Vier Meter kurz, 197 PS stark: Daten und Bilder zum Renault-Renner

Jetzt ist es raus: Der neue Clio Renault Sport kommt im September 2006 auf unsere Straßen. Auch der Preis ist schon bekannt: Ab 21.900 Euro ist der kleine Sportler zu haben. Herausragendes Detail des Neuen: Der Diffusor am Fahrzeugheck.

Der Funktion verpflichtet: Kiemen und Spoiler
Der Diffusor soll die Hinterachse bei hohem Tempo mit bis zu 40 Kilo belasten und so einen Spoiler überflüssig machen. Die beiden Auspuffendrohre sitzen rechts und links im Diffusor, um den Luftstrom nicht abzulenken. Auch die Entlüftungsöffnungen in den Vorderkotflügeln sind nicht nur Show, sie haben eine aerodynamische Funktion: Durch die Kiemen wird die warme Luft aus dem Motorraum an den Fahrzeugflanken entlang geführt. Das sorgt unter anderem für eine bessere Durchlüftung im Maschinenabteil. Damit dort genügend Kühl- und Ansaugluft hineinkommt, sind Stoßfänger und Kühlergrill völlig anders gestaltet als bei den bisher bekannten Clio-Modellen. Ein halbstarrer Frontspoiler begrenzt dagegen den Luftstrom unter dem Auto.

Zweiliter-Saugmotor mit 197 PS
Den bekannten Zweiliter-16V-Ottomotor haben die Ingenieure kräftig überarbeitet. Leistet der Sauger zum Beispiel im Mégane 135 PS, so stehen im Clio Sport nun 197 PS an. Das entspricht einer spezifischen Leistung von genau 98,5 PS pro Liter Hubraum. Die nötigen Drehzahlen für maximale Leistung und maximales Drehmoment deuten an, wo die Power herkommt: Das Drehmoment von 215 Newtonmetern liegt bei 5.500 U/min an, die Nenndrehzahl beträgt 7.250 U/min. Erst bei 7.500 U/min beginnt der rote Bereich. Erreicht wird die Leistung unter anderem durch einen geänderten Einlasstrakt, der eine bessere Füllung möglich macht. Andere Ventilsitze beschleunigen den Gasdurchsatz, zusätzlich wurde die Verdichtung auf 11,5:1 erhöht. Kleiner Nebeneffekt der Hochleistungs-Strategie: Laut Renault kann der Vierzylinder problemlos für den Einsatz in Rennfahrzeugen der Gruppe N oder des Clio Cup angepasst werden.

Schnell auf Hundert und zurück
In Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe soll der kleine Beißer in 6,9 Sekunden von Null auf Tempo 100 sprinten und im Schnitt 8,9 Liter verbrauchen. Die Spitze ist nach Herstellerangaben bei 215 km/h erreicht. Damit diese Geschwindigkeit wieder abgebaut werden kann, hat der Sport-Clio große Bremsen mitbekommen: Vorne nehmen Vierkolben-Bremssättel von Brembo 312 Millimeter große, innenbelüftete Scheibenbremsen in die Zange. Hinten verzögern Scheiben mit einem Durchmesser von 300 Millimetern. So ausgerüstet soll der Sportler binnen 35 Metern von 100 auf null km/h verzögern. Serienmäßig sind ABS, ASR und ESP verbaut.

Vorderachse vom Mégane Sport
Das Fahrwerk des Clio Sport hat Renault verlängert, verbreitert und tiefer gelegt. Der kleine Renner hat einen um zehn Millimeter längeren Radstand von jetzt 2.585 Millimetern. Die Spur wuchs vorne um 48 und hinten um 50 Millimeter in die Breite. Serienmäßig sind Reifen der Größe 215/45 R 17 auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen montiert. Die Vorderradaufhängung mit entkoppelter Lenkachse soll zu einem präzisen und souveränen Fahrverhalten beitragen. Sie entspricht in weiten Teilen der Vorderachse des Mégane Sport. Wie dieser läuft auch der neue Clio Sport im Werk Dieppe vom Band.
(hd/ao)

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