Die Italiener stecken noch mehr ,Renn" in ihren Sportwagen

San Cesario Sul Panaro/Italien, 2. März 2007 – Die Welt dachte immer, Pagani hat mit dem Zonda F einen reinrassigen Straßensportler auf die Piste gestellt. Bis eben. Jetzt ist der Zonda R da, uns eines Besseren zu belehren. Stolz wird Pagani den Wagen zum Genfer Autosalon vorfahren (8. bis 18. März 2007).

Für Track und Straße
Der Zonda F schafft den Nürburgring in 7:32 Minuten und ist trotzdem ein Straßenauto. Laut Pagani war das den Kunden nicht genug. Sofort setzten sich die Pagani-Mannen das Ziel, ein ultimatives Racetrackauto auf die Räder zu stellen, ohne Kompromisse vor allen Dingen in Sachen Sicherheit einzugehen.

Deutsches Herz
Erste Skizzen zum Zonda R wurden im September 2006 gezeichnet. Ausschlaggebend für die Realisierung des Projektes war die Unterstützung von Mercedes-AMG, wo die hochdrehende 750-PS-Maschine mit Trockensumpfschmierung und niedrigem Schwerpunkt herkommt. Das PS-Maximum liegt bei 8.000 Touren an, das maximale Drehmoment beträgt 710 Newtonmeter. Das Ansaugsystem des Triebwerks besteht aus Karbon, die Abgasanlage wird aus der Alu-Legierung Inconel gefertigt und wie in der Formel 1 mit Keramik überzogen. Der frei hängende Motor macht auch im Mercedes CLK GTR seinen Job. Erst nach 5.000 Kilometern Rennstrecke benötigt er eine Inspektion.

Das bleibt gleich
Im Zonda R stecken gerade mal zehn Prozent der Teile des Zonda F, was den R zu einem eigenständigen, neuen Modell macht. Übernommen wurden die geschmiedete Federung aus Avional, einer hochfesten Aluminiumlegierung, die sequentielle Sechsgangschaltung, das Monocoque aus Karbon sowie der Kunststoff-Luftfahrttank mit vier Kraftstoffpumpen.

Luftdruck
Das fein geschliffene Karbon-Chassis wurde auf optimale Sicherheit in Kombination mit bestmöglichem Abtrieb ausgelegt. Selbst in langsamen Kurven soll noch ein brauchbarer Anpressdruck verfügbar sein. Die lange Motorhaube mit Flügeln, der geschlossene Unterboden und der verstellbare Heckflügel plus Renndiffusor kümmern sich ständig um die aerodynamische Effizienz. Zudem bietet das Chassis einen Überrollkäfig und neue Hilfsrahmen, die eine verbesserte Federungsgeometrie ermöglichen. Die Reifen stecken auf geschmiedeten Magnesium-Felgen und lassen sich mithilfe eines integrierten pneumatischen Lufthebesystems, ähnlich wie beim apollo sport, wechseln.

Etwas größer
Der Radstand des Zonda R ist 47 Millimeter weiter als der des F, die Gesamtlänge stieg um 394 Millimeter, die Spurweite legte für eine bessere Stabilität um 50 Millimeter zu. Das ,Digitek"-Display informiert den Fahrer unter anderem über den gerade generierten Abtrieb. Außerdem soll es auf Grund einer ausgefeilten Telemetrie die Daten sämtlicher Fahrzeugkomponenten darstellen können. Eines der ersten Fahrzeuge wird in einem Wohnzimmer ausgestellt, welches Pagani designed und aus den gleichen Materialien gefertigt hat, aus denen auch ein Zonda F besteht. Für einen Zonda R ruft Pagani 1.428.000 Millionen Euro auf.

Paganis Über-Renner