Von diesem privaten Sammler-Auto gibt es nur ein knappes Dutzend

Maserati fährt mit dem MC12 in der FIA GT1 Championchip, dem Rennsportereignis für seriennahe Supersportwagen, dauerhaft Erfolge ein. Davon inspiriert, legen die Italiener jetzt einen Über-Super-Sportwagen in homöopathischer Stückzahl auf. Weltpremiere feiert das Auto auf der Bologna Motor Show vom 7. bis 17. Dezember 2006.

Technik zum Angucken
Gerade mal zwölf Stück des exzentrischen Gefährts werden, passend zu der Zahl im Typenschild, in Bologna gebaut. Für Otto-Normalfahrer ist das Gerät gänzlich ungeeignet. Es besitzt weder eine Straßen- noch eine Rennzulassung. Der alleinige Zweck des Autos: Sammlerstück sein, auf privaten Rennstrecken heizen und an speziellen Maserati-Veranstaltungen teilnehmen. Dabei muss sich der auf dem Ferrari Enzo basierende Ausnahme-Athlet nicht vorwerfen lassen, nicht austrainiert zu sein. Ganz im Gegenteil. Die Rennzulassung hat er nämlich nicht, weil er zu sehr auf Rennsport getrimmt ist.

Hochleistung
Maserati lässt beispielsweise den Air-Restrictor weg. Dieses Bauteil begrenzt die Menge der Ansaugluft, womit am Ende die Motorleistung begrenzt wird. So erzielt das V12-Triebwerk aus sechs Litern Hubraum 755 PS bei der maximalen Drehzahl von 8.000 U/min. Bei 5.500 U/min liegt das beeindruckende Drehmoment von 740 Newtonmetern an. Wer diese Kraft entfalten will, muss auf die Veranstaltungen warten, die Maserati zum Ausfahren des MC12 Corsa auf internationalen Rennstrecken abhält.

Echte Rennausstattung
Die Karosse des seltenen Flitzers besteht vollständig aus Karbon. Zum Wettlauf zieht sich der Sportler seine 18-Zoll-Felgen an. Zwei Rennsportsitze stehen den Passagieren zur Verfügung, die dann das Grundgewicht des Italo-Schlittens von 1.150 Kilogramm etwas heraufsetzen werden. So bringt das Fahrzeug gerade mal 1,52 Kilogramm pro PS auf die Waage. Für Sicherheit sorgt ein Überrollbügel, ABS ist nicht mit an Bord. Die offizielle Farbe der Sonderedition heißt ,Blue Victory", auf Wunsch wird aber die Spritzpistole mit anderem Lack gefüllt. Auf Anfrage werden weitere Personalisierungs-Optionen angeboten.

Was für Sparfüchse
Vom normalen MC 12 wurden 25 Stück in einer MCS genannten, straßenzugelassenen Version an intime Freunde der Marke verkauft. Die zwölf MC12 Corsa schlagen wegen ihrer noch größeren Exclusivität mit 1.160.000 Euro pro Renner zu Buche. Ab Herbst 2006 sind sie käuflich zu erwerben. Wer einen haben will, sollte noch in diesem Jahr zuschlagen, ab 2007 kostet der Wagen wegen der Mehrwertsteuer-Erhöhung glatte 30.000 Euro mehr, dafür gibt es bereits vier Dacia Logan. Aber das ist eine andere Geschichte.
(gh)

Bildergalerie: Maserati MC12 Corsa