Gewinn soll gutem Zweck dienen. Das Startgebot beträgt 124.800 Euro

Dülmen, 18. April 2006 &ndash Seit zwölf Jahren baut Wiesmann offene Zweisitzer mit BMW-Motoren. Am 31. März 2006 entstand der 500. Roadster dieser Art, ein MF 3. Den 343 PS starken Jubiläums-Roadster versteigert Wiesmann seit dem 12. April 2006 für einen guten Zweck im Internet. Der Mehrerlös kommt einer gemeinnützigen Einrichtung zugute, die der Käufer des Fahrzeuges selbst bestimmen kann. Das Startgebot liegt bei 124.800 Euro. Interessenten können bis zum 15. Juni 2006, 24 Uhr, im Internet oder telefonisch bieten. Neben Vollausstattung und Zweifarbenlackierung bekommt der Roadster eine Plakette mit den Unterschriften der beiden Gründer des Unternehmens, Friedhelm und Martin Wiesmann.

Handgefertigter Roadster mit BMW-Technik
Unter der Hülle aus glasfaserverstärktem Kunststoff steckt ein Gitterrohrahmen, der Motor sitzt hinter der Vorderachse. Zu haben ist der Wiesmann-Roadster mit zwei Sechszylindermotoren von BMW. Im MF 30 steckt ein Dreilitermotor mit 231 PS. Der Jubiläumsroadster basiert auf der stärkeren Variante, dessen Motor aus dem BMW M3 stammt. 64 Spezialisten bauen den Roadster von Hand, knapp hundert Roadster verlassen die Werkshalle pro Jahr.

Festgelegte Komplettausstattung
Wer einen Wiesmann-Roadster kauft, kann Farbe und Ausstattung frei wählen. So sind sämtliche verfügbare Autofarben machbar, auch die Farbe der serienmäßigen Lederausstattung bleibt dem Kunden überlassen. Nicht jedoch beim 500. Roadster. Der kommt innen und außen in Bi-Color-Schwarz-Rot. Serienmäßig sind ein Becker-Navigationssystem mit Soundanlage, ESP und das sequenzielle Sechsganggetriebe SMG II von BMW.

Kurze Historie
Die Entwicklung des Wiesmann-Roadsters begann 1985, als Friedhelm und Martin Wiesmann beschlossen, einen klassischen Roadster zu bauen. Auf Basis von moderner Technik sollte ein nostalgisch anmutender Sportwagen entstehen. Für dieses Ziel nahmen die Wiesmann-Brüder einen Umweg in Kauf: Um das Projekt finanziell abzusichern, begannen sie mit der Fertigung von Cabrio-Hardtops. Die Zusammenarbeit mit Autoherstellern führte schließlich zu einem Belieferungsvertrag für BMW-Motoren. 1993 war es dann so weit: Der erste Wiesmann-Roadster verlässt die Manufaktur in Dülmen. Seither ist der Roadster äußerlich beinahe unverändert geblieben.
(ao)

Bildergalerie: Roadster-Versteigerung