Dreiliter-Diesel im 3.0sd mit 286 PS als neue Topmotorisierung

Das kleinere SUV von BMW bekommt eine Optik und neue Motoren. Die Stoßfänger haben wie bisher einen schwarzen unteren Teil und einen in Wagenfarbe, doch zieht sich die Lackierung nun weiter nach unten. Außerdem wurde der Grill etwas größer. Die senkrechten Streben sind je nach Modellvariante in verschiedenen Farbtönen gehalten. Vorn wie hinten sind die Blinkergläser nun nicht mehr gelb, sondern weiß. Die Rückleuchten besitzen über LEDs gespeiste Einheiten, die bei Nacht für eine völlig andere Optik sorgen. Außerdem wurden die horizontalen Linien des Hecks betont.

3.0sd mit 18-Zoll-Alurädern
Im Innenraum gibt es ein neues Dreispeichenlenkrad. Vier Ausstattungsvarianten, zehn Außenfarben, sechs Ausstattungsfarben und fünf Dekoroberflächen stehen zur Auswahl. Beim Topmodell 3.0sd gibt es Pedale mit Edelstahlapplikationen. Äußerlich hebt sich das Modell durch 18-Zoll-Räder statt der 17-Zoll-Alufelgen, eine betonte Heckschürze und größeren Auspuffrohren ab.

Drei Benziner und drei Diesel
Drei Benziner und drei Diesel werden angeboten. Erstmals steht bei einem BMW-Modell ein Dieselaggregat an der Spitze der Leistungspalette. Der komplett neue Dreiliter-Reihensechszylinder-Diesel des 3.0sd leistet 286 PS und arbeitet mit Common-Rail-Einspritzung über Piezodüsen.

VTT: Stufenaufladung wie im 535d
Außerdem ist er mit Variable-Twin-Turbo-Technik (VTT) ausgestattet, die aus dem 535d bekannt ist. Bei dieser Stufenaufladung wird bei niedrigen Drehzahlen ein kleiner, später zusätzlich ein größerer Lader eingesetzt. Das maximale Drehmoment von 580 Newtonmetern liegt zwischen 1.750 und 2.250 Touren an. Den Spurt auf Tempo 100 erledigt das Auto in 6,6 Sekunden, und den Spritverbrauch gibt BMW mit 8,7 Litern pro 100 Kilometer an. Ein Partikelfilter ist Serie.

Schwächerer Diesel mit VGT
Neben dem 3.0sd gibt es einen zweiten Dreiliter-Diesel, der statt VTT einen einzigen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VGT) besitzt. So erreicht das Aggregat 218 PS und maximal 500 Newtonmeter. Mit 7,4 Sekunden Sprintzeit ist der 3.0d eine knappe Sekunde langsamer als der Topdiesel, und auch die Spitze liegt 30 km/h niedriger. Mit einem Verbrauch von 7,9 Litern ist er jedoch auch sparsamer. Wie der 3.0sd besitzt er einen Partikelfilter. Das gilt auch für den 2.0d, der sich mit einem Verbrauch von 7,2 Litern nochmal sparsamer zeigt. Der Vierzylinder bringt es auf 150 PS und 330 Newtonmeter. Den Standardsprint absolviert er in 10,2 Sekunden.

Benziner: Mehr PS, weniger Kilo
Bei den Ottomotoren ist der 3.0si mit 272 PS das Topaggregat. Der 3,0-Liter-Sechszylinder bringt den X3 in 7,2 Sekunden auf Tempo 100. Den Verbrauch gibt BMW mit 10,1 Litern an. Das nächstkleinere Aggregat ist der 2,5-Liter-Sechszylinder im 2.5si mit 218 PS. Er sorgt für eine Sprintzeit von 8,5 Sekunden. Der durchschnittliche Spritkonsum liegt bei 9,9 Litern auf 100 Kilometer.

Einstiegsmodell mit Bi-Vanos
Als Einstiegsvariante dient der Vierzylinder im 2.0i. Mit der variablen Nockenwellenverstellung Bi-Vanos und der schaltbaren Sauganlage DISA ausgerüstet, beschleunigt er den X3 in 11,5 Sekunden auf 100 km/h und verbraucht 9,3 Liter auf 100 Kilometer.

Neue Sechsgang-Automatik im 3.0sd
Mit Ausnahme des 3.0sd werden alle Varianten mit einer Sechsgang-Schaltung ausgerüstet. Optional gibt es eine Sechsstufen-Automatik. Das Topmodell besitzt serienmäßig eine neue Sechsstufen-Automatik, die für deutlich kürzere Schaltzeiten sorgen soll. Das Allradsystem iDrive wurde nicht verändert. Doch wurde das Zusammenspiel zwischen iDrive und ESP (bei BMW als DSC bezeichnet) verfeinert und das ESP verbessert.

Ab 33.500 Euro
Die Preise beginnen bei 33.500 Euro für den 2.0i – bisher waren nur 32.900 Euro fällig. Das Topmodell 3.0sd kostet 50.300 Euro. Markteinführung feiert der neue X3 am 23. September 2006.
(sl)

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