Außerdem auf der IAA: Micra Colour + Concept, Micra Facelift und der Tiida

Zu den Highlights von Nissan auf der IAA vom 13. bis zum 23. September gehört die Konzeptstudie Nissan Mixim. Es ist ein kompaktes Auto für die Generation der Computer-Kids. Anstatt mit dem Auto Freunde zu besuchen oder in die Stadt zu fahren, pflegen sie lieber über das Internet Kontakt zur Außenwelt. Mit dem Mixim will Nissan sie neu für das Thema Auto begeistern.

Fahrer sitzt wie in der Formel 1
So gibt es eine 1+2-Sitzanordnung, bei der der Fahrer zentral wie in einem Formel-1-Auto Platz nimmt. Flankiert wird er von zwei leicht nach hinten versetzten Beifahrersitzen. Das Design des Lenkrads und der Steuertasten orientiert sich an Computerspielen, mit denen die Jugendlichen bestens vertraut sind. Dank des zugleich als Elektromotor und Generator fungierenden ,Super Motors" von Nissan und kompakt bauender Lithium-Ionen-Batterien soll der Mixim mit spritzigen Fahrleistungen und einer praxistauglichen Reichweite glänzen. Ein Motor treibt die Vorder-, der zweite die Hinterräder an – was den Mixim zum lupenreinen Allradler macht.

Windschutzscheibe wie ein Helmvisier
Das Nissan Designteam kleidete die Antriebstechnik in eine ausdrucksstarke Coupé-Form. Die wie ein Helmvisier rundgezogene Windschutzscheibe dominiert das Profil. Dreieckige Seitenscheiben, die fließende Dachlinie und das scharf abgeschnittene Heck betonen die Dynamik.

Designelemente wie Diamanten
Innen wie außen setzen wie Diamanten geformte Designelemente Akzente. Dazu zählen die seitlichen Lufteinlässe an den Hinterkanten der Türen und mit LED-Einsätzen bestückte Scheinwerfer. Nach dem Öffnen der Heckklappe präsentiert der Mixim einen geräumigen Kofferraum. Neben den drei fest installierten Sitzen steht ein ausklappbarer vierter Platz hinter dem vorderen Sitzmodul zur Verfügung.

Kürzer als ein Micra
Der Mixim baut auf einem Radstand von 2,53 Metern auf; die Länge beträgt 3,70 Meter, die Breite 1,80 Meter und die Höhe 1,40 Meter. Damit ist das futuristische Elektromobil kürzer und flacher, jedoch etwas breiter als ein heutiger Nissan Micra. Mit 950 Kilogramm Gewicht ist der Mixim zudem bemerkenswert leicht. Auch wenn die Chancen für eine Serienproduktion eher gering sind, entstand der Mixim in Einklang mit dem Nissan Green Programm 2010, in dem sich das Unternehmen zu den Zielen einer nachhaltigen mobilen Gesellschaft verpflichtet.

Micra Studie ,Colour + Concept"
Das europäische Nissan Designcenter mit Sitz in London hat für die IAA einen einmaligen Micra C+C realisiert. Wobei das Kürzel C+C diesmal nicht für Coupé + Cabrio, sondern für Colour + Concept steht. Damit wollen die Designer die jüngsten Änderungen an der Micra-Baureihe mithilfe neuester Farb- und Lackiertechniken unterstreichen.

Zweifarben-Kontrastlackierung
Der Micra Colour + Concept erstrahlt in einer Zweifarben-Kontrastlackierung, bei der sich eine dreilagige, auf den Flanken aufgetragene Schicht in Perleffekt-Weiß von der komplett in Gold getauchten Oberseite des Fahrzeugs absetzt. Die verblüffendste Wirkung entfaltet die neuartige ,Flüssigmetall"-Lackierung in Gold. Sie zeichnet sich durch intensive Tiefe aus und scheint auf leichten Fingerdruck zu zerlaufen. Den ,Wet"-Effekt bewirken der Grundfarbe zugesetzte Pigmente, deren Partikel dünner und flacher sind als bei konventionellen Metallic-Farben.

Weißes Leder mit Kontrasten
Auch innen hoben die Designer den starken Kontrast zwischen oberer und unterer Wagenhälfte hervor. Die Sitze erstrahlen in weißem Leder mit kontrastierenden Details und Ziernähten. Die Bodenteppiche und unteren Cockpitverkleidungen sind mit einem dunkleren Gelbton vom helleren, oberen Teil des Armaturenbretts abgesetzt.

Facelift für den Micra
Auch der geliftete Micra wird auf der IAA gezeigt. Zu den Neuerungen gehören zusätzlicher Chromschmuck, abgedunkelte Scheinwerfergehäuse und schwarz getönte B-Säulen. Die auffälligsten Änderungen gab es an der Bugpartie und im Seitenprofil. Die beiden Kühlluftschlitze, die das zentrale Nissan-Logo einfassen, erhielten einen Chromrahmen und neue Lüftungsgitter. Die zuvor in Klarglas ausgeführten Blinker tragen nun blau eingefärbte Linsen.

Neue Oberflächen und Farben
Innen sorgen neue Oberflächen und Farben für ein wertigeres Ambiente. Neu ist unter anderem ein Radio/CD-Spieler im Doppel-DIN-Format. Dank einer integrierten Bluetooth-Schnittstelle können Anrufe von einem im Auto mitgeführten Mobil-Telefon über die Freisprechanlage geführt werden. Sie wird mithilfe eines Druckknopfs am Lenkrad aktiviert.

Zusätzlicher AUX-Anschluss
Durch einen zusätzlichen AUX-Anschluss können an die Musikanlage des Micra auch MP3-Player angeschlossen werden. Ein weiteres neues Ausstattungsdetail, der Speed Limiter, dient weniger der Unterhaltung als der Sicherheit: Über einen Knopf am Lenkrad aktiviert, warnt ein glockenartiger Ton vor dem Überschreiten der zuvor eingegebenen Höchstgeschwindigkeit.

Nissan Tiida: Vier- und Fünftürer
Gezeigt wird auch ein für uns neuer Nissan: Der preislich zwischen dem Note und dem Qashqai positionierte Nissan Tiida (das Wort steht im Japanischen für den ständigen Wechsel der Gezeiten) richtet sich an Kunden, die ein eher konventionelles Auto suchen. Nissan offeriert ihn als viertürige Stufen- und fünftürige Schräghecklimousine sowie mit drei verschiedenen Motoren: Der 1,5-Liter-Turbodiesel leistet 105 PS, der 1,6-Liter-Benziner 110 PS und die 1,8-Liter-Topvariante 126 PS.

Diesel mit Sechsgang-Getriebe
Ein Sechsgang-Getriebe ist im Tiida-Diesel sowie in der Variante mit 1,8-Liter-Ottomotor serienmäßig installiert. Beim 1,6 Liter großen Benziner haben Kunden die Wahl zwischen einer Fünfgang-Schaltung und einer Vierstufen-Automatik. Zu den erhältlichen Features zählen ein Satelliten-Navigationssystem, eine Klimaautomatik, Ledersitze, Automatik-Funktionen für Scheibenwischer und Scheinwerfer, Xenon-Scheinwerfer und eine Bluetooth-Schnittstelle.

In den USA heißt er Versa
Nissan bietet den Tiida bereits in Japan und in den Vereinigten Staaten an, wo er unter der Bezeichnung Versa läuft. Die für Europa bestimmten Modelle produziert das Unternehmen in seinem mexikanischen Werk Civac. Zusätzlich wird die Baureihe aber auch noch in Japan und Thailand montiert. Ab Januar 2008 kommt er nach Deutschland.

Nissan Mixim