Dritte Generation kommt statt als Fünftürer nun als Drei- oder Viertürer

In zwei Karosserieversionen, zwei Ausstattungen und drei Motorisierungen startet der neue Hyundai Accent. Die dritte Generation des seit 1994 angebotenen Autos hat zudem eine völlig veränderte Optik. Während es den Koreaner bisher ausschließlich als Fünftürer mit Stummelheck gab, werden nun ein Drei- und ein Viertürer angeboten.

Sieben Zentimeter länger
Die viertürige Stufenheckversion ist mit 4,28 Metern etwa sieben Zentimeter länger als der fünftürige Vorgänger. Der Dreitürer dagegen hat mit 4,05 Metern Maße, wie sie auch neue Kleinwagen à la Fiat Grande Punto fast schon erreichen. Im Innenraum sollen bis zu fünf Insassen mehr Bewegungsfreiheit vorfinden als beim bisherigen Accent. Beim Kofferraum ist die Bilanz gemischt. Während der Vorgänger als Fünftürer umklappbare Rücksitze besaß, fällt diese Möglichkeit beim neuen Viertürer naturgemäß weg. Beim Viertürer passen nun immerhin 390 Liter hinein. Zum Vergleich: Beim alten Modell konnte man 321 bis 859 Liter einladen. Der Dreitürer packt zwar nur 270 Liter, dafür lässt es sich wie beim bisherigen Accent durch Umlegen der Rücksitzlehnen erweitern. Wie groß das Ladevolumen danach ist, teilt Hyundai bisher nicht mit.

Unterschiedliche Grills
Das Design hat sich vollständig verändert. Eine eher rundliche Erscheinung ist das Auto jedoch geblieben. Der Grill ist bei den Karosserieversionen unterschiedlich gestaltet. Während die Stufenheckvariante vier waagerechte Chromleisten hat, durchschneidet beim Dreitürer eine kräftige, in Wagenfarbe lackierte Querstrebe den Kühlergrill. Auch die Scheinwerferform hat sich etwas verändert.

Schickes Dreitürer-Heck
Die Gürtellinie liegt nun etwas höher, was größere Blechflächen ergibt und damit die Solidität unterstreichen soll. Sah der alte Fünftürer von der Seite eher eckig aus, so haben nun beide Karosserieversionen eine schwungvolle, rundliche Dachlinie. Am Heck sieht der Viertürer ähnlich wie das alte Modell aus. Der Dreitürer erfreut dagegen mit einer modernen Optik und sogar einem kecken Dachspoiler.

Klimaanlage in Serie
Die beiden Ausstattungen heißen wie bisher GL und GLS. Zur Serienausstattung des Basismodells gehört unter anderem eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne (beim Viertürer auch hinten), elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie Nebelscheinwerfer. Die Zentralverriegelung ist ebenfalls Serie, hat aber keine Fernbedienung. Beim GLS wird auch die Fernbedienung geliefert. Zusätzlich gibt es einen Bordcomputer und eine ausklappbare Mittelarmlehne hinten.

Sechs Airbags Serie, ESP auf Wunsch
Zur Sicherheitsausstattung gehören nun sechs Airbags wie etwa auch beim VW Golf. Dazu zählen Airbags für Fahrer und Beifahrer, Seitenairbags vorne und Vorhangairbags in den Längsholmen des Daches. Hinzu kommt ein ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und auf Wunsch ein ESP inklusive Traktionskontrolle.

Automatik verfügbar
In der Liste der Extras stehen eine Vierstufen-Automatik für die Benziner, Metallic- und Mineraleffektlackierungen sowie ein elektrisches Glasschiebedach. Ein Comfort-Paket umfasst eine Klimaautomatik, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, eine Armlehne für den Fahrersitz, Metalldekor für das Armaturenbrett und beleuchtete Make-Up-Spiegel.

Jetzt drei statt zwei Motoren
Den alten Accent gab es mit einem 85-PS-Benziner und einem 82-PS-Diesel. Nun gibt es ein Aggregat mehr: Das Angebot umfasst zwei Benzinmotoren mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum sowie einen 1,5-Liter-CRDi-Diesel. Alle Motoren werden mit einer Fünfgang-Schaltung kombiniert. Der Selbstzünder ist mit 110 PS deutlich stärker als bisher. Mit Common-Rail-Direkteinspritzung und variabler Turbolader-Schaufelgeometrie VGT verbraucht er 4,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das Maximaldrehmoment von 235 Newtonmetern steht von 1.900 bis 2.750 U/min zur Verfügung. Damit sprintet der Accent in 11,5 Sekunden auf 100; die Spitzengeschwindigkeit wird bei 176 km/h erreicht.

Basismotor mit 97 PS
Die Basismotorisierung, die für beide Karosserievarianten angeboten wird, bietet 97 PS und ein maximales Drehmoment von 125 Newtonmetern. Damit spurtet das Auto in 12,3 Sekunden auf Tempo 100. Auf der Autobahn ist der Accent 1.4 bis zu 177 km/h schnell. Dabei verbraucht er im Durchschnitt 6,2 Liter pro 100 Kilometer. Der zweite Benziner mit 1,6 Litern Hubraum leistet 112 PS und besitzt eine kontinuierlich-variable Ventilsteuerung CVVT. Damit wird der Neuling bis zu 190 km/h schnell. Von null auf 100 km/h benötigt der Topmotor der Baureihe 10,2 Sekunden.

Ab 13.990 Euro
Die Preise beginnen bei 13.990 Euro für das Einsteigermodell Accent 1.4 GL mit drei Türen. Den Viertürer gibt es ab 14.990 Euro. Damit ist das Auto wie üblich ein wenig teurer als der Vorgänger geworden – den gab es ab 14.350 Euro.
(sl)

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