Karosserie-Hersteller Heuliez zeigt auf der IAA einen Konzept-Dacia

Cerizay (Frankreich)/Frankfurt am Main, 21. September 2007 – Ein Dacia Logan MCV sieht unauffällig aus, muss mit einfachem Innenraum leben und ist ansonsten sehr praktisch. Der französische Karosseriekomponenten-Hersteller Heuliez wertet den Wagen außen und innen optisch auf und versucht den Rumänien-Kombi noch praktischer zu machen. Das so entstandene Fahrzeug nennt sich Dacia Logan Edelweiss.

Kaum Änderungen an der Basis
Das Auffälligste am Edelweiss ist das riesige, in zwei Richtungen komplett zusammenfaltbare Dachmodul, welches ganz entfernt dem Dach des Citroën 2CV (Ente) ähnelt. Wird das Dach Richtung Fahrzeugfront gefaltet, entsteht eine sehr große Hecköffnung. Die Heckscheibe des Logan MCV wird aus ihrer Verankerung gelöst und mit dem Faltdach verbunden. So wird der komplette rückwärtige Bereich des Dacias freigegeben, ohne dass Streben stören. Auch die Hecktüren werden modifiziert. Neben dem seitlichen Wegschwenken können sie schräg nach unten geklappt werden und somit als Laderampe dienen.

Für sperrige Güter gemacht
Motorroller, Quads und Surfbretter schluckt der Dacia jetzt klaglos. Außerdem gibt es laut Heuliez bereits viele Anfragen, das Konzept rollstuhltauglich zu machen. Im momentanen Stadium ist der Wagen trotz flacher Auffahrrampe noch nicht für Rollstühle geeignet. Aber Heuliez denkt über einen dementsprechenden Umbau des preiswerten Kombis nach.

Außen wie innen ein Hingucker
Um dem Logan zu einem edleren Auftritt zu verhelfen, überzieht ihn Heuliez mit einer neuartigen perlweißen Lackierung, welche leicht bläulich schimmernde Reflexe erzeugt. Innen ersetzen weißblaue Polsterstoffe aus Leder und Alcantara das Dacia-Grau. Mit der Studie will Heuliez Marktchancen für ein derartiges Dachkonzept ausloten. Zurzeit geht man in Frankreich von einem Preis in Höhe von 2.000 Euro für einen Umbau aus.

Heuliez
Der Karosserie-Spezialist Heuliez ist in der Autowelt kein Unbekannter. So kommt das komplizierte Dach des Opel Tigra TwinTop genauso von den Aufbau-Tüftlern wie Strukturmodule für Range Rover und Renault Modus, die vordere Sitzschale bei Ford Focus, Fiesta und C-Max sowie Karosserieteile fürs Avantgarde-Fahrzeug Citroën C6. Das international tätige Unternehmen produziert seit neuestem auch in der Slowakei und hat eine Kooperation mit dem chinesischen Fahrzeughersteller Chery geschlossen, um ein Chery-Cabrio zu entwickeln.

Bildergalerie: Schick und brauchbar