Der Mercedes RECY ist zum großen Teil aus echtem Holz geschnitzt

In Kalifornien steht man auf Design und Umweltfreundlichkeit. Nicht umsonst kommt aus diesem sonnenverwöhnten Flecken Erde jetzt eine außergewöhnliche Mercedes-Studie. Der RECY sieht aus, als wäre er einer modischen Lounge entsprungen. Echtholzpaneele umgeben den gesamten Wagen.

Nachwachsend, nachhaltig
Inspiriert wurde das RECY-Design durch die legendären Riva-Boote. In den Siebzigern gab es quasi niemanden ohne Rang und Namen, der nicht eines der edlen Holzboote des Italieners Carlo Riva fuhr. Außerdem geben die Designer an, Elemente von stylischen Sonnenbrillen in die Karosseriezeichnung mit einfließen zu lassen. Demzufolge besteht der RECY gerade mal aus vier verschiedenen Materialien: Holz, Aluminium, Glas und Gummi. Ein Dach bekommt das Zukunftsfahrzeug nicht, damit die stolzen Besitzer ständig am kalifornischen Sonnenschein teilhaben können. Dem kommen auch die offen liegenden Räder entgegen, welche den Eindruck erzeugen, dass der RECY dem Mercedes Carver nachempfunden wurde.

Bio-Blue
Angetrieben wird das vermeintliche Umweltgefährt von einem kleinen Vierzylinder-Biodiesel mit Bluetec-Reinigungssystem. Ein stabiler Rohrrahmen soll dem Wagen Festigkeit verleihen. Die dicke Holzbeplankung schützt laut Herstellerangaben auch bei Crashs, was bei einem splitternden und leicht entzündlichen Material wie Holz diskussionswürdig ist. Zumindest soll der handgearbeitete Wagen zu 100 Prozent recyclingfähig sein.

Selbst-Recycling
Nach Beschädigung können die einzelnen Holzpaneele ersetzt werden. Das alte Brett darf bedenkenlos als Grundlage für ein Lagerfeuer dienen. Der Kunde wird die Möglichkeit erhalten, nach fünf Jahren das Fahrzeug zum Komplettrecycling zu bringen. Dabei werden die Materialien sorgsam getrennt und in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt.

Schnelles Möbelstück