Mit der D-Jetronic legte Bosch die Basis für moderne Benzinmotoren

Im Herbst 2007 ist es soweit: Die elektronisch geregelte Benzineinspritzung von Bosch feiert ihren 40. Geburtstag. Zeit, mal einen Blick darauf zu werfen, was sich durch den Einsatz dieses Systems veränderte. 1967 stellte Bosch auf der IAA das weltweite erste elektronisch geregelte Benzin-Einspritzsystem in einem Serien-PKW vor. Die derart technisch begünstigten Fahrzeuge waren VW-1600-LE/TLE-Modelle. In ihnen arbeitete ein 1,6-Liter-Motor mit 54 PS.

Warum ,D-Jetronic"?
Mit dem neuen Bosch-Einspritzsystem war der Startschuss für die weite Verbreitung der elektronischen Benzineinspritzung gefallen. Die Bezeichnung ,D-Jetronic" leitet sich dabei einfach vom Prinzip der druckgesteuerten Einspritzung ab. Mit dieser neuen Technik konnten die Ingenieure erstmals das Kraftstoff-Luftgemisch dem jeweiligen Betriebszustand des Motors optimal anpassen. Grund für die Entwicklung der D-Jetronic war der verstärkte Wunsch nach verbrauchsarmen Motoren in Europa. Hinzu kam der ,Clean Air Act". Diesen erließen die US-Behörden, um für den Bundesstaat Kalifornien Abgasgrenzwerte zu bestimmen. Zahlreiche damalige Automodelle konnten diese Werte nur durch den Einsatz der D-Jetronic erreichen. 1972, fünf Jahre nach dem Debüt, verbauten bereits 18 Autohersteller die neue Bosch-Technik serienmäßig.

Angesaugte Luftmenge als Parameter
Die Menge des eingespritzten Kraftstoffs wurde durch das elektronische Steuergerät der D-Jetronic geregelt. Dieses steuerte die Öffnungszeiten der Einspritzventile. Neben der Motordrehzahl und der Motortemperatur stellte die angesaugte Luftmenge den wichtigsten Parameter für die Steuerfunktion der Elektronik dar. Die Luftmenge wurde mithilfe eines Druckfühlers aus dem Saugrohrdruck ermittelt. Eng verbunden mit der Entwicklung der D-Jetronic war die Entwicklung von Elektrokraftstoffpumpen, die einen konstanten Systemdruck am Einspritzventil aufbauen. Bosch hat es mit den elektronischen Einspritzsystemen zum Weltmarktführer gebracht. Pro Jahr werden 80 Millionen Einheiten verkauft. Zu den aktuellen Systemen gehören die mit 200 bar einspritzenden magnet- oder piezoaktuierten Ventile. Diese senken den Kraftstoffverbrauch im Vergleich zur konventionellen Saugrohreinspritzung um bis zu 15 Prozent.

Benzineinspritzung