Aus Italien kommt ein Kleiner unter den Großen: Der Fiat Sedici

Die SUV-Welle rollt weiter. Jetzt sind auch die Dämme des Stiefels in der Adria gebrochen. Mit dem Fiat Sedici kommt Italiens erstes Sports Utility Vehicle auf den Terrakotta-Boden. Soeben hat Fiat die Preise für die ab 20. Mai 2006 erhältliche Geländelimousine veröffentlicht.

Der Mini-SUV
Der Sedici fällt gleich durch eins auf: Er kommt nicht wie Hannibals Elefanten über die Alpen, ist kein fettes, parkraumverschlingendes Ungetüm. Mit seinen 4,11 Metern Länge ist er sogar zirka elf Zentimeter kürzer als der Klassendurchschnitt. Dem Blechkleid hat Giorgetto Giugiaro am Zeug geflickt. Angenehm unSUVig kommt dieses kleine Stück Italien daher.

Weinberg-Meister
Für die Straße aber auch fürs leichte Stoppelhoppeln im Weinberg-Hang ist der Sedici gemacht. Der kompakte Fünftürer wurde dafür mit einem so genannten On-Demand-Allradantrieb ausgerüstet. Frontantrieb oder Four-Wheel-Drive sind wählbar, man kann die Entscheidung aber auch einer automatischen Einstellung überlassen. So errechnet sich übrigens auch der Name Sedici. Das bedeutet die Zahl 16 und ist nichts weiter als die Multiplikation von 4x4: Auf den Allradantrieb ist man südlich der Alpen offensichtlich stolz.

Italienische Inneneinrichtung
Innen geht es modern zu im kleinen SUV. Die Mittelkonsole glänzt durch Aluminium-Applikationen, die Sitzbezüge und Türpaneelen sind farblich abgestimmt. Im Kofferraum finden bei einem Fassungsvermögen von 270 Litern nicht gerade viele Weinkisten, Parmaschinken und Parmesan-Laibe Platz. Durch Umlegen der asymmetrisch geteilten Rücksitzbank erhöht sich das Kofferraumvolumen auf 670 Liter. So passt dann auch der Einkauf für die gesamte Großfamilie ins Auto.

Inklusive a La Fiat
Bei der Serienausstattung hat man sich in Turin nicht lumpen lassen. Bereits in der Einstiegsversion sind eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, CD-Player und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung enthalten.

Neue Motoren
Zwei moderne Triebwerke stehen bereit, um den Sedici über den Trüffelgrund zu treiben. Zum einen wird dem Trend zum Diesel nachgegeben. Der Vierzylinder-Multijet-Turbodiesel leistet 120 PS und verschont die Umwelt mit seinem serienmäßigen Partikelfilter. Im kombinierten Verbrauch nuckelt er gerade mal 6,6 Liter aus seinem Benzinfläschchen, eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ist drin. Alternativ steht ein 107 PS starker Vierzylinder-16V-Benzinmotor zur Verfügung. Dieser bringt den Italo-SUV auf 170 km/h und genehmigt sich 7,1 Liter auf 100 Kilometer.

Der Preis des Kleinen
Der Fiat Sedici wird in vier Grundausstattungsvarianten angeboten. Die Version 1.6 16V Dynamic kostet 17.990 Euro. Die höherwertigere Ausstattung Emotion beinhaltet zum Beispiel 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik und elektrische Fensterheber hinten. Dafür wandern bereits 19.500 Euro nach Italien. Der Diesel-Sedici 1.9 Multijet Dynamic wird mit 20.490 Euro vergolten, für die Emotion-Ausstattung müssen 22.000 Euro berappt werden.
(gh)

Italienisches SUV