Franzosen präsentieren auf der IAA äußerst umweltverträgliches Auto

Citroën zeigt auf der IAA in Frankfurt vom 13. bis 23. September 2007 das Concept-Car C-Cactus. Das umweltfreundliche Auto besitzt einen Hybrid-HDi-Motor und verfolgt zugunsten der Umwelt einige interessante Ansätze und Detaillösungen.

Sparsam, schlau und schonend
Um die Umweltverträglichkeit des C-Cactus zu erhöhen, wird ein hoher Anteil recycelter oder recycelbarer Werkstoffe für die Produktion verwendet. Zudem soll er genauso wenig Kraftstoff verbrauchen, wie sein Namensgeber Wasser zum Leben benötigt. Dank des Diesel-Hybrid-Antriebsstranges (HDi-Dieselmotor mit 70 PS und Elektromotor mit 30 PS) und eines geringen Gesamtgewichts von nur 1.306 Kilogramm beträgt sein Gesamtverbrauch nur 3,4 Liter auf 100 Kilometer und die CO2-Emission nur 78 Gramm pro Kilometer. Dabei soll die Designstudie nicht teurer als ein Familienwagen der Kompaktklasse sein.

Neue Ansätze
Zur Senkung des Preises und des Gesamtgewichts wurden im C-Cactus weniger Teile als in vergleichbaren Fahrzeugen verbaut. Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Citroën-Ingenieure bestimmte Mechanismen und Einzelteile extrem vereinfacht, mehrere Funktionen in ein einziges Bauteil integriert und alle Teile eingespart, die für die Funktion des Fahrzeuges oder den Komfort der Insassen verzichtbar waren. So entfiel zum Beispiel das Armaturenbrett: Alle dort untergebrachten Funktionen wurden auf der Mittelkonsole und der feststehenden Lenkradnabe zusammengefasst. Die Mittelkonsole nimmt die Aktivlautsprecher der Audioanlage, den Getriebewählhebel und einen Touchscreen auf, mit dem der Bordcomputer, das Navigationssystem und die Klimaanlage bedient werden. Die Schalter für Blinker, Scheinwerfer, Scheibenwischer, Hupe sowie Geschwindigkeitsregler und -begrenzer befinden sich hingegen auf der feststehenden Lenkradnabe, ebenso wie der Tacho und die Kontroll- und Warnleuchten.

Weniger ist mehr
Ein weiteres Beispiel für vereinfachende Konstruktion ist die Verwendung des gleichen Bauteils für die Kühlermaske und den unteren Teil der Heckklappe. Es verleiht dem C-Cactus nicht nur Charakter, sondern macht auch die Herstellung über Skaleneffekte preisgünstiger. Einfachheit bestimmt auch die Gestaltung des Vorderwagens, dessen Außenhaut nur aus einer feststehenden Motorhaube mit integrierten Kotflügeln und einer Wartungsklappe besteht, durch die Ölstand, Scheibenwaschwasser und mehr kontrolliert und aufgefüllt werden können. Ähnlich der Ansatz zur Gestaltung der Seitenfenster: Mit der vollautomatischen Klimaanlage sind versenkbare Fenster fast verzichtbar. Stattdessen hat die Citroën-Studie ein einfaches Schiebefenster. Die Sitze wiederum werden aus nur zwei verschiedenen Teilen zusammengebaut: Einem Formschaumpolster und einer festen Schale, die das Schaumpolster hält und die Befestigung des Sitzes in Schienen am Wagenboden ermöglicht.

Höchstgeschwindigkeit bei 150 km/h abgeregelt
Konsequent verfolgt Citroën die Ausrichtung auf eine hohe Umweltverträglichkeitauch bei den verwendeten Materialien. So sind Scheiben und Reifen komplett recycelbar. Die Bodenverkleidung besteht aus recyceltem Leder. Zahlreiche Teile sind aus Kork, der Filz der Türverkleidungen und der Ablagen im Armaturenbrett ist aus nicht chemisch behandelter und vor allem völlig recycelfähiger und biologisch abbaubarer Wolle. Zu guter Letzt ist die Höchstgeschwindigkeit des C-Cactus mit Bedacht auf 150 km/h begrenzt.

Bildergalerie: Concept-Car C-Cactus