Der Umweltschoner soll sparsamer und leistungsfähiger sein als der Vorgänger

,Die Klimaschutzziele zu erreichen, hat für Honda oberste Priorität," sagt Yasuhisa Maekawa, Präsident der Entwicklungsabteilung von Honda Europe. Er vertritt die Auffassung, dass der effektive Nutzen neuer Konzepte am schnellsten zum Tragen kommt, wenn man sie nicht nur einer Minderheit zu Gute kommen lässt, sondern der breiten Masse zugänglich macht.

Honda: Erfinder des Hybridantriebs
1999 stellte der weltgrößte Motorenhersteller mit der Markteinführung des Insight solch ein neues Konzept vor. Das erste Serienhybridfahrzeug war geboren. Der Insight gewann zehn Mal den ,Engine of the Year-Award" und überzeugte die Juroren vor allem durch seine Ausgewogenheit und die niedrigen Abgasemissionen. Dennoch sonnten sich die Honda-Ingenieure nicht in ihrem Erfolg, sondern entwickelten fleißig weiter. Mit dem Civic Hybrid bringt Honda am 20.Mai nun die zweite Generation der Hybridfahrzeuge auf den deutschen Markt. ,Wie schon beim Vorgänger haben wir den Verbrennungsmotor ganz klar als Primärantrieb ausgelegt", erklärt Maekawa, ,die Kraft des Elektroaggregates nutzen wir deshalb als zusätzliche Unterstützung etwa beim Anfahren und Beschleunigen." Anders als beim ersten Civic Hybrid erfolgt der Antrieb im neuen Modell bei langsamer Fahrt auf ebener Strecke ausschließlich im elektrischen Modus und es wird kein Tropfen Kraftstoff verbraucht.

Innovative Technik spart Kraftstoff
Um die Technologie ideal zu nutzen, wird beim Abbremsen des Fahrzeugs die Kraftstoffzufuhr abgeschaltet und der Elektromotor arbeitet als Generator. Die dabei gewonnene Energie wird in der Batterie gespeichert. Daraus resultiert ein kombinierter Normverbrauch von 4,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Zum Vergleich: ein herkömmlicher Civic mit 1,8 Liter-Motor verbraucht im Schnitt 6,4 Liter Super bleifrei auf 100 Kilometer.Auch die Emissionswerte konnten nochmal gesenkt werden: pro Kilometer wird die Umwelt mit nur noch 109 Gramm CO2 belastet.


1,3-Liter-Motor leistet 95 PS
Für seinen vergleichsweise geringen Hubraum leistet das Hybridsystem erstaunliche Leistungen. Beim Sprint von 0 auf 100 km/h stoppt die Uhr bei 12,1 Sekunden, die Tachonadel hört bei einer Geschwindigkeit von 185 km/h auf, sich im Uhrzeigersinn zu drehen. Die Leistungssteigerung des Zwitters um etwa 25 Prozent resultiert aus dem deutlich effizienteren Elektromotor und dem für den Hybridantrieb optimierten Benzinmotor. Durch sein intelligentes Motor-Management wird eine dreistufige Ventilsteuerung überwacht, die die verschiedenen Antriebsmodi je nach Bedarf steuert.

Neue Detaillösungen im Hybridmotor
Im Inneren des Motors arbeitete eine 3-Stufen-Ventilsteuerung, die eine optimale Anpassung an verschiedenste Fahrbedingungen ermöglicht. Sie führt bei gleichzeitiger Optmierung des Ansprechverhaltens zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Der Benzinmotor besitzt Hondas i-DSI Zündsystem und arbeitet mit zwei Kerzen pro Zylinder. Die selektive oder gleichzeitige Ansteuerung der Kerzen begünstigt eine optimaleVerbrennung. Im Elektromotor regelt ein Inverter die Drehzahl und führt dadurch ebenfalls zu einer Senkung des Spritverbrauchs. Beim Gangwechsel kommt ein stufenloses Automatikgetriebe zum Einsatz. Es wurde neu entwickelt und erlaubt eine wesentlich größere Spreizung der Übersetzungsverhältnisse. Das verbessert zum einen die Beschleunigung und zum anderen hält es die Drehzahlen bei hoher Geschwindigkeit niedrig.

Bessere Nutzbarkeit des Innenraum
Die Innovationen machen auch nicht vor dem Interieur Halt. Neu ist die Armaturentafel die in eine obere und untere Funktionsebene unterteilt wurde. Im direkten Blickfeld des Fahrers befinden sich in der oberen Anzeige Tachometer und die Anzeige des Momentanverbrauchs. In der unteren Hälfte sind der Batterieladezustand, der Status des Motors sowie bei abgeschaltetem Antriebsstrang eine Auto Stop-Anzeige untergebracht. Durch das relativ kleine, in Höhe und Länge verstellbare Multifunktionslenkrad soll jeder Fahrer seine optimale Position auf den neu konstruierten, breiten Sitzen finden. Der Gangwahlhebel fügt sich nahtlos in die zahlreichen Ablagefächer ein.


Viele Extras zu günstigem Preis
Zum Einstiegspreis von 22.900 Euro verfügt der Civic Hybrid über eine umfangreiche Serienausstattung wie zum Beispiel elektrische Fensterheber, MP3-fähigen sechsfach CD-Wechsler, Multifunktions-Lederlenkrad, Alarmanlage, Sitzheizung vorn und Klimatisierungsautomatik. Diese arbeitet mit einem Hybridkompressor, der je nach Bedarf auf Verbrennungs- oder Elektromotor zugreift. Um den Spritverbrauch niedrig zu halten, treibt bei stehendem Verbennungsmotor und zum Halten der eingestellten Temperatur der Elektromotor den Kompressor an.

Mehr Sicherheit für Insassen und Fußgänger
Für die Sicherheit der Insassen besitzt der Honda Civic serienmäßig ABS, die elektronische Bremskraftverteilung EBD, den Honda-eigenen Fahrzeugstabilitätsassistenten VSA, sechs Airbags und aktive Kopfstützen.
Um im Falle eines Unfalles die Verletzungsgefahr für Fußgänger so gering wie möglich zu halten, verformen sich bei einem Aufprall Motorhaube und die vordern Kotflügel. Motorhaubenaufhängung, Scheibenwischerarme und Kotflügelhalterungen besitzen zudem Sollbruchstellen um bei einem Unfall Energie abzubauen.

Honda setzt auf Hybridsysteme
Honda ist für die Zukunft gewappnet Die Produktionskapazitäten wurden deutlich erhöht und eine weitgehende Standardisierung aller Komponenten soll für eine Kompatibilität des Hybridsystem mit beinahe allen aktuellen und kommenden Modellen sorgen. Maekawa sagt dazu abschließend: ,Zur Erreichung einer dramatischen Absatzsteigerung haben wir die technischen Weichen bereits gestellt, um die Hybridtechnologie auch in anderen Modellen anbieten zu können."
(os)

Honda Civic Hybrid