Klein, giftig und agil – so will der Minivan in die Herzen der Europäer fahren

Für 2006 plant die Chrysler-Marke Dodge einen Europa-Feldzug. Voraussichtlich noch im Sommer wird mit dem Caliber das erste Euro-Modell in Deutschland an den Start gehen. Im Vorfeld dieser Offensive ist Dodge nach Kräften darum bemüht, die hiesige Autokundschaft auf die neue Marke vorzubereiten. Deshalb ist die Chrysler-Tochter in jüngster Zeit auch auf den wichtigen europäischen Leitmessen stets präsent. So stellt Dodge auch auf dem Genfer Auto-Salon (vom 2. bis 12. März 2006) erstmalig den Hornet vor. Der sportlich ausgelegte und aggressiv gestaltete Minivan bietet bei nur 3,85 Meter Länge einen großen und flexibel nutzbaren Innenraum. Eine Kombination von Eigenschaften, die nach Ansicht von Dodge vor allem den europäischen Autofahrer-Gaumen schmecken dürfte. Obwohl der Hornet als Studie präsentiert wird, könnte dieses Konzept zugleich einen Ausblick auf ein weiteres Serienmodell für Europa geben.

Reichlich Kompressordruck
Mit seinem markanten Gesicht schaut der Hornet recht böse drein. Große Luftöffnungen und das typische Dodge-Kreuz im Kühlergrill prägen die Front. Auf der Fahrerseite der Motorhaube befindet sich ein Lufteinlass, der die Beatmung des Motors verbessern soll. Unter der Haube arbeitet ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor. Dank Kompressoraufladung leistet das Aggregat 170 PS und 224 Newtonmeter Drehmoment bei 4.000 Touren. Damit soll der 1,4 Tonnen schwere Hornet in 6,7 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und maximal 209 km/h schnell werden.

Auf Sportlichkeit getrimmt
Das Fahrwerk des Hornet verspricht ebenfalls ein respektables Maß an Agilität. Seine breite Spur, 19-Zoll-Aluminiumräder und groß dimensionierte Bremsen sind die Zutaten, die für ein dynamisches Fahrerlebnis sorgen könnten. Den sportlichen Anspruch des Hornet unterstreichen optisch außerdem zwei breite Rallyestreifen, die über Motorhaube, Sonnendach und Heckklappe bis zum Heckdiffusor verlaufen. Im schicken Kontrast zur silberfarbenen Lackierung stehen die – inklusive des großen Sonnendaches – in Dunkelblau getönten Glasflächen.

Variabler Innenraum
Der Hornet ist aber nicht allein Fahrmaschine, er bietet außerdem zahlreiche praktische Lösungen. So ermöglichen die gegenläufig öffnenden Türen einen bequemen Einstieg, da eine B-Säule nicht vorhanden ist. Die Sitze im lichten Innenraum wurden aus einem Spezialschaum mit satinierten, silbern schimmernden Aluminiumrahmen gefertigt. Eine Konstruktion, die nach Aussage von Dodge zugleich Platz sparend und komfortabel sein soll. Der Beifahrersitz und die im Verhältnis 60 zu 40 teilbare Rückbank sind umlegbar. So entsteht neben und hinter dem Fahrersitz ein ebener und großzügiger Laderaum. Aufgestellt ist die Rückbank außerdem um 225 Millimeter in Längsrichtung verschiebbar.

Funktional und futuristisch
Der Hornet kann noch mit weiteren Clever-Lösungen überraschen: So besitzt die hintere Tür auf der Fahrerseite ein Kühlfach für Getränke, in der gegenüberliegenden Tür steckt ein Klapptisch. Alle Türen haben stoffbezogene Armauflagen und ausziehbare Cupholder. Das modulare Armaturenbrett der Dodge-Studie besteht aus zwei stoffbezogenen Teilen, die von einer satinierten Mittelkonsole unterteilt werden. In der Mitte oben befindet sich der Navigationsbildschirm mit spiegelfreiem Glas. Der dreiteilige Instrumententräger mit seinen sechs Anzeigen ist mit der Lenksäule verbunden und bewegt sich beim Einstellen des Lenkrades komplett mit.
(mh)

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