Die britische Sportflunder kommt als reine Rennversion nach Deutschland

Die britische Fahrzeug-Schmiede Lotus steht wie kaum ein anderer Automobilbauer für die Entwicklung puristischer Fahrmaschinen. Eine solche hat die hausinterne Abteilung für besonders dynamische Boliden – Lotus Sport – mit dem 2-Eleven entwickelt. Das Fahrzeug wird auf dem Auto-Salon in Genf, vom 8. bis zum 18. März 2007, vorgestellt.

255 PS treffen auf 670 Kilogramm
Der Zweisitzer soll getreu dem Motto ,Performance durch Leichtbau" besonders auf Rennstrecken-Enthusiasten abzielen. Das 670 Kilogramm schwere Fahrzeug mobilisiert aus einem 1,8-Liter-Kompressormotor 255 PS bei 8.000 Umdrehungen in der Minute. Das maximale Drehmoment von 242 Newtonmetern liegt bei 7.000 Touren an. Damit soll das Verhältnis von PS pro Kilogramm auf dem Niveau eines Formel-1-Rennwagens aus den 1960er-Jahren liegen. Der 2-Eleven spurtet in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Lotus mit 250 km/h an.

Handschaltung und Traktionskontrolle
Die Motorleistung wird über eine Sechsgang-Handschaltung an die Hinterräder weitergeleitet. Mit der Traktionskontrolle LTCS verfolgt Lotus einen ganz besonderen Ansatz: Sie tritt oberhalb der Acht-km/h-Grenze in Kraft und begegnet Traktionsproblemen durch Eingriffe in das Motormanagement. Durch eine Verringerung der Leistung soll die nötige Traktion bei Bedarf wieder hergestellt werden. Laut Lotus soll dieses System schneller als herkömmliche, elektronische Traktionskontrollen ansprechen.

2-Eleven auf Elise-Basis
Der 2-Eleven baut auf einer modifizierten Chassis-Variante des Elise auf und kann mit einem zusätzlichen Aluminium-Überrollkäfig aufwarten. Das Fahrzeug rollt auf Fünf-Speichen-Felgen im 16-Zoll-Format an der Vorder- und im 17-Zoll-Format an der Hinterachse. Diese sind mit 195er- beziehungsweise 225er-Reifen bezogen. Für die nötige Verzögerung sollen 288 Millimeter große, belüftete Bremsscheiben mit Zweikolbenbremsen vorne und Einkolbenbremsen hinten sorgen. Darüber hinaus kann das Fahrzeug mit einem Vierkanal-ABS aufwarten.

Zwei Versionen
Die britische Rennflunder wird in einer straßenzugelassenen und einer Rennstrecken-Version produziert: Die straßenzugelassene Variante kann mit einer umfassenden Beleuchtungseinrichtung, einem Katalysator und einem Heckflügel aufwarten. Damit soll jedoch ausschließlich den englischen Zulassungsbestimmungen entsprochen werden – außerhalb Großbritanniens wird lediglich die Rennstreckenversion angeboten. Letztere verfügt über einen Karbon-Heckflügel und einen zusätzlichen Frontspoiler. Die Produktion soll im April 2007 starten. Die 2-Eleven-Rennstreckenversion kostet in Deutschland mindestens 58.994 Euro.

Bildergalerie: Reinrassige Rennflunder