Der C-XF kann nicht nur mit einer Light-Show beim Starten des Motors aufwarten

Jaguar möchte mit einer auf der North American International Auto Show in Detroit vom 7. bis zum 21. Januar präsentierten Studie die Designrichtung für künftige Modelle aus dem Hause zeigen. Die viertürige Limousine C-XF präsentiert sich als Mischung aus puristischem Design und Dynamik.

Jaguar will cooler werden
Für das Design des C-XF war das gleiche Team verantwortlich, das auch den Sportwagen XK entwarf. ,Ein Jaguar sollte als cooles Auto gelten", meint Ian Callum, Designdirektor von Jaguar. ,Denn coole Autos ziehen interessante, kantige Typen an. Die nächste Jaguar-Generation will genau das bewirken."

Kühlergrill soll an Jet-Triebwerk erinnern
Die Front des C-XF wird durch einen schwarz verchromten Kühlergrill dominiert, der an ein Jet-Triebwerk erinnern soll. Neue Wege gingen die Jaguar-Designer auch beim Design der Scheinwerfer: Anstelle des für die aktuellen Limousinen bindenden Vieraugen-Themas wählten sie einteilige, keilförmige und eckig geformte Einheiten. Direkt von hinten betrachtet wirkt der C-XF sehr breit und kräftig, was durch einen Diffusor noch verstärkt wird, zusätzlich soll dieser den Anpressdruck auf die Hinterräder erhöhen.

Designhighlights und Schalensitze
Der Innenraum bietet lederbezogene Schalensitzen. Diese sollen dank ihres großzügig gepolsterten Lendenwirbelbereichs und spezieller Belüftungskanäle sehr guten Komfort bieten. Auch die hinteren Passagiere nehmen in Einzel-Sitzschalen Platz. Zwischen den Sitzen verläuft ein hoher Mitteltunnel.

Light-Show beim Startvorgang
Das Anlassen des Motors beginnt mit dem auf dem Mitteltunnel platzierten roten Starterknopf. Beim Druck auf die Taste weichen konzentrisch geformte Aluminium-Ringe nach unten und zur Seite und geben so den Wählhebel des Sechsstufen-Automatikgetriebes frei. Springt der Motor an, beginnt eine kleine Light-Show: Ein blauer Lichtring dringt aus der Mitte der Instrumententafel und dehnt sich über den gesamten Innenraum bis zu den Rücksitzen aus. Zusätzlich taucht eine im Dachhimmel integrierte elektro-lumineszente Konsole den Fahrgastraum in ein gedämpftes blaues Licht. Auch von außen wird der Startvorgang signalisiert – durch das Aufflammen eines blauen Lichts aus dem Bereich des Kühlergrills.

Berührungsfreie Bedienelemente
Die Türen werden über die berührungsfreie Prototypentechnologie ,JaguarSense" mit vier unsichtbar in den Türen versteckten Sensoren geöffnet. Diese reagieren bereits, wenn eine Hand über sie streicht. Dann fahren zuvor verdeckte Türgriffe aus – und sind einsatzfähig. Ein fünfter Sensor befindet sich im Armaturenbrett und reagiert auf eine sich nähernde Hand mit der Freigabe eines Infotainment-Monitors.

,Dual View"-Monitor
Außerdem dreht sich der mittlere Teil des Instrumentenbretts um 90 Grad und gibt einen so genannten ,Dual View"-Monitor frei, der verschiedene Darstellungen für Fahrer und Beifahrer anzeigt. So kann zum Beispiel der Beifahrer einen DVD-Film sehen, während der Pilot den Befehlen des Navigationssystems folgt. Das vom Infotainment-Spezialisten Alpine entwickelte "Dual View"-System nutzt ein Bild-Trenngitter, das Licht separat in die einzelnen Sehkanäle für Fahrer und Beifahrer leitet. Es verwendet einen Sieben-Zoll-Monitor. Ebenfalls in die drehbare Verkleidung integriert sind Lüfterdüsen, die wie der Monitor so lange unsichtbar bleiben, bis der Fahrer sie anfordert.

Anzeige im Stil eines Flugzeug-Cockpits
Hinter dem Einspeichen-Lenkrad mit scheinbar schwebenden Schaltwippen liegt das von Flugzeug-Cockpits inspirierte Kombiinstrument. Die Hauptanzeige – der Drehzahlmesser – ist mit horizontalen Linien unterlegt, sodass der Eindruck eines künstlichen Horizonts entsteht. Die Anzeigen reagieren auch auf die vom Fahrer angeschlagene Gangart: Schaltet er das Getriebe in den sportlichen Dynamic-Modus, fährt der Drehzahlmesser wie die lange Linse einer Kamera weiter vor – und deutet so seine erhöhte Präsenz an.

420-PS-Triebwerk unter der Haube
Beim Blick unter die Motorhaube zeigt sich der 4,2-Liter-V8, der mit Kompressor-Unterstützung auch schon im Jaguar XKR für Schub sorgt. Dieses Antriebsaggregat leistet im C-XF rund 420 PS und schöpft bis zu 500 Newtonmeter an Drehmoment. Über die Sechsstufen-Automatik gelangt die Kraft an die Hinterräder. Wäre der C-XF bereits ein Serienmodell, würde er laut Jaguar ohne künstliche Tempo-Bremse auf rund 290 km/h Topspeed kommen.

Futuristische Raubkatze