Umweltfreundliche Strategien für 4x4-Antriebe

Land Rover präsentiert auf dem diesjährigen Genfer Salon ein Paket an zukunftsweisenden Antriebstechniken. Die unter dem Stichwort ,Land­_e" gebündelten und in einem Technologieträger gezeigten Innovationen sollen helfen, Verbrauch und Schadstoffausstoß zu minimieren.

Elektroantrieb für die Hinterachse
Eine Schlüsselrolle kommt dem integrierten elektronischen Hinterachsantrieb zu. Er ersetzt den mechanischen Antrieb der Hinterräder nicht, sondern unterstützt ihn. Das heißt: Nur bei Bedarf stellt die kompakt bauende Elektro-Kraftquelle im Gelände, auf rutschigem Untergrund oder im Anhängerbetrieb zusätzliches Drehmoment zur Verfügung.

In der Stadt mit E-Motor fahren
Doch nicht nur das: So reicht etwa in der Stadt der Elektroantrieb aus, um lautlos im Verkehr mitzuschwimmen und dabei sogar bis auf 32 km/h zu beschleunigen. Bei Bedarf startet der integrierte Starter-Generator jederzeit den Verbrennungsmotor. Dann ist der Land Rover mit der Kraft zweier Herzen unterwegs. Erst ab knapp 100 km/h übernimmt der Verbrennungsmotor den alleinigen Vortrieb.

Beim Bremsen wird aufgeladen
Das durch den E-Motor im unteren Drehzahlbereich zusätzlich gewonnene Drehmoment verbessert nicht nur die Geländegängigkeit, sondern steigert auch die Energieeffizienz durch Nutzung der in einer Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterie gespeicherten Spannung. Aufgeladen wird der Speicher durch Zuführung der beim Bremsen entstehenden kinetischen Energie. Muss besonders scharf gebremst werden, verzögern die hydraulische Bremsanlage und das regenerative System den Land Rover gemeinsam.

Startergenerator ersetzt Anlasser
Ein weiteres Mittel zur Verbrauchs- und CO2-Reduzierung ist der integrierte Kurbelwellen-Startergenerator. Er vereint die Funktionen von Lichtmaschine und Anlasser und schaltet den Motor über ein Start/Stop-System beim Stillstand vor der Ampel oder Bahnschranke automatisch ab. Im Zusammenspiel mit dem regenerativen Bremssystem sieht Land Rover eine CO2-Senkung von 20 Prozent als realistisch an.

Kardanwelle reduziert Verluste
Zum Land­_e-Konzept gehört des Weiteren eine neuartige Kardanwelle. Sie minimiert die beim Wechsel von Front- auf Allradantrieb und umgekehrt auftretenden Reibungsverluste. Zugleich erfolgt der Wechsel in den 4x4-Betrieb absolut verzögerungsfrei und vollautomatisch. Weiterhin runden eine elektrische Servolenkung und Wasserpumpe sowie eine optimierte Vernetzung aller Elektronikkreisläufe die energiesparenden Maßnahmen ab.

30 Prozent Einsparungen
Die Folge: In der Summe aller Einzelsysteme sollen bis zu 30 Prozent eingespart werden können. Das entspräche einem Durchschnittsverbrauch von 5,65 Liter auf 100 Kilometer. Zugleich würden die CO2-Emissionen auf Basis eines Modells im Freelander-Format auf unter 150 g/km sinken. Damit lägen sie auf dem Niveau eines Ford Fiesta mit Benzin-Motor oder eines Ford Focus mit Turbodiesel-Aggregat.

,Land_e": Allrad-Hybrid