Stilo-Nachfolger wird in vier Ausstattungen und mit fünf Motoren angeboten

Am 24. März 2007 geht's los: Der neue Fiat Bravo tritt nach gut fünf Jahren die Nachfolge des Stilo an. Dafür wurde der Neuling aggressiv-kraftvoll gestylt – schließlich will Fiat in diesem Segment wieder nach vorn kommen. Immerhin 13.775 Bravo will Fiat noch im Jahr 2007 in Deutschland an den Mann oder die Frau bringen. Das ist ein ehrgeiziger Plan: Vom scheidenden Stilo rollten im Jahr 2006 etwa 10.000 Autos weniger von den Höfen der deutschen Händler.

Neues Markenlogo
Der Bravo ist 4,30 Meter lang, 1,79 Meter hoch und 1,49 Meter breit. Der Radstand beträgt 2,60 Meter. Diese Maße sind mit rundlichen Formen verkleidet. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der kompakte Italiener Erfolg hat: Der neue Bravo wirkt dynamisch und schnittig. Auffallend an der Frontpartie sind neben den tropfenförmigen Scheinwerfern das mittig platzierte neue Markenlogo. Es soll als Hommage an die Firmentradition in Zukunft alle neuen Fiat Modelle zieren.

Bis zu 1.175 Liter Platz
Laut Fiat soll der Kompaktwagen innen mit einer sehr guten Kopf- und Schulterfreiheit aufwarten und über in Sitzfläche und Rückenlehne speziell konturierte Sitze verfügen. Der Innenraum und die Armaturentafel sollen vor allem durch eine Vielzahl an Ablagen punkten. Erste Bilder zeigen eine orangefarbene Instrumentenbeleuchtung und ein großes Display in der Mittelkonsole. Der neue Fiat Bravo bietet ein Ladevolumen von 400 Liter hinter der großen Heckklappe. Wird die geteilt umlegbare Rückenlehne nach vorn geklappt, wächst es auf 1.175 Liter an.

Drei Benziner, zwei Diesel
In der Antriebspalette stehen drei Vierventil-Benziner und zwei Multijet-Diesel. Basismotorisierung ist ein 1.4-Liter-Benzintriebwerk mit 90 PS. Es erreicht bei 4.500 Touren ein maximales Drehmoment von 128 Newtonmetern. Das Aggregat aus der Fire-Familie schiebt den Bravo 1.4 16V in 12,5 Sekunden auf Tempo 100 und verhilft ihm zu einer Spitze von 179 km/h. Den Verbrauch beziffert der Hersteller mit 6,7 Liter auf 100 Kilometer.

Neue Turbo-Familie
Dem Otto-Einsteiger zur Seite stehen zwei Turbo-Aggregate aus der neuen T-JET Motorenfamilie. Sie haben jeweils einen Hubraum von 1,4 Liter und leisten 120 oder 150 PS bei jeweils 5.000 Umdrehungen. Das maximale Drehmoment beträgt 200 Newtonmeter bei 1.750 beziehungsweise 2.000 Touren. Die Motoren sind jeweils mit einer Sechsgang-Schaltung kombiniert.

Zwei Diesel mit 120 und 150 PS
Beide Dieselmotoren sind serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgerüstet und haben jeweils einen Hubraum von 1,9 Liter. Der schwächere der beiden Motoren leistet 120 PS und überträgt seine Kraft über ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Der Antrieb ermöglicht einen Spurt in 10,5 Sekunden, eine Spitze von 194 km/h und einen Verbrauch von 5,3 Litern. Die stärkere Maschine hat vier Ventile pro Zylinder und leistet 150 PS. Das Triebwerk powert mit einem Drehmoment von 305 Newtonmeter bei 2.000 Touren und beschleunigt den Fiat in 9,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 209 km/h, den Verbrauch gibt Fiat mit 5,6 Litern an. Der Motor wird ausschließlich mit einem Sechsgang-Getriebe gekoppelt.

Sieben Airbags in der Serie
Der neue Fiat Bravo kommt mit sieben Airbags, darunter ein Knieairbag für den Fahrer. Alle Bags werden von dem so genannten Airbag-Smart-2-System gesteuert. Es passt die Auslöseparameter automatisch dem Schweregrad des Unfalls an. Dazu aktiviert es auch die Gurtstraffer der Sicherheitsgurte. Zu den Sicherheitsfeatures gehören außerdem ABS mit EBD, ESP inklusive Hill Holder, die Antriebsschlupf-Regelung ASR und das Motorschleppmoment-Regelung MSR sowie Sicherheitsgurte mit Gurtstraffern auf.

Vier Ausstattungslinien
Der neue Fiat Bravo wird auf dem deutschen Markt in den vier Ausstattungslinien Active, Dynamic, Emotion und Sport angeboten. Die Einstiegsversion Active bietet unter anderem elektrische Fensterheber vorn, ein axial und vertikal verstellbares Lenkrad, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und eine 60 zu 40 geteilte und umklappbare Rücksitzbank. Die Dynamic-Ausstattung wartet zusätzlich mit einer Klimaanlage, einem CD-Radio und 16-Zoll-Stahlfelgen auf. Obendrauf gibt es Nebelscheinwerfer, einen höhenverstellbaren Beifahrersitz, in Wagenfarbe lackierte Türgriffen und Außenspiegel sowie eine dritte Kopfstütze im Fond.

Sport-Version mit Dachspoiler
Die Top-Version Emotion verfügt zusätzlich unter anderem über eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 16-Zoll-Alus, elektrische Fensterheber hinten, eine Mittelarmlehne und ein Lenkrad mit Multifunktionstasten. Optisch wie ausstattungsmäßig eine Sonderstellung nimmt die Version Sport ein. Sie wird unter anderem mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, einem Sportfahrwerk, Sportpedalen sowie einem Dachspoiler und Seitenschweller in Wagenfarbe ihrer Bezeichnung gerecht.

Adaptives Kurvenlicht optional
Optional gibt es adaptives Kurvenlicht, ein doppeltes Schiebedach mit großflächiger Verglasung (Sky Dome), ein MP3-Radio, zwei HiFi-Systeme, einen Regensensor, einen Tempomat, einen Parksensor und einen Reifendrucksensor.

Daten im USB-Stick gespeichert
Eine Neuheit ist Blue&Me TM Nav. Die zweite Generation des in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelten Infotelematiksystem verbindet die bisherigen Funktionen – Funkfreisprechanlage Bluetooth inklusive Sprachsteuerung sowie USB-Port zum Abspielen von MP3 und WMA – mit einem Piktogramm-Navigationssystem. Es bezieht seine Daten von einem USB-Stick, auf dem neben den Straßenkarten auch Musik oder andere Daten gespeichert werden können.

Schneller Datentransfer
Der Vorteil des Systems soll in einem schnelleren Datentransfer liegen, was eine Weganzeige in Echtzeit erlaubt. Die Telefon-, Musik- und Navigationsdaten werden auf dem Display angezeigt, der USB-Port ist gut sichtbar auf der Tunnelkonsole angebracht. Er erlaubt das Andocken beliebiger Digitalgeräte – vom iPod über das Handy bis zum MP3-Player. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Navigationssystemen kann Blue&Me TM gleichzeitig navigieren und eine Msuk-CD abspielen. In Zukunft soll das System auch mit Serviceleistungen wie Notdiensten und einer Auskunft gekoppelt werden.

Ab ca. 15.500 Euro
Die genauen Preise hat Fiat noch nicht bekannt gegeben. Der Einstieg soll aber laut einem Fiat-Sprecher bei etwa 15.500 Euro liegen. Messepremiere hat der Bravo beim Genfer Auto-Salon vom 8. bis 18. März 2007.

Bildergalerie: Bravo: Start im März