In kurzer Folge präsentiert Ford sein nunmehr drittes Wasserstoffauto

Der Autohersteller Ford wird in den USA von vielen Umwelt-Lobbyisten derzeit kritisiert. Die Öko-Szene bemängelt, dass Ford unbeeindruckt vom Klimawandel weiterhin PS-schwangere Sportwagen und Sprit saufende Trucks baut und verkauft. Autos also, die mit hohen CO2-Emissionen das Klima zusätzlich anheizen. Wohl auch wegen dieser Kritik demonstriert der US-Konzern derzeit wie kein anderer Autohersteller sein Bemühen um eine umweltfreundlichere Mobilitäts-Zukunft. In nur wenigen Wochen stellte Ford eine Serie neuer Brennstoffzellen-Versuchsfahrzeuge vor, an deren vorläufigem Ende der soeben gezeigte Edge HySeries Drive steht. Zuvor präsentierte Ford im Dezember 2006 mit dem Explorer Hydrogen ein alltagstaugliches SUV mit Brennstoffzelle. Anfang Januar 2007 folgte mit der Studie Airstream dann ein völlig neuer Brennstoffzellen-Hybridantrieb. Mit genau diesem Hybridsystem ist auch der neue Edge HySeries Drive ausgestattet.

Zwei Energiequellen
Außen wie innen sieht der Edge HySeries Drive wie der Serien-Edge mit klassischem Verbrennungsmotor aus. Doch unterm Blech steckt eine völlig andere Technik. Als primäre Energiequelle dient dem Edge HySeries Drive eine 336 Volt starke Lithium-Ionen-Batterie, die kräftige Elektromotoren mit Strom versorgt. Die volle Batterie bietet genug Energie, um mit dem Edge 40 Kilometer weit und maximal 140 km/h schnell zu fahren. Danach kann man den Edge an eine Steckdose anschließen, um die Batterie wieder aufzuladen. Will man jedoch mehr als 40 Kilometer fahren, können die Elektromotoren alternativ auch während der Fahrt über eine bordeigene Brennstoffzelle mit Strom versorgt werden. Diese Brennstoffzelle produziert aus Wasserstoff elektrischen Strom. Maximal passen 4,5 Kilo Wasserstoff in den Tank des Edge. Diese Menge reicht für zusätzliche 320 Kilometer. Insgesamt ermöglicht der Hybridantrieb also eine Reichweite von 360 Kilometern. Dabei fährt der Versuchsträger emissionsfrei. Nur Wasser kommt aus seinen beiden Auspuffendrohren.

Ford tut was
Das Antriebskonzept HySeries Drive macht also Hoffnung auf eine saubere Autozukunft. Doch in naher Zukunft sieht Ford keine Chance zur Serienreife für seinen HySeries-Antrieb. Noch ist die Brennstoffzellentechnik viel zu teuer. Ein Prototyp kostet mehrere Millionen US-Dollar. Insbesondere die große Batterie ist nach Aussage von Ford sehr kostspielig. Außerdem hapert es derzeit noch an der Zuverlässigkeit der Brennstoffzelle. Hier sind nach Ansicht von Ford noch einige große Hürden auf dem Weg in eine emissionsfreie Auto-Zukunft zu überwinden. Doch immerhin bewegt sich der Autohersteller mit seiner kleinen Versuchsträger-Flotte ganz nah an seinem deutschen Marketing-Claim: Ford – die tun was.

Bildergalerie: Ford Edge HySeries Drive