Der Klassiker verwöhnt jetzt mit jeder Menge Annehmlichkeiten

Rau, kantig, offroad-verbunden: So stellt man sich einen Jeep vor. Doch jetzt sollen Eleganz und Kultiviertheit Einzug halten in den größten Ur-Geländewagen der Marke. So wurde das Innere des Grand Cherokee so lange aufgewertet, bis die Top-Version Overland herausgekommen ist.

Hütte vom Feinsten
Der Jeep lebt vorrangig gerne draußen in der Natur. Und von dort stammt auch seine edle Inneneinrichtung. Das Lenkrad wird aus Echtholz gedrechselt und aus Leder geschneidert, die Tür-, Mittel- und Bodenkonsolenverkleidung werden ebenfalls aus dem Stoff der Bäume geschnitzt. Die Instrumente stecken unter einer Abdeckung aus Tierhaut. Diese umspannt auch den Handbremsgriff und die Abdeckung des Navigationssystems. Selbst im Gang-Wahlhebel findet ein bisschen gut Holz seinen Platz. Die zweifarbigen Sitze warten mit Wildleder und Leder auf. Noch bevor jemand darauf Platz nehmen kann, wurde das Overland-Logo in sie eingeprägt.

Tradition trifft Moderne
Für die Außenwirkung wurde das klassische Jeep-Design dezent modernisiert. So siebt der Frontgrill jetzt mit einem zeitgemäßen Wabengitter die Luft. Dieser sowie die Außenspiegelgehäuse, die Dachreling, der hintere Stoßfänger, die Heckklappenverblendung, die Seitenfenster-Rahmen und die Seitenverkleidung sind mit Platin-Akzenten versehen. Serienmäßig wuchtet der Grand Cherokee Overland mit 18-Zoll-Sieben- Speichen-Leichtmetallrädern durchs Gelände. Wer will, lässt Räder mit drei Speichen mehr unter seinen Stoppelhoppel schnallen.

Sorgenfrei genießen
Der dezente Luxus des Offroad-Klassikers soll den potenziellen Käufer in Versuchung bringen. Und damit es zu keiner Kaufreue kommt, wird ohne Aufpreis ein Fünf-Sterne-Premium-Paket dazugepackt. Für die Dauer von vier Jahren oder eine Fahrleistung von 50.000 Kilometern sind alle Kosten für Inspektionen, Instandsetzungen und Verschleißreparaturen sowie einen Mobilitätsservice abgedeckt.

Hub-Räume
Den in Österreich gebauten Jeeps können zwei verschiedene Motoren eingebaut werden. Quasi als Basismotorisierung steht ein 3,0-Liter-V6-Dieselmotor mit 218 PS zur Verfügung. Wer es amerikanischer mag, greift zum 5,7-Liter-V8-Benzinaggregat. Dieser bringt es dann schon auf 326 PS. Der große Motor hat allerdings das mit 500 Newtonmetern um zehn Newtonmeter schwächere Drehmoment sowie eine mit 208 km/h nur um 8 km/h höhere Endgeschwindigkeit. Nur den Spurt von null auf 100 legt er in 7,4 statt 9,0 Sekunden zurück. Dafür schnappt er sich 15,3 Liter Super pro 100 Kilometer aus dem Tank, während sich der Diesel mit 10,2 Litern begnügt. Der extrem umfangreich ausgestattete Jeep Grand Cherokee Overland kostet in der Dieselmotorisierung 51.990 Euro. Für die riesige Benzinmaschine werden 58.690 Euro fällig.
(gh)

Luxus im Matsch