Studie up! mit Heckmotor und funktionalem Innenraum

Eine Studie der besonderen Art präsentiert Volkswagen auf der IAA (13. bis 23. September 2007): den up!. Der kleine VW soll an die Traditionen bekannter Volkswagen wie Käfer und Bulli anknüpfen. Das Gesamtkonzept ist geprägt von Funktionalität. Die Bezeichnung der Studie soll für Aufbruch und Dynamik stehen. ,Für Volkswagen", so Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung, ,ist die Resonanz der IAA-Besucher ein entscheidender Test, ob die Studie ähnliches Potential besitzt, wie einst der Käfer und heute der Golf." Dann bestünde nämlich die Chance, dass der up! ab 2010 gebaut wird.

Studie mit Heckmotor
Der up! ist ein Auto für vier Personen. Er ist 3,45 Meter lang und 1,63 Meter breit. Ihn eint ein Detail mit Käfer und Bulli: Auch er hat den Motor hinten. Das Team der Designer und Ingenieure hat die Konzeptstudie up! als erstes Mitglied einer ganzen Modell-Familie konzipiert; weitere Facetten sind also durchaus denkbar.

Kein klassischer Kühlergrill
Die Tatsache, dass der Motor des up! hinten arbeitet, beeinflusst das Exterieur-Design. Denn der up! hat keinen klassischen Kühlergrill. Er schlägt so die Brücke zum Käfer. Dominante Designmerkmale sind die nach innen schräg zulaufenden Scheinwerfer, die dazwischen horizontal verlaufende Lüftungsöffnung, das VW-Logo, die weit nach vorn reichende Kofferraumhaube und der glattflächige Stoßfänger mit einem rundum laufenden schwarzen Streifen als Detail des für Volkswagen typischen ,Happyface".

Transparente Heckklappe
Die Heckklappe wurde aus einem transparenten Werkstoff gefertigt. Unter dieser Klappe integrierten die Entwickler auch die hoch angeordneten Rückleuchten. Technisch und optisch neu umgesetzt wurde auch das VW-Logo in der Heckklappe: es befindet sich ebenfalls hinter Glas und leuchtet bei eingeschaltetem Licht. Das radiale Design der Felgen und die bis in den Felgenrand reichenden Flächen lassen die 18-Zoll-Räder deutlich größer erscheinen, als sie tatsächlich sind.

Sitze klappen und wegstecken
Auch die Variabilität kommt nicht zu kurz: Bis auf den Fahrersitz lassen sich alle Sitze zusammenklappen und ausbauen. Da sie als leichte Schalen ausgeführt sind, können sie schnell und platzsparend in einem der Kofferräume – neben dem vorderen gibt es auch hinten einen – verstaut werden. So lässt sich die gesamte Innenraumlänge als Staufläche für besonders sperrige Gegenstände nutzen.

Sitze passen sich per Luft an
Für den Sitzkomfort sorgt neben einer ergonomischen Gestaltung im Falle des up! ein simpler wenn auch wirkungsvoller Trick: Ähnlich einer sich selbst aufpumpenden Luftmatratze kann über ein Ventil Luft in die Sitzflächen gesaugt werden. Dabei passen sich die Sitze 1:1 der Körperanatomie der jeweiligen Person an, die gerade Platz genommen hat.

Zwei Displays vorhanden
Im Interieur gibt es einen Touchscreen mit einer neuen Näherungssensorik zur Steuerung von Navi, Radio, Bordrechner und Klimaanlage. Der up! besitzt zwei zentrale Displays. Im Cockpit zeigt ein Acht-Zoll-Monitor dem Fahrer Hauptinformationen wie die Geschwindigkeit, Tankvolumen und Reichweite sowie den aktuellen CO2-Ausstoß an. In der Mitte der Armaturen weist ein Sieben-Zoll-Monitor den Weg, wie künftige Mensch-Maschine-Schnittstellen aussehen und funktionieren könnten.

Käfers Enkel