Das neue Triebwerk würde selbst einem LKW zur Sportlichkeit gereichen

Dodge stellt auf der North American International Auto Show in Detroit vom 7. bis zum 21. Januar 2007 das neuste SRT-Modell der Viper vor. Bei deren Entwicklung befolgten die SRT-Ingenieure das rennsportliche Grundgesetz zur Leistungssteigerung: mehr Hubraum, effizientere Beatmung und höhere Drehzahlen.

600 PS dank Hubraumvergößerung
Für das Modelljahr 2008 durfte es anscheinend etwas mehr sein: Getreu dem Motto ,Hubraum ist nur durch eines zu ersetzen: Noch mehr Hubraum." verpassten die Amerikaner dem V10-Leichtmetall-Motor mit 8,4 Liter noch einmal 100 Kubikzentimeter mehr als im Vorgängermodell. Das Triebwerk im Lastkraftwagen-Format leistet mit 600 PS nun 90 PS mehr und soll den Zweisitzer dank 760 Newtonmetern Drehmoment in rund vier Sekunden von null auf 100 km/h spurten lassen.

Bessere Kühlung und variable Ventilsteuerung
Zur Optimierung der Kühlung des Motorblocks wurden die Trennwände verstärkt und die Kühlwassermäntel verbessert. Der 8,4-Liter-Motor der Viper SRT10 atmet durch neue Zylinderköpfe, die mit CNC-geformten Brennräumen, größeren Ventilen und der variablen Ventilsteuerung Variable Valve Timing (VVT) bestückt sind. VVT steuert elektronisch die Ventile, abhängig von Drehzahl und Last. Das Kraftstoff-Luft-Gemisch in den Zylindern zünden Platin-Zündkerzen, diese werden jeweils von einer individuellen Zündspule versorgt.

Größere Ölpumpe verbessert die Schmierung
Eine größere Ölpumpe und ein von den Viper-Rennmotoren adaptiertes Öl-Ansaugsystem sorgen für eine optimale Schmierung und verbessern den Öldruck bei hohen Drehzahlen sowie bei scharfer Kurvenfahrt. Rennfahrer werden sich außerdem über eine Vorrichtung für einen zusätzlichen externen Getriebeölkühler freuen.

Sechsgang-Schaltgetriebe und Schlupfregelung
Die Leistung gibt das Aggregat über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die angetriebenen Hinterräder weiter. Es kann höhere Drehmomente als bisher verarbeiten, zusätzlich wurden die Schaltwege verkürzt. Die Hinterachse bestückten die SRT-Ingenieure zur Traktionsoptimierung mit einem geschwindigkeitsabhängig arbeitenden Visco-Lok-Differential mit Schlupfbegrenzung.

Bremscheiben im Format einer Kleinwagenfelge
Die Scheiben der Bremsanlage besitzen mit einem Durchmesser von 14 Zoll das Format einer gängigen Kleinwagen-Felge. In Kombination mit Brembo-Bremssätteln sollen sie den 600 Pferdestärken einhalt gebieten, falls diese durchzugehen drohen. Für die Verzögerung aus 100 km/h auf null benötigt die Viper einen Weg von unter 31 Metern.

Rennsporterprobtes Fahrwerk und 19-Zoll-Felgen
Ein rennsporterprobtes Fahrwerk bestimmt das Fahrverhalten der Viper SRT10. Es kann mit Einzelradaufhängung, Längslenkern mit Gelenkverbindungen aus Hochleistungs-Aluminium und leichten Stoßdämpfern samt Schraubenfedern aufwarten. Für Fahrbahnkontakt sorgen vorne 18-Zoll- und hinten 19-Zoll-Räder aus geschmiedetem und poliertem Aluminium. Mit Fünf-Speichen-, H-Speichen- und dem neuen Razor-Rad-Design mit fünf U-förmigen Speichen stehen dem Kunden bei der Felgenwahl drei Optikvarianten zur Wahl.

Roadster und Coupé mit neuen Farben
Die neue Dodge Viper SRT10 wird in Amerika als Roadster und als Coupé angeboten. In Deutschland wird es nur die offene Variante geben. Äußerlich unterscheidet sich das neue Modell von seinem Vorgänger durch eine aufregende neue Motorhaube mit einer größeren und effizienteren Lufthutze und zahlreichen Belüftungslamellen zur besseren Kühlung des V10-Triebwerks. 2008 stehen acht Außenfarben zur Verfügung. Fünf davon – Venom Red, Snakeskin Green, Viper Violet, Viper Orange und Bright Blue – sind neu im Programm. Die Rennstreifen in sechs unterschiedliche Farben stehen weiterhin zur Wahl.

Vom Rennsport inspiriertes Innenraumdesign
Das Cockpit des Dodge Viper SRT10 Coupés und des Roadsters behält auch 2008 den charakteristischen roten Starterknopf und den auf Funktionalität ausgelegten Instrumententräger mit zentralem Drehzahlmesser und Tachometer mit einer Skala bis 350 Kilometer pro Stunde. Eine Auswahl an Blenden für den Instrumententräger und die Mittelkonsole soll zu mehr Individualisierungsmöglichkeiten beitragen.

Verstellbare Pedalerie für mehr Sicherheit
Ein Sicherheitsplus sollen die in ihrer Position elektrisch verstellbaren Brems-, Gas- und Kupplungspedale bieten. Mehrstufig auslösende Front-Airbags mit Sitzbelegungserkennung klassifizieren die Schwere des Aufpralls und lösen abhängig von der Aufprallstärke die Airbags aus. Das System löst außerdem den Beifahrer-Airbag in Abhängigkeit vom Gewicht des Beifahrers aus. Kniepolster bringen die Insassen in die richtige Sitzposition, damit die Airbags effektiv arbeiten können. Die elektronische Reifendrucküberwachung Tire Pressure Monitoring (TPM) überwacht per Sensoren in den Ventilen den Druck an allen vier Rädern und sendet ständig Funksignale an einen Empfänger im Fahrzeug. Bei auftretendem Druckverlust leuchtet eine Warnlampe auf. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für 2008 geplant.

Bissige Schlange