dürfen herantreten und erkennen: Leider steht hier kein Prototyp, sondern ein stark getarntes 1:1-Modell aus Hartschaum. Die Klopfprobe erzeugt einen dumpfen Kunststoffklang, die Außenspiegel würden sich mit sehr geringem Kraftaufwand abbrechen lassen. Das einzige von außen sichtbare Metall sind die Alufelgen. Hinter den Speichen erkennen wir rund ausgeschnittene und auf Pappe geklebte Fotos von Scheibenbremsen. Aber darum geht es hier nicht. In der porösen Kunststoffwelt schlummert das original Interieur des GLK.

Stylische Lounge-Atmosphäre
Der Innenraum des Mercedes GLK wurde perfekt auf sein Äußeres abgestimmt. Gerade Bahnen und kantige Linien-Führungen mit an Dreiecke erinnernde Winkel prägen das Bild. Serienmäßig wird die gute Stube zweifarbig ausgekleidet sein. In unserem Fall kontrastierte ein sehr helles Weißgrau einen warmen dunklen Holzton.

Basiert auf der C-Klasse
Der GLK basiert auf der Plattform der neuen C-Klasse. Wie diese wird der späte X3-Konkurrent im Mercedes-Werk in Bremen vom Band laufen und preislich deutlich unter der M-Klasse angesiedelt sein. In der zweiten Hälfte des Jahres 2008 soll der GLK erstmals zu den Händlern rollen.

Bildergalerie: Hohes C: Der GLK kommt