Mit dem IS-F möchte Lexus dem M3, dem RS4 und dem C 55 AMG die Stirn bieten

Lexus stellt auf der North American International Auto Show (NAIAS) vom 7. bis zum 21. Januar 2007 in Detroit eine Sportwagen- Weltpremiere vor: Mit dem IS-F steigt die Toyota-Nobelmarke im Modelljahr 2008 in das Segment der Hochleistungs-Limousinen ein. Während die Mitbewerber ihre Spitzen-Modelle mit einem M bei BMW, einem S bei Audi oder einem AMG-Schriftzug bei Mercedes-Benz kennzeichnen, weist bei Lexus ein F nach der Typenbezeichnung auf den potenten Motor hin.

Mitbewerbern mit über 400 PS Paroli bieten
Der IS-F basiert auf der heckgetriebenen Limousine IS. Der viersitzige Sportler wird mit einem V8-Triebwerk ausgerüstet. Aus fünf Litern Hubraum werden über 400 PS und ein Drehmoment von 475 Newtonmetern mobilisiert – in Anbetracht der potenten Mitbewerber dürfte dies auch nötig sein. Audi hat mit dem RS4 bereits ein 420 PS starkes Geschoss auf der Straße. BMW wird 2007 den neuen M3 mit einem ebenfalls über 400 PS starken V8-Motor bringen. Noch 2007 dürfte auch die AMG-Version der kommenden Mercedes C-Klasse erscheinen. Sie wird vermutlich auch über ein mehr als 400 PS starkes Triebwerk verfügen.

Achtgang-Automatik mit kurzer Schaltzeit
Der IS-F kommt mit einer sportlich ausgelegten Achtgang-Automatik. Der Gangwechsel soll innerhalb einer zehntel Sekunde erfolgen. So soll der Japaner den Spurt von null auf 100 km/h in rund fünf Sekunden hinter sich bringen. Über Schaltwippen am Lenkrad kann die Gangwahl bei Bedarf auch manuell erfolgen.

Brembo-Bremsen an allen Rädern
Um die Leistung des V8-Aggregats in Zaum halten zu können, stattet Lexus den IS-F mit einer großen Brembo-Bremsanlage aus: An der Vorderachse sorgen 36 Zentimeter große Scheiben mit Sechskolben- Aluminiumsätteln für eine angemessene Verzögerung. An der Hinterachse verrichten immerhin 35 Zentimeter große Scheiben mit Zweikolben-Festsätteln ihren Dienst.

2,5 Zentimeter tiefer und 19-Zoll-Felgen
Das Fahrzeug rollt ab Werk auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Diese wurden von BBS eigens für den IS-F angefertigt und sind an der Vorderachse mit 225er- und an der Hinterachse mit 255er-Pneus bezogen. Im Verhältnis zum Serien-IS mit 18-Zoll-Felgen ist die Sportvariante um mehr als 2,5 Zentimeter tiefer gelegt – so soll eine der Leistung angemessene Performance sichergestellt werden.

Elektronische Helfer ausschaltbar
Das Lexus-Fahrassistenzsystem Vehicle Dynamics Integrated Management (VDIM) wurde um eine zusätzliche Stufe erweitert: Im neuen Sportmodus setzten die Fahrassistenz-Systeme deutlich später ein. Auf Wunsch lassen sich sämtliche elektronische Helferlein auch gänzlich ausschalten.

Auch optisch auf Sportlichkeit getrimmt
Äußerlich macht der potente Japaner keinen Hehl aus seinen sportlichen Genen: Ein großes F am Heck kennzeichnet das dynamische Topmodell der IS-Baureihe. Zwei Auspuff-Endrohre auf jeder Seite und größere, dynamischer gestylte Schürzen sorgen für eine sportliche Optik. Große Luftauslässe an den Kotflügeln, breitere Seitenschweller und ein aufgesetzter Heckspoiler runden das sportliche Design ab. Außerdem wurden der Kühlergrill und die Lufteinlässe in der Frontschürze vergrößert, um eine ausreichende Kühlung des V8-Aggregats zu gewährleisten.

Aluminium und Leder im Innenraum
Im Innenraum sorgen Aluminiumapplikationen für ein sportliches Ambiente. In das Armaturenbrett wurde eine zusätzlich Öl-Temperaturanzeige eingebaut. Kleine Lämpchen weisen den Fahrer bei Bedarf darauf hin, den nächsthöheren Gang einzulegen. Modifizierte Sitze sollen einen ausreichenden Seitenhalt für alle vier Insassen garantieren. Sie sind wahlweise in schwarzem oder hellem Leder erhältlich. Der IS-F soll Anfang 2008 auf den Markt kommen.

Hochleistung: Lexus IS-F