Achtzylinder im CL 500 deutlich stärker, und auch der Zwölfzylinder legt zu

Im Herbst 2006 erscheint die neue Version des Mercedes CL. Das bisherige Vieraugengesicht des großen Coupés wird durch zwei parallelogrammförmige Leuchten ersetzt. Gleich geblieben ist die sich leicht nach unten verjüngende C-Säule, ein typisches Merkmal der großen Mercedes-Coupés: Schon 1956 besaß das Coupé 220 S/SE (Modellreihe W 180/W 128) eine solche C-Säule. Auch die voll versenkbaren Seitenscheiben, die nicht von einer B-Säule unterbrochen werden, und die große, gewölbte Panorama-Heckscheibe sind von den Klassikern her bekannt.

Acht Zentimeter länger
Gegenüber dem Vorgängermodell ist das neue Spitzencoupé um rund acht Zentimeter auf 5,07 Meter Länge gewachsen. Wie bisher gibt es die zwei Versionen CL 500 und CL 600 – die AMG-Version startet erst 2007. Der Achtzylinder des CL 500 leistet 388 PS und entfaltet ab 2.800 U/min ein maximales Drehmoment von 530 Newtonmetern. Damit ist der neu entwickelte Motor deutlich stärker als das alte V8-Triebwerk mit seinen 306 PS. Beim Spurt auf 100 km/h ist der CL 500 deshalb mit 5,4 Sekunden auch fast eine Sekunde schneller als der Vorgänger.

Zwölfzylinder nur wenig stärker
Der Biturbo-Zwölfzylinder im CL 600 ist 17 PS stärker als beim Vorgänger und leistet nun 517 PS. Das maximale Drehmoment verbessert sich um 30 auf 830 Newtonmeter, die von 1.900 bis 3.500 Touren zur Verfügung stehen. Der Spurt auf Tempo 100 ist nach 4,6 Sekunden erledigt – 0,2 Sekunden eher als beim Vorgänger. Die serienmäßige Siebengang-Automatik kombiniert Mercedes mit der neuen Direct-Select-Schaltung: Dabei werden die Getriebestellungen P, N, R und D durch leichtes Antippen eines Wählhebels an der Lenksäule aufgerufen.

ABC-Fahrwerk verbessert
Wie bisher wird der CL mit dem Federungssystem Active Body Control (ABC) ausgeliefert. Es soll auf Basis von Sensorsignalen die Wank- und Nickbewegungen der Karosserie beim Anfahren, bei Kurvenfahrt oder beim Bremsen fast vollständig kompensieren. Ab 60 km/h senkt das System außerdem die Karosserie leicht ab.

Weniger Schalter für mehr Funktionen
Für den Innenraum stehen fünf Farbkombinationen zur Auswahl. Klimaautomatik, ein Autoradio mit CD/DVD-Spieler sowie ein Glasschiebedach gehören zur Serienausstattung. Das Bedienkonzept wurde von der S-Klasse übernommen. Häufig genutzte Funktionen wie Autoradio, DVD-Spieler, Autotelefon oder Navigationssystem lassen sich per Schalter, durch Tastendruck am Multifunktions-Lenkrad oder mithilfe des Comand-Controllers auf der Mittelkonsole steuern. Bei den neu entwickelten Integralsitzen befinden sich alle Komponenten des Gurtsystems direkt im Sitz. Längseinstellung, Lehnen- und Kissenneigung, Sitzhöhe, Kopfstütze und Sitzkissentiefe der Vordersitze lassen sich serienmäßig elektrisch justieren.

Fünf Lichtfunktionen je nach Fahrsituation
Zur Serienausstattung gehören auch ein intelligentes Lichtsystem mit Kurven- und Abbiegelicht und Bi-Xenon-Scheinwerfer. Das System bietet fünf verschiedene Lichtfunktionen, die sich je nach Fahr- und Wettersituation einschalten – zum Beispiel für die Landstraße, die Autobahn, für Nebelfahrten und mehr. Zu den serienmäßigen Highlights gehört außerdem das bekannte Pre-Safe-System, das Unfälle vorausschauend verhindern soll. Völlig neu ist die Pre-Safe-Bremse, die bei drohender Kollision eine automatische Teilbremsung vornimmt. Der Preis des CL 500 soll bei etwa 106.000 Euro liegen, der CL 600 wird ab etwa 150.000 Euro zu haben sein. Zum Vergleich: Bei den alten Modellen lagen die Preise bei 101.964 beziehungsweise 138.504 Euro. Den neuen CL 500 gibt es ab 30. September 2006, den CL 600 ab Dezember 2006.
(sl)

Neues Luxus-Coupé