Fiat präsentiert sich auf der Bologna Motor Show von seiner sportlichen Seite

Fiat zeigt sich auf der 31. Bologna Motorshow vom 7. bis zum 17. Dezember 2006 von seiner sportlichen Seite: Mit dem Panda Dakar und dem Grande Punto Rally Super 2000 präsentiert der italienische Automobilhersteller zwei Rallye-Fahrzeuge, die bereits sportliche Lorbeeren geerntet haben. Auf andere Weise sportlich geben sich die Concept Cars Panda Tanker und Adventure: Der Panda Tanker ist ein auf den Transport von sportlichem Equipment reduziertes Fahrzeug, der Adventure soll als innovativer Sport-Zweisitzer überzeugen.

Panda Dakar: Kompakter Wüstenfuchs
Wenn am 6. Januar 2007 in Lissabon die legendäre Rallye Paris-Dakar startet, dann nehmen auch zwei Panda die exakt 8.696 Kilometer lange Strecke in Angriff. Ein Unterfangen, für das die beiden in der Kategorie der besonders seriennahe Fahrzeuge gemeldeten Fiat entsprechend umgerüstet wurden: Der Panda Dakar basiert auf der Cross-Version der Baureihe. Er wird von einem 105 PS starken 1,3-Liter-Multijet-Turbodiesel angetrieben. Der Motor überträgt seine Kraft auf alle vier Räder, ein automatisches Viskogetriebe samt Sperrdifferenzial soll auch bei der Fahrt über die Wüstenpisten ausreichend Grip garantieren.

Vom Cross-Panda zum Panda Dakar
Dem für einen Kleinwagen ungewöhnlichen Einsatz angepasst wurde auch das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung an allen vier Rädern und individuell einstellbaren Stoßdämpfern. Der im Heckbereich voll verkleidete Panda Dakar wurde auch im Kofferraum entsprechend seinem Einsatz aufgerüstet: Zwei Alu-Schienen (hilfreich nach dem Festfahren im Wüstensand), drei Ersatzreifen, ein Wasservorrat für das Team und eine Reihe Werkzeuge sollen den kleinen Fiat rallyetauglich machen.

Grande Punto Rally: Der Siegertyp
Der stärkste Grande Punto ist der Rallye Super 2000. Die für den Einsatz im Rallyesport entwickelte Allradversion entspricht dem so genannten Super-2000-Reglement und verfügt über einen 280 PS starken Zweiliter-Saugmotor. Mit renommierten Fahrern hinter dem Steuer fuhr der Fiat in der Saison 2006 bei diversen Rallye-Einsätzen auf das Siegerpodest. Und das so oft, dass am Ende der Gewinn der italienischen Rallye-Meisterschaft 2006 als Lohn der Mühe stand. Auch in der Saison 2007 wird der erfolgreiche Rallye-Punto wieder bei Meisterschaften eingesetzt.

Grande Punto R3D/VK mit Diesel
An die Erfolge des Rallye Super 2000 möchte 2007 auch der Grande Punto R3D/VK anknüpfen. Der in der neuen Gruppe R startende Fiat-Sportwagen setzt dabei auf Dieselpower: Der von Fiat Powertrain Technologies aufbereitete 1,9-Liter-Multijet-Diesel leistet 185 PS. Dank eines auf den Rallyesport abgestimmten Fahrwerks und entsprechenden Bremsen sollen diese optimal in Vortrieb umgesetzt werden.

Panda Tanker: Der Sport-Transporter
Eine andere Zielrichtung verfolgt der Panda Tanker: Das in Zusammenarbeit des Centro Stile Fiat mit Dainese, einem italienischen Hersteller von Motorrad-, Ski- und Mountainbikebekleidung, entstandene Concept Car basiert auf dem Panda 4x4. Es hat nur zwei Sitze und drei Türen. Ein Konzept, das zusammen mit einem funktionellen und wandlungsfähigen Innenraum auf die Bedürfnisse freizeitorientierter Kunden abgestimmt sein soll. Die Karosserie des Panda Tanker ist in einem satiniertem Mattgrau lackiert. Verkleidungen aus Titanfaser sollen Schutz bieten und auch optische Stabilität ausdrücken.

Praktischer Sporttransporter auf Panda-Basis
Der Innenraum beschränkt sich auf das Wesentliche: Die sportlichen Sitze bestehen aus einer Titanfiber-Schale, alles ist auf Funktionalität ausgerichtet und konzentriert sich konzeptionell auf den Platz hinter den Sitzen: Das Hauptaugenmerk wurde auf eine flexible Laderaumgestaltung mit möglichst viel Stauraum gelegt. Mithilfe elastischer Gurte entlang eines klappbaren Rohres in Aluoptik sollen sich auch größere Gegenstände fest verstauen lassen. Mehrere Container dienen der Aufnahme von kleineren Utensilien.

Fiat Adventure: Sport-Off-Roader mit Pfiff
Bei dem vom Fiat Styling Center entworfenen Concept Car Adventure handelt es sich um einen zweisitzigen Sport-Off-Roader, der die Eigenschaften eines Sportwagens mit denen eines Off-Road-Fahrzeugs verbinden soll. Dem entsprechend ist auch der Auftritt: Während sich die Offraod-Gene in Form großer Bodenfreiheit, eines Unterfahrschutzes an Front und Heck sowie 18-Zoll-Felgen ausdrücken, verleihen die runde Dachpartie und das Heck mit seinem massigen Spoiler samt integrierten Rückleuchten der Studie einen sportlichen Auftritt. Weitere Besonderheiten sind die aerodynamisch geformte Dachreling, das auf der Heckklappe montierte Ersatzrad und die breit ausgestellten Radläufe.

Die Farbe ist eine Frage des Blickwinkels
Die Lackierung in Metallic-Tricoat-Orange, die dank ihres irisierenden Effekts (Brechung des Lichts an der Oberfläche) je nach Betrachtungswinkel farblich zwischen Gelb und intensivem Rot wechselt, ist ein weiterer Hingucker. Im Innenraum wird das Fiat-Adventure-Konzept fortgeführt: Er ist in Schwarz, Silber und Orange gehalten. Farben, die sich an den Sitzen, dem Lenkrad und den Sitzgurten wieder finden. Ein Kompass und ein Höhenmesser in der Mittelkonsole unterstreichen die Offroad-Ambitionen und runden die Ausstattung ab. Das frontgetriebene Concept Car wird von einem 167 PS starken 2,4-Liter- Vierventil-Motor angetrieben, der seine Kraft über 285er-Reifen auf den Asphalt – oder den losen Untergrund – überträgt.
(cn)

Bildergalerie: Fiat ganz sportlich