GP 3.10 Gas Powered: 552 starke Pferde werden mit Flüssiggas getränkt

AC Schnitzer gibt richtig Gas, und das im Wortsinne: Auf der Automesse IAA (13. bis 23. September 2007) präsentiert der Tuner seinen GP 3.10 Gas Powered. Vorangebracht wird das modifizierte BMW-3er-Coupé von einem Autogasantrieb.

V10 aus dem M5
Unter der Haube des scharfen Schnitzers lauert das V10-Triebwerk des aktuellen M5/M6, das von AC Schnitzer auf der Messe erstmals in einer bivalenten Auslegung vorgestellt wird: Das Fahrzeug verfügt über eine voll sequenzielle LPG-Anlage mit zwei parallel geschalteten 5-Zylinder-Verdampfern. Das durch eine neu abgestimmte Control Unit und einen überarbeiteten Abgastrakt mit Sport-Katalysator und Fächerkrümmer scharf gemachte Triebwerk leistet 552 PS und wuchtet bis zu 540 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Das sind allein 45 Pferde mehr als im M5/M6.

Flüssiggas ist billiger als Benzin
Schnitzer begründet den ungewöhnlichen Umbau mit dem Fakt, dass Flüssiggas (Liquified Petroleum Gas, LPG) sowohl ökonomisch als auch ökologisch eine sinnvolle Alternative zum normalen Benzinantrieb ist. Es kann nach einem entsprechenden Umbau in nahezu jedem Ottomotor verbrannt werden. LPG ist pro Liter nicht nur um billiger als Benzin, sondern sorgt auch dafür, dass etwa rund 15 Prozent weniger CO2 aus dem Auspuff kommen. Neben dem 80 Liter fassenden Gasbehälter ist auch noch der originale 60-Liter-Benzintank mit an Bord. So kann jederzeit zwischen den Brennstoffen gewechselt werden.

4,5 Sekunden auf Tempo 100
Dass das Gas ordentlich unter Druck steht, zeigen die Fahrwerte: Für den Spurt auf 100 km/h vergehen lediglich 4,5 Sekunden, die 200er Marke ist nach 13,9 Sekunden passiert. Erst bei 320 km/h soll der Druck im Kreuz zum Erliegen kommen. Ein Rennsportfahrwerk aus Aachener Produktion soll für entsprechende Handlingqualitäten sorgen.

Auspuff-Ende in der Mitte
Aber auch die Optik ist bemerkenswert: In Verbindung mit der mineralgrünen Sonderlackierung ist der AC Schnitzer Aerodynamik-Kit ein Blickfang. Vorn gibt es Lufteinlässe an den vorderen Kotflügeln mit Chromrippen und eine aggressive Frontschürze mit grobmaschigem Sportgrill. Hinten fallen Karosserieverbreiterungen von 60 Millimetern sowie ein zentral gelegener Sportnachschalldämpfer auf. Eine spezielle Abrisskante und eine Heckschürze mit integriertem Diffusor sowie ein Dachflügel mit Karbon-Mittelteil ergänzen das Schnitzer-Kleid

198.000 Euro teures Einzelstück
Eine Augenweide sind auch die neuen Rennsportfelgen: Die neueste Kreation aus der Aachener Rädermanufaktur kombiniert die klassische Y-Speichen-Optik mit fünf markanten Hohlspeichen und Bicolor-Finish. Einen kleinen Nachteil hat der Gas-Bolide: Er ist vorerst ein Einzelstück. Als solches hat er einen Wert von 198.000 Euro.

Bildergalerie: Schnitzer gibt Gas