Sportliche Mittelklasse-Limousine kommt mit 6,2-Liter-Achtzylinder-Motor

In der Rennsportserie DTM sorgen Rennwagen auf Basis der neuen C-Klasse bereits für spannenden Motorsport. Jetzt bringt der Affalterbacher Veredler mit dem C 63 AMG ein Schwestermodell mit Straßenzulassung auf den Markt. Die neueste V8-Variante der Mittelklasse-Baureihe ist bereits die fünfte Generation der AMG C-Klasse, deren Stammbaum bis zum C 36 AMG von 1993 zurückreicht.

Breite Kotflügel für den Mittelklasse-Sportler
Bereits optisch ist der C 63 AMG eine starke Erscheinung: Die Frontansicht dominieren eine neue Motorhaube und ein AMG-Kühlergrill. Dessen Waben finden sich auch in den Kühlluftöffnungen der neuen Frontschürze wieder. Weit nach außen gerückte Nebelscheinwerfer betonen die Breite des Fahrzeugs ebenso wie die ausgestellten vorderen Kotflügel mit klassischem ,6.3 AMG"-Schriftzug. Mit den Wunschausstattungen Bi-Xenonscheinwerfer oder ,Intelligent Light System" verfügt der C 63 AMG zudem über abgedunkelte Frontscheinwerfer. In der Seitenansicht legen Schweller das Fahrzeug optisch tiefer. Die Heckansicht wird von LED-Leuchten, einer neuen Heckschürze mit Diffusoreinsatz und einer Sport-Abgasanlage mit zwei verchromten Doppelendrohren dominiert.

6,2-Liter-Achtzylinder-Motor mit 457 PS
Unter der Haube arbeitet der bereits aus anderen Mercedes-Modellen bekannte 6,2 Liter große Achtzylinder-Motor, der mit 457 PS seinem 470-PS-Pendant im C-Klasse-Renntourenwagen aus der DTM hinsichtlich der Leistung recht nahe kommt. Ein maximales Drehmoment von 600 Newtonmeter ist ein Garant für ordentlich Druck, zumal zwischen 2.000 bis 6.250 Umdrehungen permanent über 500 Newtonmeter zur Verfügung stehen. Die C-Klasse spurtet mit ihrem Leistungsgewicht von 3,6 Kilogramm pro PS in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Bei 250 km/h wird dem Vortrieb ein elektronischer Riegel vorgeschoben.

Siebengang-Automatik und Zwischengas-Funktion
Die "AMG Speedshift Plus 7G-Tronic"-Automatik soll für schnelle Gangwechsel sorgen. Ausgestattet mit Schaltpaddles hinter dem Sport-Lenkrad und drei Fahrprogrammen ermöglicht das Siebengang-Getriebe wahlweise eine betont sportliche oder komfortorientierte Fahrweise. Je nach Schalt-Modus sollen so bis zu 50 Prozent schnellere Schaltvorgänge möglich sein. Ein einfacher Tastendruck genügt, um das gewünschte Fahrprogramm zu aktivieren. Als erstes AMG-Fahrzeug verfügt der neue C 63 AMG außerdem über eine automatische Zwischengas-Funktion beim Herunterschalten. Der dadurch erreichte nahezu lastfreie Rückschaltvorgang soll sich besonders beim Anbremsen vor Kurven und auf Rennstrecken positiv bemerkbar machen.

Sportfahrwerk und Mega-Stopper
Für ein verbessertes Handling verpasst AMG der C-Klasse ein Sportfahrwerk, eine neu konstruierte Radführung und eine neu konzipierte Dreilenker-Vorderachse mit 35 Millimeter mehr Spurweite. Passend dazu wurde die Sportparameterlenkung direkter und präziser abgestimmt, so AMG. Auch die Raumlenker-Hinterachse präsentiert sich grundlegend überarbeitet: Eine um zwölf Millimeter breitere Spur sowie mehr Sturz sollen eine bessere Kurvenperformance ermöglichen. Verstärkte Antriebswellen und Gelenke dienen der Steigerung der Standfestigkeit und runden die Maßnahmen an der Hinterachse ab. Passend hierzu rollt die AMG-C-Klasse auf neuen 18-Zoll-Leichtmetallrädern mit 235er-Reifen vorn beziehungsweise 255er-Pneus hinten. Optional sind 19-Zoll-Felgen erhältlich. Hinter den Rädern verrichten innenbelüftete und gelochte Scheibenbremsen ihren Dienst. An der Vorderachse kommen 360-Millimeter-Scheiben mit Sechskolben-Festsätteln zum Einsatz, hinten übernehmen 330 Millimeter große Scheiben und Vierkolben-Festsättel die Verzögerungsarbeit.

Dreistufen-ESP mit Traktionslogik
Speziell auf hohe Fahrdynamik zugeschnitten präsentiert sich zudem das elektronische Stabilitäts-Programm ESP. Der C 63 AMG verfügt als erstes AMG-Modell über ein neues Dreistufen-ESP mit Sport-Funktion und den drei Einstellungen ,ESP On", ,ESP Sport" und ,ESP Off". Da bereits ESP Sport leichte Drifts zulässt, weist AMG ausdrücklich darauf hin, dass die Einstellung ESP Off nur von versierten Fahrern auf abgesperrten Rennstrecken genutzt werden sollte, da hier keinerlei Regeleingriffe erfolgen. In jedem Modus stehen beim Betätigen des Bremspedals wieder alle Funktionen des ESP zur Verfügung. Die Traktionslogik ist unabhängig von der Einstellung permanent aktiv. Bei beginnendem Durchdrehen eines Antriebsrades wird durch den gezielten Bremseneingriff die Wirkung eines mechanischen Sperrdifferenzials erzielt. Somit soll die Motorleistung bestmöglich auf die Straße übertragen werden.

Sportliches Innenleben
Das Interieur wurde ebenfalls auf Dynamik getrimmt. So sind Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und adaptiven Lehnen mit Verstellmöglichkeiten für Seitenwangen und Lordosenunterstützung serienmäßig an Bord. Sie sind mit einer Ledernachbildung in Schwarz und Riffgrau ausgestattet. Optional bietet der Tuner verschiedene Nappaleder-Ausstattungen an. Ein weiteres Schmankerl ist das Kombi-Instrument mit neu gestalteten Zifferblättern, spezifischem Schriftbild, neuem Nachtdesign, einer 320-km/h-Skala und roten Zeigern. Im Zentraldisplay bietet das neue AMG-Hauptmenü zahlreiche Einstellmöglichkeiten und informiert etwa über den ESP-Modus oder das Getriebe-Fahrprogramm. Ein ,Racetimer" bietet außerdem die Möglichkeit zur Ermittlung der Rundenzeit. Der Marktstart des C 63 AMG wurde für 2008 angekündigt. Zu den Preisen hüllt sich AMG bisher noch in Schweigen.

Bildergalerie: C im Rennstrecken-Trimm