Formel 1 Safety-Car stand Pate bei der Konzeption

Die Mercedes-eigen Sportwagenschmiede AMG modifizierte anlässlich des Lifestyle-Events ,AMG Ultimate Experience Asia" einen ohnehin schon leistungsfähigen SLK 55 AMG gezielt an Fahrwerk, Bremsanlage und Kühlung. Das Event für fernöstliche Sportwagen-Enthusiasten fand im Rahmenprogramm des Formel 1 Grand Prix in Sepang (Malaysia)statt.

Leichtbau für mehr Fahrdynamik

Auffälligstes Merkmal des getunten SLK ist ist ein Hardtop aus Kohlefaser-Verbundstoff. Der Verzicht auf die Mechanik und Hydraulik des Variodach spart rund 25 Kilogramm. Durch den niedrigeren Schwerpunkt reduzieren sich die Nick– und Wankbewegungen des Fahrzeuges, was der Fahrdynamik zugute kommt. Um das zusätzliche Gewicht der Bremsanlage, des 80-Liter-Renntanks, des Überrollbügels und der Feuerlöschanlage zu kompensieren, kamen Schmiederäder, eine optimierte Sportabgasanlage, leichtere Türverkleidungen und ein GfK-Schalensitz zum Einsatz. Um ein Leergewicht von unter 1.500 Kilogramm zu erreichen, verzichteten die Ingenieure sogar auf Dämmstoffe.

Vom Motorsport auf die Straße

Fahrwerk, Räder und Bremsanlage stammen weitestgehend aus dem Formel 1-Safety-Car der Jahre 2004 und 2005. Die besonders leichten und in aufwendiger Schmiedetechnologie gefertigten 19-Zoll-Leichtmetallräder zieren vorne 235- und hinten 265-Reifen. Das spart gegenüber konventionellen Aluminium-Gussräden pro Rad ein Drittel an Gewicht.
An der Vorderachse übernehmen 360 mm große Verbundbremsscheiben mit Sechskolben-Festsätteln und speziellen Rennbremsbelägen die Verzögerung. An der Hinterachse kommen 330 mm große Stahlbremsscheiben mit Vierkolben-Bremssätteln zum Einsatz. Um die besonders stark belasteten vorderen Bremsen besser kühlen zu können, wurden spezielle Kühlluftkanäle entwickelt.


V8-Motor leistet 360 PS und 510 Newtonmeter

Um allen klimatischen Bedingungen gewappnet zu sein, wird das 360 PS starke 5,5-Liter-Triebwerk von zwei zusätzliche Motorölkühlern und einem Getriebeölkühler gekühlt. Alle drei finden in der neu gestalteten Frontschürze Platz. Die Gänge werdem wie im Rennsport üblich manuell über Lenkrad-Paddles gewechselt.

Perfektes Rennstrecken-Handling

Um eine nahezu ausgeglichene Gewichtsverteilung von 52 zu 48 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse zu erzielen, wanderten Batterie und Tank in den Kofferraum. Der Renntank verhindert mit Schaumstoffeinlagen ein Hin- und Herschwappen des Kraftstoffs. Im Innenraum heißt es Funktionalität statt Komfort: ein Sitz mit Sechspunkt-Gurt und feuerfestem Stoffbezug soll optimalen Seitenhalt, der Überrollkäfig und die Feuerlöschanlage die nötige Sicherheit garantieren.
(os)

Bildergalerie: Puristischer SLK 55 AMG