Toyota-Tochter zeigt Evolutionsstufe seines 320-km/h-Supersportlers

Auf den ersten Blick möchte man meinen: alter Hut, hab ich schon 2005 gesehen. Doch der Extremsportler LF-A, den Lexus derzeit auf der Detroit Motor Show 2007 vorstellt, ist eine ebenso spektakuläre wie sehenswerte Evolutionsstufe der Superflunder. Im direkten Vergleich zur Neuauflage wirkt der erste LF-A-Entwurf fast schon langweilig. Darüber hinaus gibt die überarbeitete Version einen Ausblick auf das voraussichtlich 2008 erscheinende Serienmodell. Der erste ernstzunehmende Ferrari-Jäger aus dem Hause Toyota ist also konkreter denn je.

Dramatischer gezeichnet
Mit einigen gewagten Schwüngen im Blechkleid lässt Lexus den LF-A noch exotischer erscheinen. Unter anderem wurden die Frontscheinwerfer wie auch die nun L-förmigen Heckleuchten überarbeitet und die diversen Luftöffnungen vorne noch markanter gezeichnet. Insgesamt wirkt das Gesicht so profilierter und stärker zugepfeilt. Ein Hingucker in der Seitenansicht sind die in den hinteren Kotflügeln befindlichen Luftöffnungen auf Schulterhöhe. Mit einem lang gezogenen Schwung läuft oben aus der Luftöffnung eine Spitze in Fahrtrichtung parallel zum Fensterband. Hut ab vor einem derart gewagten Designkniff.

Sportliche Proportionen
Der wie aus einem Stück gemeißelte Power-Lexus ist wie auch der erste LF-A komplett in Silber lackiert und beeindruckt außerdem mit extremen Proportionen: Nur 1,22 Meter hoch und 4,46 Meter lang, bietet das Katapult einen Radstand von immerhin 2,60 Meter. Entsprechend kurz sind seine Radüberhänge. Sportlich wirken auch die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 265er-Reifen vorne und den 305er-Pneus hinten. Hinter den Felgen sind die mächtigen kohlefaserverstärkten Keramikbremsen gut zu erkennen.

Sportwagen-Interieur
Einen bereits seriennahen Eindruck hinterlässt der ebenfalls gegenüber dem 2005er-LF-A überarbeitete Innenraum. Das Interieur wirkt aufgeräumt und zugleich sehr sportlich gestaltet. Im Wesentlichen zentrieren sich alle Bedienfunktionen und Fahrinformationen um das Lenkrad. In der Cockpit-Mitte befindet sich ein großer Drehzahlmesser anstelle des sonst üblichen Tachos. Zwei große Schaltwippen am Sportlenkrad ermöglichen den schnellen Gangwechsel, ohne dass man dafür die Hände vom Steuer nehmen muss. Besonders guten Seitenhalt dürften die Sportsitze in Leichtbauweise mit zweiteiliger Rückenlehne bieten.

Auf Augenhöhe mit Ferrari, Porsche und Co.
Angetrieben wird der neue LF-A wie bisher von einem besonders hoch drehenden V10-Motor mit über 500 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h ermöglichen soll. Damit, so Lexus, zieht der LF-A mit Boliden europäischer Provenienz wie dem Ferrari 599, dem Mercedes SL 55 AMG und dem Porsche 911 Turbo gleich. Der Frontmotor wurde möglichst weit hinter der Vorderachse in Richtung Fahrzeugmitte untergebracht. Zur besseren Gewichtsverteilung befindet sich außerdem das Transaxle-Getriebe an der Hinterachse. Auch die Motorkühlung wurde im Fahrzeugheck untergebracht. Große Luftöffnungen verleihen dem Hinterteil des LF-A eine ganz besondere Aura. Sehenswert ist dort auch die Formation der drei Auspuffendrohre.

Bildergalerie: Ferrari-Schocker LF-A