Edle Limousine in neuer Form debütiert auf der IAA

Eine Edelkatze der besonderen Art hat Jaguar im IAA-Gepäck: die neue Limousine XF. Der coupéartige Viertürer soll gleichzeitig eine neue Design-Ära bei Jaguar einläuten. Fünf Erwachsene sollen laut Hersteller bequem Platz finden und auch noch Gepäck unterbringen können: Dazu gibt es einen 500 Liter großen Kofferraum, dessen Volumen ohne Ersatzrad sogar 540 Liter beträgt. Geteilt umklappbare Rücksitzlehnen lassen den Stauraum um 420 auf bis zu 960 Liter anwachsen.

Rot pulsierender Starterknopf
Beim Einsteigen symbolisiert ein rot pulsierender Starterknopf das schlagende Herz unter der Haube des XF. Die Motorenpalette umfasst vier Aggregate: Ein 207 PS starker 2,7-Liter-Diesel, ein Dreiliter-V6-Otto mit 238 PS, ein 4,2-Liter-V8-Benziner mit 298 PS und als Topmodell den 4,2-Liter-V8-Kompressor mit 416 PS. Kombiniert werden können die Antriebe mit der aus dem XK bekannten Sechsstufen-Automatik mit Sequential-Shift-Funktion. Damit hat der Fahrer die Möglichkeit, die Gänge mittels Wippen am Lenkrad zu wechseln.

Neuer Fahrstufen-Wahlschalter
Über einen neuartigen Drehschalter auf der Mittelkonsole – den Drive Selector – lassen sich die Antriebsprogramme anwählen. In den Stellungen ,D" und ,S" (für Sport) werden die Drosselklappenstellung, die Stabilitätskontrolle DSC und die Schaltzeitpunkte an den Fahrstil und die Strecke angepasst. Neben einem für alle Varianten obligatorischen Winterprogramm steht exklusiv für den XF mit V8-Kompressor-Motor zusätzlich ein Dynamic-Modus bereit.

Handbewegung schaltet Innenlicht ein
Der neue Jaguar wartet mit einigen Technik-Premieren auf: So sind die Lüftungsdüsen im Ruhezustand verborgen und drehen sich erst nach Einschalten der Zündung in eine offene Position. Eine neue, ,Jaguar Sense" genannte Technologie aktiviert mit einer berührungslosen Handbewegung die vordere Innenbeleuchtung. Zum Öffnen des Handschuhfachs genügt der sanfte Druck auf ein Logo am Instrumentenbrett.

Sound von Bowers & Wilkins
Alle verfügbaren Audio-Systeme haben mindestens acht Lautsprecher. Die Top-Version bekommt ein in Zusammenarbeit mit dem britischen HiFi-Spezialisten Bowers & Wilkins entwickeltes Premium-System. Eine Bluetooth-Schnittstelle sowie über den zentralen Touchscreen-Monitor steuerbare Anschlüsse für einen iPod oder einen MP3-Player sind ab Werk an Bord. Zu den Annehmlichkeiten gehören eine Sprachsteuerung für Radio und Telefon, ein Toter-Winkel-Warner, Parksensoren vorn und hinten und eine Rückfahrkamera. Die Liste der serienmäßigen Extras wird ergänzt von einem adaptiven Tempomaten, einem Reifendruck-Kontrollsystem und einer elektronischen Parkbremse.

Untersteuern im Ansatz verhindern
Zu den aktiven Fahrhilfen zählen der elektronische Bremsassistent, die elektronische Bremskraftverteilung ein Anti-Blockier-System, eine elektronische Stabilitätskontrolle sowie eine Kurvenbremskontrolle und eine Motordrehmoment-Kontrolle. Erstmals in einem Jaguar integriert ist zudem ein Programm, das durch gezieltes Abbremsen die Haftung der Vorderräder verbessern soll und so Untersteuern schon im Ansatz kompensieren kann.

Fußgänger-Schutzsystem
Das erstmals in der XK-Reihe eingeführte pyrotechnische Fußgänger-Schutzsystem PDBS (Pedestrian Deployable Bonnet System) mit ,aktiver" Motorhaube kommt in weiterentwickelter Form auch im XF zum Einsatz. Dabei wird die im Bereich der Frontscheibe angeschlagene Haube beim Kontakt mit einem Fußgänger pyrotechnisch aufgestellt, so dass ein zusätzlicher Puffer zwischen der Haube und den harten Teilen des Motors entsteht.

Preise erst zur IAA
Der neue Jaguar XF ist ab der IAA bestellbar – zeitnah dazu will Jaguar auch die Preise bekannt geben. Im Frühjahr 2008 werden die ersten Wagen ausgeliefert.

Bildergalerie: Scharfe Katze