Modelle, die wenig CO2 emittieren, stehen im Mittelpunkt der IAA 2007

Die fortschreitende Erderwärmung durch Kohlendioxid ist seit Anfang des Jahres nicht aus den Schlagzeilen herauszubringen. Seit der Veröffentlichung des UN-Klimaberichts ist das Thema heiß – sogar Kanzlerin Angela Merkel fliegt über den Pol, um den Eismassen beim Schmelzen zuzusehen. Bei der Debatte stand die Autoindustrie von Anfang mit dem Rücken zur Wand, obwohl die CO2-Emissionen von PKWs nur wenig zur Gesamtbelastung beitragen.

Hybridfahrzeuge: Japaner immer noch vorn
Wie dem auch sei: Die Hersteller reagieren mit umweltfreundlichen Modellen, die auch die IAA prägen. Bei den Hybridfahrzeugen haben nach wie vor nur die japanischen Hersteller bereits Handfestes zu bieten. Toyota stellt in Frankfurt bereits die dritte Generation des Prius vor. Neu ist, dass man das Auto nun auch am Stromnetz aufladen kann. Die deutschen Hersteller können immerhin Prototypen präsentieren. So ist der Porsche Cayenne mit Hybridantrieb bereits fahrfertig. Ob auch die Kooperationspartner Audi und VW Autos mit Hybridantrieb zeigen? Sicher ist, dass die Konkurrenz – die Entwicklerallianz von Mercedes, BMW und General Motors – nicht schläft. Mercedes bringt eine S-Klasse mit Dieselhybrid und GM stellt eine dritte Variante des Volt vor, die von einem Turbodiesel-Generator angetrieben wird. Auch Peugeot zeigt die neueste Version seines Dieselhybrids – im 308. Wie seit einigen Jahren auf Automessen üblich, sind darüber hinaus auch Brennstoffzellen-Studien wie der Honda FCX oder der GM HydroGen4 zu sehen.

Konventionelle Technik bringt mehr
Bis solche Fahrzeuge in großen Stückzahlen auf den Straßen fahren, dürfte noch viel Zeit vergehen. Kurzfristig bringt die Verbesserung konventioneller Autos der Umwelt mehr. So ist der 122 PS starke BMW 116i mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stopp-Automatik sogar sparsamer als der schwächste VW Golf. Noch viel genügsamer ist der Smart mit Auto-Start-Stopp-Funktion – 4,3 Liter Sprit auf 100 Kilometer sind Rekord bei Benzinern. Der neue Daihatsu Cuore bringt es ohne Zusatztechnik auf 4,4 Liter. Auf den gleichen Wert kommt der neue Mazda 2 mit einem innovativen Atkinson-Motor. Auch bei den Dieseln gibt's noch Sparpotenzial. So bringt VW den Golf BlueMotion mit 105 PS nach Frankfurt, und vielleicht Audi den neuen A4 als ,TDI e". Weitere sparsame Diesel zeigen Opel mit dem Corsa ecoFlex und die Exotenmarke Loremo. Auch Erdgas ist immer noch ein Thema – hiermit wird ebenfalls CO2 eingespart, allerdings nur im Bereich von etwa zehn Prozent. Und immer mehr Hersteller zeigen Bioethanol-Fahrzeuge – nach Saab, Volvo und Ford nun auch Peugeot und Cadillac. Und neben all dem könnte ja sogar eine völlig neue Spritspartechnik das Licht der Welt erblicken. Seien wir gespannt.

Die Spritsparer der IAA 2007