Deutsche Verkehrswacht begrüßt Entscheidung des Bundesrates

,Das Alkoholverbot für Fahranfänger wird Leben retten", kommentiert Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht, das heute vom Bundesrat verabschiedete Gesetz. ,Wir erwarten einen Rückgang der alkoholbedingten Unfälle während der Probezeit. Null Promille für Fahranfänger ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit."

Zwei Punkte und 125 Euro Bußgeld
Das von der Bundesregierung eingebrachte Gesetz sieht vor, dass für Fahranfänger in der zweijährigen Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres die Null-Promille-Grenze gilt. Verstöße gegen die Null-Promille-Grenze kosten 125 Euro Bußgeld und zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Verpflichtend wird darüber hinaus die Teilnahme an einem Aufbauseminar. Außerdem verlängert sich die Probezeit um weitere zwei Jahre. Unterhalb eines Alkoholpegels von 0,5 Promille wird auf ein Fahrverbot verzichtet.

Hohes Unfallrisiko bei jungen Fahrern
Mit der neuen Regelung soll der besonderen Gefährdung junger Fahrer begegnet werden. Die fehlende Routine beim Autofahren, ein Mangel an Erfahrung, Risikofreude und eine Überschätzung des eigenen Könnens bilden das spezifische Gefahrenpotenzial von Fahranfängern. Untersuchungen belegen, dass ihr Unfallrisiko schon bei der geringen Menge von 0,1 Promille Alkohol um 25 Prozent steigt und sich bei 0,5 Promille sogar verdoppelt.

Überproportionaler Unfallanteil
Auch die Statistik belegt das Gefährdungspotenzial: Obwohl der Anteil der jungen Fahrer an der Gesamtbevölkerung im Jahr 2005 nur bei 8,2 Prozent lag und sie nur 11 Prozent der Führerscheininhaber stellen, waren sie an 33 Prozent der Unfälle unter Alkoholeinfluss beteiligt. Annähernd 2.000 alkoholisierte Fahrer zwischen 18 und 21 Jahren waren im Jahr 2005 in Unfälle verwickelt. In der Altersklasse der 21- bis 25-Jährigen waren es nochmals fast 2.300 junge Fahrer.