Riesig und schwer: Tuner Geiger macht den H2 zum Elefanten

Als Hannibal 218 v. Chr. über die Alpen kam, hatte er 37 Kriegselefanten dabei. Obwohl die armen Tiere innerhalb kürzester Zeit vom europäischen Klima dahingerafft wurden, war es doch ein imposanter Auftritt, der bis heute unvergessen bleibt. Und dieser Eindruck steht für den neuen Geiger-Hummer H2 Hannibal Pate.

Luft-Bett
Der Hummer ist riesig und sauschwer. Trotzdem reicht ein bisschen Luft, um ihn sanft zu federn. Dank eines eigenen Spezialfahrwerks mit Stahlhilfsrahmen, speziellen Stoßdämpfern und Federn vorn und der besagten Luftfederung hinten, erhöht Geiger die serienmäßige Bodenfreiheit von 25 auf ordentliche 40 Zentimeter. Das kommt natürlich dem Brechen durch Wald und Flur zugute. Die damit verbundene erhöhte Wankneigung wird mit Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse abgefangen.

Luft-Ring
Der Hannibal Hummer lebt auf ganz großem Fuß. Echten dreiteiligen Chromräder der Dimension 12Jx20 nehmen mächtige Geländereifen der Größe 38x15.50 R 20 auf. Einfacher ausgedrückt: Unter den verbreiterten Kotflügeln des wuchtigen Amerikaners sitzen Reifen, die knapp einen Meter hoch und 40 Zentimeter breit sind. Den Preis dafür zahlt der Fahrer vor allem mit Top Speed. Die normale Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h musste aus Sicherheitsgründen auf 160 km/h reduziert werden.

Luft-Presser
Der von Geiger in den Hannibal eingebaute Motor heißt Kompressor 780. Das sagt schon alles. Das aufgeladene Sechs-Liter-Triebwerk legt bei 4.700 U/min ein Drehmoment von 780 Newtonmetern an die Kurbelwelle. Die enorme Leistung von 598 PS stehen bei 5.200 Touren zur Verfügung. Zusätzlich zum Kompressor- und Ladeluftkühlereinbau werden die Zylinderköpfe einer Feinbearbeitung unterzogen. Die Nockenwelle wird gegen eine leistungsfähigere ausgetauscht und die normale Auspuffanlage muss einem Hochleistungsgerät weichen.

Luft-Leistung
Der dicke Geländegänger wiegt leer über drei Tonnen. Trotzdem spurtet das Monstrum innerhalb von 8,5 Sekunden von null auf 100. Wer es etwas gemütlicher angehen lassen will, greift zum sanfteren Aggregat. Dort wird auf die Feinbearbeitung verzichtet. Trotzdem kommen immer noch 532 PS und ein Drehmoment von 740 Newtonmetern heraus. Dafür verlangt Geiger 14.900 Euro, der stärkere Bruder kostet 25.900 Euro.

Luft-Hoheit
Geiger empfiehlt wegen der deutlich verbesserten Standfestigkeit den Einbau einer Hochleistungsbremsanlage. 380 Millimeter große, innen belüftete Scheiben mit Sechs-Kolben-Bremssätteln warten dann an der Vorderachse der fußballtor-hohen Maschine auf ihren Einsatz.

Luft-Spiegelung
Hannibal Barkas Elefanten sorgten für einen martialischen Auftritt. Genauso macht es der Geiger-Hummer, nur dauerhafter. Sämtliche Edelstahlteile wurden auf Hochglanz poliert. Ein robuster Frontschutzbügel umfasst den Chromgrill, eine zusätzliche Stoßstange mit Unterfahrschutz kommt an den Bug. Die hinteren Stoßfänger werden mit Rammschutzecken aufgepeppt. Lieferbar ist der starke Auftritt als geschlossenes SUV (Sports Utility Vehicle) oder in der SUT (Sports Utility Tourer) Pickup-Variante. Die Preise beginnen bei 99.000 Euro.
(gh)

Hannibal aus München