Laut Schwacke-Automobilindex sind BMW-SUVs am wertstabilsten

Zwar ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand, doch viele machen aus dem Kauf ihres Fortbewegungsmittels eine echte Herzenssache. Wenn das Auto jedoch zum Objekt der Begierde wird, bliebt der Verstand oft ausgeschaltet. In einer Verkaufssituation kann das bedeuten: Dieser heiße Schlitten muss es sein! Und plötzlich steht die eigene Unterschrift unterm Kaufvertrag. Die ersten Kilometer mit der spontanen Neuerwerbung können dann jedoch viele tausend Euro teuer sein. Oft ist der Wertverlust so hoch, dass man sich beim Wiederverkauf darüber ärgern muss.

Schwacke-Automobilindex gibt Richtwert
Wer beim Erwerb eines Automobils nicht den Verstand ausschaltet, sondern vernünftig kaufen will, sollte deshalb auch auf den zu erwartenden Wertverlust achten. Wer weiß, wie viel er für seinen Neuwagen nach zwei Jahren bekommt, kann viel Geld sparen. Einen interessanten Richtwert für den Restwert bietet Eurotaxschwacke. In der neuesten Ausgabe des Schwacke-Automobilindex finden sich neben einigen alten Bekannten auf den ersten Plätzen auch ein paar Überraschungen.

Starke BMW-SUVs
Nach dem jüngsten Ranking der Maintaler Wert-Experten hat der BMW X5 mit Dieselmotor den höchsten Restwert überhaupt. Immerhin noch 79,9 Prozent des Kaufpreises erhält man nach zwei Jahren bei 40.000 Kilometern Gesamtlaufleistung. Nur knapp dahinter liegt der kleine X3 mit 79,4 Prozent. In dieser Klasse muss man beim Toyota RAV4 (63,2 Prozent) und Nissan X-Trail (61,9 Prozent) deutlich höhere Verluste akzeptieren.

Mini ist maxi-wertstabil
Nicht nur bei den großen Offroadern, auch bei Kleinwagen hat BMW die Nase ganz weit vorne. Der Mini ist nach zwei Jahren und 30.000 Kilometern mit Benzinmotor immerhin noch 78,8 Prozent des einstiegen Kaufpreises Wert. Der Skoda Fabia hat in dieser Klasse mit 62,9 Prozent die rote Laterne.

Roadster am wertstabilsten
Einen ebenfalls hohen Werterhalt bietet der Mercedes SLK. 76,8 Prozent gibt es nach zwei Jahren und 30.000 Kilometern. Das Segment der Roadster ist ohnehin am wertstabilsten. Der Mittelwert in dieser Klasse liegt bei 72,1 Prozent. Einen vergleichsweise schlechten Wert erhält hier der MX-5 des japanischen Herstellers Mazda.

Gebrauchtschnäppchen Phaeton
Die prozentual höchsten Verluste muss ein Neuwagenkäufer übrigens in der Oberklasse hinnehmen. Hier ist überraschender Weise ein Japaner am wertstabilsten. Mit 50.000 Kilometern auf der Uhr bekommt man für die Automatikversion des Lexus LS immerhin noch 60,8 Prozent des Kaufpreises wieder. Der VW Phaeton liegt mit 49,8 Prozent deutlich dahinter. Oder positiv ausgedrückt: Mit weniger als 30.000 Euro ist der Wolfsburger nach zwei Jahren und 50.000 Kilometern der günstigste Luxusliner auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt. So gesehen kann der Schwacke-Automobilindex auch als Richtwert für Schnäppchenjäger funktionieren.
(mh)

Bleibende Werte