Range Rover bekommt V8-Diesel und "Terrain Response"-System

Frisch gestärkt geht der Range Rover ab Oktober 2006 an den Start. Der Offroader bekommt als kräftiges Herz einen neu entwickelten V8-Diesel und fürs Gelände ein elektronisches Fahrprogramm für verschiedene Untergründe. Innen soll der neue Jahrgang leiser geworden sein, außerdem ist ein neues Armaturenbrett mit Knieairbag eingebaut.

Neuer V8-Diesel mit mächtig Drehmoment
Das 272 PS starke Aggregat bietet gegenüber dem bisherigen TD6 mit 177 PS ein Leistungsplus von 54 Prozent. Vor allem der Drehmomentwert weckt Vorfreude auf den Motor: 640 Newtonmeter sind zwischen 2.000 und 2.500 Touren zur Stelle. Schon knapp über Leerlaufdrehzahl übertrifft der V8-Diesel das maximale Drehmoment des bisherigen Dreiliter-Sechszylinders. Technisch ist der von Ford und Land Rover entwickelte Motor mit dem 2,7-Liter-V6-Diesel aus dem Discovery verwandt, die größten Unterschiede sind der von 60 auf 90 Grad geänderte Zylinderwinkel, die Aufladung mit zwei Turboladern statt einem und eben zwei Zylinder mehr.

Bessere Fahrleistungen – gleicher Verbrauch
Der neue TDV8-Selbstzünder ermöglicht dem Nobel-Offroader auf dem Asphalt eine Sprintzeit von 9,2 Sekunden. Die Spitze ist nun bei 200 km/h elektronisch abgeregelt. Der vor der Ablösung stehende TD6 erreicht 179 km/h und beschleunigt in 13,6 Sekunden von null auf hundert. Trotz deutlich verbesserter Fahrleistungen soll der neue 3,6-Liter-V8 mit 11,3 Litern im Schnitt nicht mehr verbrauchen als der bisherige TD6. Der TDV8 erfüllt die Euro-4-Abgasnorm. Auch einen Rußpartikelfilter wird es geben. Unklar ist noch, ob dieser Aufpreis kostet.


Fit für Straße und Gelände: Fahrwerk und Motor
Neu im Range Rover ist außerdem das ,Terrain Response"-System aus Discovery und Range Rover Sport. Die elektronische Steuerung ermöglicht dem Fahrer, aus fünf Fahrprogrammen für Straße und Gelände zu wählen. Das System passt dann Niveauregulierung, Motormanagement, Bergabfahrkontrolle, Traktionskontrolle und Getriebe an den gewählten Untergrund an. Neben einer neuen Fahrwerksabstimmung und einer Brembo-Hochleistungsbremse bietet der Range Rover ein elektronisch sperrbares Hinterachsdifferenzial. Speziell für den Geländeeinsatz bekamen die beiden Turbolader tief unten am Motor eine Unterdruckschmierung, damit auch bei Schräglagen die Schmierung erhalten bleibt.

Range Rover TDV8: Schneller und leiser
Mit einer größeren Spreizung ist die elektronisch gesteuerte Sechsgang-Automatik ausgestattet: Der erste Gang fällt um 16 Prozent kürzer aus, der Sechste ist um fast ein Drittel länger übersetzt als bisher. Der Erste hilft dem schweren Brocken also, besser aus den Startlöchern zu kommen und im Gelände mehr Durchsetzungskraft zu entwickeln, während der höchste Gang Geräusche und Verbrauch senken hilft. Zusätzlich gibt es Feinschliff im Kleinen: Die Klimaanlage lüftet leiser, eine beschichtete Windschutzscheibe senkt die Innengeräusche um sechs Dezibel und der Dieselmotor soll ruhiger laufen als bisher.

Komplett neues Armaturenbrett mit Knieairbag
Auch der Innenraum profitiert von der Modellpflege: Das Armaturenbrett ist komplett neu und hält nun einen Knieairbag für den Fahrer bereit. Die Designer haben die Schalter an der Mittelkonsole aufgeräumt und die Instrumente neu gezeichnet. Zudem haben die Vordersitze ein neues Gewand bekommen und bieten im neuen Modelljahr neben der serienmäßigen Heizung auf Wunsch eine Kühlung. Die Seitenairbags sind aus den Türen in die Sitze gewandert und bieten mit einer größeren Oberfläche mehr Sicherheit. Außerdem ist das Handschuhfach im neuen Jahrgang zweigeteilt. Einen Handbremshebel gibt es dann nicht mehr: Der edle Geländewagen hat ab Oktober eine elektronische Parkbremse.
(ao/hd)

Bildergalerie: Range Rover mit V8-Diesel