Der Sportwagen vom US-Tuner wird zum Teil auch in Deutschland gebaut

Callaway hat sich mal wieder eine Corvette vorgenommen und daraus ein ganz eigenständiges Sportauto gemacht. Firmengründer Reeves Callaway: "Wir wollen mit unserem Wagen Klassenbester sein und trotzdem ein alltagstaugliches Fahrzeug anbieten."

Nicht wiederzuerkennen
Das mit dem stilistisch autark wirkenden Fahrzeug ist gelungen: Durch Neuzeichnung sämtlicher Verkleidungsteile haben die Tuner aus dem lieblichen Connecticut ein Fahrzeug geschaffen, dass auch Kenner nicht auf den ersten Blick als Corvette entlarven würden. Dabei ist ein sportlich schickes Mobil entstanden. Besonderes Augenmerk verdienen die Felgen: Vorne 19 Zoll groß mit 289/30er Reifen, hinten 20-Zöller mit 345/25er Pneus, besteht ihr Herz aus geschmiedetem Magnesium, der Ring, auf dem der Reifen ruht, wird aus Kohlefaser gebacken. Damit zählen diese Felgen zu den leichtesten Radaufnahmen weltweit.

Zünftiges Aggregat
Schon die Basismotorisierung des C16 ist nichts für schwache Nerven: 568 PS und ein Drehmoment von 717 Newtonmetern pressen die Besatzung in ihre Recaro-Pole-Position-Sitze. Aber wer es wirklich krachen lassen will, der greift zum optionalen 625-PS-Sechsliter-V8 mit Kompressoraufladung. Das LS2-Triebwerk lässt 789 Newtonmeter von der Leine. So geht's in 3,3 Sekunden von null auf 97 km/h – die 100er Marke dürfte also in 3,4 Sekunden fallen. Drei Schaltungen stehen zur Kraftaufteilung zur Verfügung: Eine manuelle Sechsgangschaltung, eine weitere manuelle Sechsgangschaltung, deren erste vier Gänge aber für mehr Sportlichkeit kürzer übersetzt wurden, und eine Sechsgangautomatik mit Schaltpaddles.

Deutscher Dämpfer
Gefedert wird der schnelle Ami von deutscher Technik: Eibach-Schraubendämpfer sollen genau die richtige Straßenlage sowohl in der Stadt als auch auf der Rennpiste bewerkstelligen. Die Endrohre sind aus Edelstahl gefertigt und gucken in speziellem Doppel-D-Design aus dem Wagen. Gebremst wird vorne mit Sechskolben-Bremszangen, hinten müssen vier Kolben reichen. Sowohl am Bug als auch am Heck wird die Bremswärme mithilfe von 355er Scheiben erzeugt.

Innen ungewöhnlich
Auch innen spielt Callaway mit der über Jahre erworbenen Rennsporterfahrung. Das handgearbeitete Fahrzeug wartet mit Alcantara und Deutschleder auf. Deutschleder ist dabei kein Leder, sondern ein extrem robuster dichter Stoff mit leicht glänzender Oberfläche, der bevorzugt zur Herstellung von stabiler Arbeitsbekleidung verwendet wird (der ,König der Zunftstoffe"). Jedes Fahrzeug wird auf Anfrage gebaut und innen mit einer Platte versehen, auf welcher die Seriennummer eingarviert wurde. In den USA kostet die Basisversion umgerechnet 99.888 Euro. In Deutschland wird es den C16 voraussichtlich ab Mitte 2007 geben. Die Gespräche mit dem TÜV laufen bereits, um die Grundlagen für eine Homologation zu entwickeln.

Bildergalerie: Die Über-Corvette